Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das “Tagebuch”, das zum “Virtuellen Philosophenstübchen” gehört. Längere Texte werden also nach wie vor im Philosophenstübchen abgelegt, aber hier gibts aktuelle Infos, womit ich mich gerade beschäftige. Und es kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei ;-)

Viele Grüße
von Annette


I.2. Was ist Dialektik und was ist ihr Gegenstand?

Heutzutage ist es gar nicht mehr selbstverständlich, so etwas wie die Dialektik als sinnvoll oder gar notwendig für bestimmte Erkenntnisse anzusehen. Wenn wir uns hier damit beschäftigen, so gehen wir davon aus, dass wir für unsere Orientierung und unser Handeln in der Welt Erkenntnisweisen benötigen, die etwas mit dem, was als Dialektik durch die Philosophiegeschichte hindurch geht, zu tun haben. Wir brauchen das Wissen Welt, ihre Strukturen und Bewegungsdynamik, das wir im Erkenntnisprozess gewinnen, um eingreifendes Handeln zu ermöglichen. Dabei wird sinnvollerweise auch angenommen, dass die Strukturen bzw. die Bewegungsdynamik der wirklichen Verhältnisse sich dieser Erkenntnisweise öffnen, dass sie bzw. viele von ihnen selbst so geartet sind, dass dialektisches Denken sie besonders gut erfassen kann. Früher wurde das häufig so bezeichnet, dass eine “objektive Dialektik“ vorliegt, welche durch die „subjektive Dialektik“ im Erkennen wiedergespiegelt werden kann. Vorauszusetzen ist auf jeden Fall die These:

In wichtigen Formen der Erkenntnis und (wahrscheinlich) in der Welt geht es (wenigstens an wichtigen Stellen) dialektisch zu.

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I.1 Beziehung zwischen Dialektik und Kritischer Psychologie

Wenn wir nach der Beziehung von Dialektik und Kritischer Psychologie fragen, so ist zuerst einmal zu klären, in welcher Art diese Beziehung bestehen kann. Beide Konzepte beschäftigen sich nicht direkt mit empirischen Tatsachen und beide sind kein vollständiges philosophisches System, obwohl es in beiden um Begriffe bzw. Kategorien geht. Während Dialektik eine Methode bzw. ein System auf dem Gebiet der Philosophie ist, wurde die Kritische Psychologie durch ihren Begründer Klaus Holzkamp als „Versuch, die gesamte Psychologie durch Kritik und Revision ihrer Grundbegriffe und darin eingeschlossenen methodischen Vorstellungen auf eine neue wissenschaftliche Basis zu stellen“ (Holzkamp 1983: 19), bezeichnet. (mehr…)

Dieser Text entspricht nicht dem gesprochenen Text meines Vortrags auf der Ferienuni Kritische Psychologie 2014 , sondern wird nachträglich geschrieben. Dabei werden mehr Inhalte ausführlicher dargestellt, als das im Vortrag möglich war. Auch der Foliensatz, den ich beim Vortrag verwendete, ist etwas kürzer als der hier verwendete (von dem ich hier auch nicht alles zeige). Der Text des Vortrags wurde mitgeschnitten und steht vielleicht auch irgendwann online zur Verfügung.


Abstract zum Vortrag “Einführen und Aufheben der dialektischen Grundlagen der Kritischen Psychologie”

Dialektisches Denken ist eine zentrale Grundlage für die „historisch-empirische Kategorialanalyse“ und den darauf basierenden methodischen Fünfschritt. Was dialektisches Denken allerdings ist, und worauf es sich in der Wirklichkeit bezieht, ist seit jeher umstritten. So gab es bereits in den 70er Jahren Debatten über das Dialektikverständnis von Klaus Holzkamp.

Diese Veranstaltung will den Spagat versuchen, eine Einführung in ein an Hegel angelehntes Dialektikverständnis zu geben und gleichzeitig vereinfachte Vorstellungen zu überwinden. Warum das im wahrsten Sinne des Wortes eine „Aufhebung“ ist, wird sich dabei auch erschließen…

Dialektik in der Kritischen Psychologie 1 (mehr…)

Klimagipfel 2014


Quelle: Solarenergie-Förderverein e.V., copyright: sfv/mester

Hier versuche ich wiederzugeben, was ich während meines Beitrags auf dem Abschlussplenum der Ferienuni Kritische Psychologie 2014 gesagt habe. Dieses Plenum stand unter dem Motto: „Rückblick auf dem Weg nach vorn“. Es ging darum, mit welchen Erfahrungen und Erwartungen wir zur Ferienuni gekommen waren, was wir erlebt haben und wie es weitergehen könnte… Beim Schreiben fällt mir natürlich noch viel mehr dazu ein, was ich jetzt mit aufschreibe.

Ferienuni 2014_5

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Am späten Samstag Nachmittag fand das Abschlussplenum der Ferienuni Kritische Psychologie 2014 statt. Vom Plenum aus hat man einen guten Blick auf die erhöhten Hörsaalreihen. Das erlebte ich, weil ich aufs Plenum eingeladen worden war, von dem aus aus verschiedenen Perspektiven berichtet wurde, was wir uns von der Ferienuni erwartetet hatten, was wir erlebten und wie es weitergehen könnte. Was ich da ungefähr sagte, berichte ich morgen.

Von den anderen Beiträgen habe ich auch keine Mitschrift, sondern ich habe mich entspannt und nur einige besonders interessante Bemerkungen mitgeschrieben. Vom Tag vorher hatte ich schon die Erkenntnis eines Teilnehmers von einem die Ferienuni begleitenden Nachtspaziergangs aufgeschnappt:

Liebe ist nicht knapp.

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Heute sitze ich mal nicht nachts an meinem Schreibhockerchen, sondern schwänze einen Veranstaltungsblock und sitze beim Schreiben über die Ferienuni Kritische Psychologie gemütlich im Infozelt… und stelle den Text abends schon ins Netz, während die anderen noch beim Aufräumen sind. Ferienuni 2014_3

Am Vormittag war ich im Workshop mit Morus Markard über Subjektive Erfahrung, gesellschaftliche Strukturen, Verallgemeinerung. Methodische Grundfragen einer Psychologie vom Standpunkt des Subjekts.

Er sieht die drei genannten Begriffe „Subjektive Erfahrung“, „gesellschaftliche Strukturen“ und „Verallgemeinerung“ in einer Beziehung die dem Zusammenhang von Individuellem, Allgemeinem und dem Prozess der Vermittlung zwischen diesen beider entsprechen.
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