Berichte


Ich lese derzeit nur über die “Weltgeschichte”… aber gleichzeitig lebe ich selber in spannenden Zeiten. Da gelingt es doch tatsächlich, in Jena den Verkauf und Bebauungsplanung für den zentralen Platz durch eine durch eine Bürgerinitiative erkämpfte Bürgerbefragung zu Fall zu bringen. Hartnäckiges Engagement lohnt sich und ist unbedingt notwendig, um wichtige Entscheidungen zu beeinflussen.

Freiheit für Josef

Nicht weniger entscheidend ist der Kampf gegen alle rechten Tendenzen. Was der “Akademiker-Ball” in Wien mit so was zu tun hatte, musste ich auch erst mal lernen. Früher hieß der “Korporationsball” und die Burschen, die sich hier versammeln, sind nicht irgendwelche Burschenschaftler, sondern die “Freiheitliche Partei”, die im Impressum für den “Akademiker-Ball” wirbt, gilt als “rechtspopulistische” Partei und rechte Politiker_innen wie Marine Le Pen und NPD-Vertreter sind gern gesehene Tänzer_innen. Die Gäste aus Deutschland betonen die Bedeutung des für Rechte freien Raumes in Österreich: “In Österreich ist einfach vieles möglich, was in Deutschland nicht geht.” (taz) Die Gäste des Balls werden als “Leistungsträger der Gesellschaft” tituliert. Na prima.
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Da ich meine Resturlaubswoche vom vorigen Jahr für Hegel-Studien nutze, gilt auch für diese Tage, wie auch für viele meiner freien Tage in der Woche das, was Hegel für die Sonntage schrieb:

„Verkehr mit der Philosophie ist als der Sonntag des Lebens anzusehen. Es ist eine der größten Institutionen, daß im gewöhnlichen bürgerlichen Leben die Zeit verteilt [ist] zwischen Geschäften des Werktags, den Interessen der Not, des äußerlichen Lebens, [wo der] Mensch versenkt [ist] in die endliche Wirklichkeit, – und einem Sonntag, wo der Mensch sich diese Geschäfte abtut, sein Auge von der Erde zum Himmel erhebt, seiner Ewigkeit, Göttlichkeit seines Wesens sich bewußt wird. Der Mensch arbeitet die Woche durch um des Sonntags willen, hat nicht den Sonntag um der Wochenarbeit willen.“ (HW 10: 412)

Crashtest_2

Pünktlich zum Jahreswechsel hat Hermann, der Packpapier-Verlag-Drucker und -Betreiber, das neue Heft mit dem Titel “Schönwetter-Utopien im Crashtest” fertig gestellt. Dies ist keine ganz neue Arbeit von mir, sie enthält einen Vortrag, den ich schon 2011 in Berlin gehalten habe.

Leider muss die Thematik der Gefährdungen unserer Lebensgrundlagen immer mehr ins Zentrum aller Vorstellungen über die Zukunft rücken.

Ich wünsche Dir, Ihnen und allen ein wunderschönes neues Jahr 2014 !!!

Aber ich kann das nicht ganz ohne ein Bauchgrummeln, eine untergründige Angst. (mehr…)

Seit einigen Tagen genieße ich meinen Jahresurlaub. Bereichert wird er durch eine Dinner-Show (Weihnachtsfeier von der Arbeit aus), ein Treffen mit Freunden, dem Besuch der Tochter. Diese Freuden umrahmen schöne Stunden, in denen ich so leben kann, wie ich es mir am meisten wünsche: Lesen, Denken, Grübeln, Schreiben, neu lesen, neu nachdenken, auf neue Gedanken kommen, diese anderen mitteilen können… (mehr…)

Am Ende des Sommers wurde es nun doch Tag für Tag kälter und während meiner Urlaubstage in Berlin merkte ich: Es ist doch schon Herbst. Aber was für ein schöner!

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Ich tippe gerade Zitate aus dem Buch „Das Spinoza-Problem“ von Irvin D-Yalom ab, das ich trotz seiner fast 500 Seiten in zwei Tagen gelesen habe. Das erste Zitat passt gleich auf meine Beziehung zu ihm als Autor:
Und Nietzsche weinte

Weshalb ruft ein und dasselbe Buch so breitgestreute Reaktionen hervor? Ein Leser muss irgendetwas Bestimmtes an sich haben, was bewirkt, dass er dieses Buch mit offenen Armen empfängt. Sein Leben, seine Psychologie, sein Bild von sich selbst. Es muss etwas sein, das tief in seiner Seele schlummert [..] – das einen bestimmten Leser dazu bringt, einem bestimmten Schriftsteller zu verfallen. (46)

Auf das erste Buch, „Und Nietzsche weinte“, wurde ich im Laden wegen seiner schönen Kompaktheit und dem schön Einband aufmerksam. So muss ein gutes Buch sich anfühlen! Und es fühlte sich nicht nur gut an! Danach bestellte ich auf Anhieb weitere 3 Bücher von ihm. Eins enttäuschte mich durch seinen trockenen Lehrbuchstil, aber im zweiten Teil wartet noch das Thema „Existentielle Psychotherapie“ auf mich, von dem ich mir mehr erwarte. Nun habe ich auch noch die „Reise mit Paula“ begonnen, einem erstaunlich selbstehrlichen Bericht über seine Beziehungen zu Menschen, die über das Psychotherapeutische weit hinausgehen.
Solche Bücher wollte ich schreiben können!

Mist, erst locken sie einen in eine Infrastruktur, die es kostenlos gibt, und dann… schnappt die Werbefalle zu. Ich hab heut erst zufällig gesehen, dass unter meinen Beiträgen jetzt Werbung stehen kann. Das kann ich nur abstellen, wenn ich bezahle.

Da ich das weder kann noch will, muss ich nun darüber nachdenken, von WordPress zu verschwinden. Lieber “miete” ich mir ein Stückchen ehrlichen Webspace (gibts das noch?), als dass ich so mit mir und meinen Leser_innen umspringen lasse. Meine alten Webseiten liegen auf www.thur.de, von einem Verein betrieben, der schon 1995 für Vereinsmitglieder (mit recht günstigem Monatsbeitrag) Webspace zur Verfügung stellte, als es nur Webspace für die ersten Firmenpräsentationen mit ca. 150 Mark/Monat offiziell gab.

Da ich den Umzug in der Offline-Welt grad gut hinter mich gebracht habe, sollte mir das in der Onlinewelt auch wieder gelingen ;-)

Ich habs ganz aus den Augen verloren, aber der Gerichtsprozess gegen den Erfinder des Konzepts “Global Scaling” ist zu Ende und das Gericht hat befunden, dass Hartmut Müller ein Betrüger ist. Nach einer Flucht bis Brasilien wurde er inzwischen gefasst.

GS

(Bild aus: http://blog.psiram.com/)

Es ist also noch viel einfacher, als ich es gedacht hatte, als ich mich monatelang ernsthaft mit seinem Konzept “Global Scaling” beschäftigt hatte. (mehr…)

Schon lange war absehbar, dass das kleine Pflänzchen Hoffnung, das sich mit dem zehnjährigen Erfolg des Erneuerbare-Energien-Gesetz am Anfang dieses Jahrtausends aufzurichten begann, ziemlich massiv unter Druck steht. Angeblich im Interesse der weiteren Bezahlbarkeit von Energie und im Interesse der Wirtschaft sowieso werden seit mehreren Jahren argumentative Nebelbomben geworfen, denen zu widersprechen immer ein ganzes Stück Arbeit und Anstrengung erfordert. Aber glücklicherweise gibt es dabei Unermüdliche und ihre Ausarbeitungen sind immer sehr wertvoll und verdienen ein genaueres Studium.

Deshalb will ich auch nicht weiter labern, sondern gleich weiter verlinken auf den neuen Solarbrief 3/2013 des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V., aus dem auch die treffende Karikatur ist:

Energiewende 2013

(“Keine halben Sachen, Altmaier! Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!”)

(Bildcopyright “copyright: sfv / mester”)

Hier gibts den ganzen Vortrag (eine Stunde):


Als ziemlich unbekannte meist-Internet-Autorin fiel ein Licht auf mich: ein Verlag fragte an, ob ich nicht bei ihm veröffentlichen wolle.

Was mich sofort hinderte, zuzusagen, war der hohe Verkaufspreis der Bücher – ab 20 Euro. Ich leide ja jetzt noch drunter, dass meine ersten Bücher nur zu hohen Preisen vom wenigstens als seriös bekannten LIT-Verlag und auch nur mit Mühen bestellbar sind.

Inzwischen habe ich mich im Internet ein wenig umgesehen. Der Verlag gehört zum AV Akademikerverlag und dieser wiederum zur VDM Publishing Group.

Der Rest ist unter dem eben genannten Link nachlesbar…

Wer meine Texte gedruckt haben möchte, kann sie sich gern selbst ausdrucken und wahrscheinlich stelle ich demnächst mehr gut ausdruckbar als pdf zur Verfügung. Manches wird vielleicht auch aus eBook ausgearbeitet…

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