Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das “Tagebuch”, das zum “Virtuellen Philosophenstübchen” gehört. Längere Texte werden also nach wie vor im Philosophenstübchen abgelegt, aber hier gibts aktuelle Infos, womit ich mich gerade beschäftige. Und es kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei ;-)

Viele Grüße
von Annette


Ich habe diese Frage tatsächlich ernsthaft gestellt. Ich wachte eines Morgens aus einem Traum auf, bei dem der morgige Tag schon vergangen war und ich am Tag vorher jemanden nach diesem Tag fragte. Das bezog sich aufs Wetter: Ich hatte schon erlebt, dass morgen die Sonne scheinen würde und bei der Planung des Fahrradausflugs am Tag zuvor erinnerte ich mich daran und wusste, dass wir auf Regenschutz verzichten können…


Beim Gang über den Flur nach diesem Aufwachen zuckte mir durch den Kopf, dass mir genau dasselbe gerade auch in einer anderen Beziehung passiert. Ich hab mal gewusst, wie das Morgen sein würde: eine Zukunft in Frieden, Kommunismus und mit spannenden Reisen durchs Weltall. Bei uns hieß das Genre, in dem der „Vor-Schein“ dieser Zukunft sich zeigt, meist nicht „Science Fiction“, sondern „Utopische Literatur“. (mehr…)

Holzkamp als Vertreter der „logisch-historischen“ Interpretationslinie

Holzkamp

Gleich zu Beginn der systematischen Entwicklung der Kritischen Psychologie beteiligte sich Klaus Holzkamp an der streitbaren Debatte über die logisch-historische versus logisch-systematische Lesart des „Kapitals“. Er nahm Stellung gegenüber Joachim Bischoff, der 1973 ein Buch zugunsten der logisch-systematischen Lesart veröffentlicht hatte (Bischoff 1973). Holzkamp argumentierte gegen Bischoffs Ansicht, das Historische habe keine konstitutive Funktion im Begründungszusammenhang der Kritik der Politischen Ökonomie. (Holzkamp 1974: 7)

Er folgt dabei der von Engels vorgezeichneten logisch-historischen Interpretationslinie. Die Herleitung der Geldform gilt für ihn als „Rekonstruktion der Stufen ihrer historischen Ge-wordenheit“ (Holzkamp 1974: 31). „Entwicklung“ bedeute hier „keine logische Gedankenentwicklung, sondern die wirkliche Entwicklung des materiellen gesellschaftlichen Lebensprozesses“ (ebd.)
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Versteht Engels Marx richtig?

Parallelität von Logischem und Historischem

Engels

Am deutlichsten wird diese Ansicht der Parallelität von Logischem und Historischem von Friedrich Engels vertreten. So schreibt er:

„Da in der Geschichte, wie in ihrer literarischen Abspiegelung, die Entwicklung im ganzen und großen auch von den einfachsten zu den komplizierteren Verhältnissen fortgeht, so gab die literargeschichtliche Entwicklung der politischen Ökonomie einen natürlichen Leitfaden, an den die Kritik anknüpfen konnte, und im ganzen und großen würden die ökonomischen Kategorien dabei in derselben Reihenfolge erscheinen wie in der logischen Entwicklung.

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II Streitfall Dialektik

Das Verhältnis von Logischem und Historischem

Wie ausführlich erläutert wurde, vollzieht die Entwicklung bei Hegel eine Bewegung, bei der das zu Entwickelnde vorausgesetzt wird; es ist implizit, der Möglichkeit nach, d.h. „an sich“ bereits im Anfang vorhanden und expliziert sich bis zur Übereinstimmung mit dem Begriff. Obwohl aus diesem Begriff neue Kreisläufe hervorgehen, kann man das Ganze gut als „Kreis von Kreisen“ (HW 6: 571; HW 8: 60) vorstellen. Historische Prozesse jedoch zeigen Verzweigungen: Neues entsteht und geht in Verästelungen ein, wobei die Vielfalt sich nicht in geschlossenen Kreisen einfangen lässt.

Logisch-Historisch_1

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In der letzten Nummer der Zeitschrift “CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation” wandte sich Uli Frank in der “Writers corner” an seine Co-Autorin Brigitte Kratzwald, die in einem Beitrag “die natürlichen Selbstorganisationsprozesse für menschliche Bedürfnisse nutzbar machen” wollte. Uli verwies auf die Gefahr, bestimmte Erkenntnisse und Praxen aus der Natur zu verabsolutieren.

 

Da das Thema unmittelbar auf meine Themen aus den 90er Jahren verweist, möchte ich dazu auch “meinen Senf” dazugeben (zuerst in einer Mail an Uli). Das nebenstehende Bild zeigt mich, als ich damals begeistert mit dem Computer Fraktale erzeugte als Verbildlichung der Selbstorganisationskonzepte.

 

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Voriges Wochenende konnte ich mit freundlicher Unterstützung (von Manfred und Vera) glücklicherweise den Unbilden des Bahnstreikes trotzen und an der Tagung “Ernst Boch – “ein marxistischer Schelling”?” der Ernst-Bloch-Assoziation in Nürnberg teilnehmen.

EBA_2014

Meine Vortragsvorbereitung war leider nicht ganz abgeschlossen. Das Thema, das ich mir vorgenommen hatte, war einfach zu umfangreich. Mich interessiert, wie die Philosophien von Schelling, Hegel und Bloch die Frage beantworten, woher der Impuls für die Entwicklung kommt. Warum entwickelt sich eigentlich alles in der Welt? Warum ist diese Entwicklung auch mit der Enstehung neuer Zustände verbunden? Was treibt sie an?

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Das Problem der „materialistischen Umstülpung“

Marx schrieb im Nachwort zur zweiten Auflage des „Kapitals“, dass seine dialektische Methode das „direkte Gegenteil“ (MEW 23: 27) der Hegelschen wäre. Das, was er als das „Rationelle“ von Hegel übernehmen will, sind die „allgemeinen Bewegungsformen“:

„Die Mystfikation, welche die Dialektik in Hegels Händen erleidet, verhindert in keiner Weise, daß er ihre allgemeinen Bewegungsformen zuerst in umfassender und bewußter Weise dargestellt hat. Sie steht bei ihm auf dem Kopf. Man muß sie umstülpen, um den rationellen Kern in der mystischen Hülle zu entdecken.“ (MEW 23: 27)

Was wissen wir über diese allgemeinen Bewegungsformen und ihre Umstülpung?
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