Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das “Tagebuch”, das zum “Virtuellen Philosophenstübchen” gehört. Längere Texte werden also nach wie vor im Philosophenstübchen abgelegt, aber hier gibts aktuelle Infos, womit ich mich gerade beschäftige. Und es kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei ;-)

Viele Grüße
von Annette


Keimform

Franz Schandl bezieht sich schon mit dem Titel seines Beitrags „Kein Form!“ kritisch auf die Selbstbezeichnung eines politisch-theoretischen Konzepts namens „Keimform“, welches im neuen Heft der Zeitschrift „Streifzüge“ vorgestellt wird. Genau diese Kritik ist auch in Form des Backförmchens auf dem Titelbild „versteckt“.

Franz Schandl unterstellt gleich auf der zweiten Zeile eine enge Verbindung von Form und Norm. Seiner Meinung nach bedeutet „Umwälzung […] Entstrukturierung, nicht die Installation neuer Formgesetze“. (mehr…)

Ich lese derzeit nur über die “Weltgeschichte”… aber gleichzeitig lebe ich selber in spannenden Zeiten. Da gelingt es doch tatsächlich, in Jena den Verkauf und Bebauungsplanung für den zentralen Platz durch eine durch eine Bürgerinitiative erkämpfte Bürgerbefragung zu Fall zu bringen. Hartnäckiges Engagement lohnt sich und ist unbedingt notwendig, um wichtige Entscheidungen zu beeinflussen.

Freiheit für Josef

Nicht weniger entscheidend ist der Kampf gegen alle rechten Tendenzen. Was der “Akademiker-Ball” in Wien mit so was zu tun hatte, musste ich auch erst mal lernen. Früher hieß der “Korporationsball” und die Burschen, die sich hier versammeln, sind nicht irgendwelche Burschenschaftler, sondern die “Freiheitliche Partei”, die im Impressum für den “Akademiker-Ball” wirbt, gilt als “rechtspopulistische” Partei und rechte Politiker_innen wie Marine Le Pen und NPD-Vertreter sind gern gesehene Tänzer_innen. Die Gäste aus Deutschland betonen die Bedeutung des für Rechte freien Raumes in Österreich: “In Österreich ist einfach vieles möglich, was in Deutschland nicht geht.” (taz) Die Gäste des Balls werden als “Leistungsträger der Gesellschaft” tituliert. Na prima.
(mehr…)

„Aber sie [die Philosophie, AS] ist nur der Sonntag des Lebens, es folgen die Werktage; aus dem Kabinette des Innern tritt der Mensch zur besonderen Gegenwart und Arbeit heraus, und es ist die Frage: wie sieht der Reflex des Göttlichen, das in der Andacht gegenwärtig ist, nun in dieser Welt aus?“ (HW 11: 258)


(HW 11: Berliner Schriften 1818-1831)


Wie schwer es ist, die Sonntagsstimmung über die Woche zu retten, hatte ich hier schon mal notiert…

Da ich meine Resturlaubswoche vom vorigen Jahr für Hegel-Studien nutze, gilt auch für diese Tage, wie auch für viele meiner freien Tage in der Woche das, was Hegel für die Sonntage schrieb:

„Verkehr mit der Philosophie ist als der Sonntag des Lebens anzusehen. Es ist eine der größten Institutionen, daß im gewöhnlichen bürgerlichen Leben die Zeit verteilt [ist] zwischen Geschäften des Werktags, den Interessen der Not, des äußerlichen Lebens, [wo der] Mensch versenkt [ist] in die endliche Wirklichkeit, – und einem Sonntag, wo der Mensch sich diese Geschäfte abtut, sein Auge von der Erde zum Himmel erhebt, seiner Ewigkeit, Göttlichkeit seines Wesens sich bewußt wird. Der Mensch arbeitet die Woche durch um des Sonntags willen, hat nicht den Sonntag um der Wochenarbeit willen.“ (HW 10: 412)

fruehling_2014_1
 
Hier tut sich grad wenig, obwohl ich weiter am Geschichtsphilosophie-Thema sitze. Es entstehen noch keine Ergebnisse, weil ich mich erst mal durch die Literatur wühle. Zwischendurch entdeckte ich das erste Schneeglöckchen in meinem ersten kleinen Gärtchen (das kam ganz unvermutet).
    

    

    

Nicht weit von uns entfernt gibts im Frühling solche Aussichten:

fruehling 2014_2
(Künstler-Mühle Plinz)

In einer schon lange zusammen arbeitenden Diskussionsgruppe kam es letztens zu starken Differenzen über das Thema: Wie halten wirs mit Hegels Dialektik bei geschichtlichen Fragen?
(mehr…)

Als Antwort auf Tanjas Blogbeitrag über Maunzi hier drei typische Moritz-und-Minka-Bilder…

Moritz 2013
Moritz schafft es, auf dem Unterarm liegen zu bleiben, während ich tippe… (mehr…)

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