Schon lange war absehbar, dass das kleine Pflänzchen Hoffnung, das sich mit dem zehnjährigen Erfolg des Erneuerbare-Energien-Gesetz am Anfang dieses Jahrtausends aufzurichten begann, ziemlich massiv unter Druck steht. Angeblich im Interesse der weiteren Bezahlbarkeit von Energie und im Interesse der Wirtschaft sowieso werden seit mehreren Jahren argumentative Nebelbomben geworfen, denen zu widersprechen immer ein ganzes Stück Arbeit und Anstrengung erfordert. Aber glücklicherweise gibt es dabei Unermüdliche und ihre Ausarbeitungen sind immer sehr wertvoll und verdienen ein genaueres Studium.

Deshalb will ich auch nicht weiter labern, sondern gleich weiter verlinken auf den neuen Solarbrief 3/2013 des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V., aus dem auch die treffende Karikatur ist:

Energiewende 2013

(“Keine halben Sachen, Altmaier! Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!”)

(Bildcopyright “copyright: sfv / mester”)

Hier gibts den ganzen Vortrag (eine Stunde):


Ich mache ja nicht besonders oft Werbung, und die pure Klick-Scheinbeteiligung bei vielen Onlinepetitionen usw. ist oft auch fragwürdig. Als ich voriges Jahr in Berlin meine Besuchsrunde machte, traf ich aber auch einen besonders interessanten Menschen, der seit vielen Jahren ein enormes Projekt im Internet vorantreibt, das “BUCH DER SYNERGIE”:

 

Achmed Khammas beteiligt sich nun bei der Projektvorstellung eines Förderpreises für Zukunftsideen und es ist möglich, für sein Projekt zu voten; und ich kann nur empfehlen, nach und neben einem ausgiebigen Stöbern in seinem Webprojekt mit diesem Klick ein wenig zum Fortschritt dieses Projekts beizutragen.

“Die Zukunft ist noch nicht geschrieben.
Die Zukunft ist immer das, was ihr daraus macht.
Also gebt euch ein bißchen Mühe!”
(Doc Emmet Brown)

Ein Vortrag der Zukunftswerkstatt Jena:

zw-5

Ein “Dauerbrenner” ist für unsre Zukunftswerkstatt Jena das Thema Klimawandel. Deshalb sammeln wir seit langem Informationen dazu und halten öfter Vortrage dazu. Hier die Folien eines Vortrags in Stuttgart:

zw-3

Wer sich jemals mit der sog. Grünen Ökonomie (Green Economy) beschäftigt, die derzeit als neue Losung für die Rio+20-Prozesse ausgerufen wird, sollte ein Beispiel immer mit bedenken: Die Wirklichkeit der Grünen Ökonomie in Mexiko. Andere Beispiele sind bekannt – ich möchte dieses nur erwähnen, weil eine Mexikanerin uns beim diesjährigen BUKO-Kongress in Erfurt davon berichtete (ich selbst war gar nicht in dem Workshop zu diesem Thema, erfuhr aber in einem anderen Workshop davon). (mehr…)

Da ich schon öfter einiges zur “Energiewende” geschrieben habe, möchte ich hier einige Links auf neuere Beiträge dazu setzen. Das Flaggschiff der deutschen Photovoltaik-Erfolgsgeschichte ist inzwischen gesunken, d.h. die Firma Q-Cells geht in Insolvenz. Natürlich wirken hier die normalen Konkurrenzgesetze des real herrschenden Kapitalismus – chinesische Solarzellen und -module sind – aus welchen Gründen auch immer – günstiger zu haben. Dass die Regierung da noch nachsetzt und die Rahmenbedingungen für die Photovoltaik-Entwicklung gefährlich einengt, ist aber politisch gewollt.

copyright: sfv /mester

Hier nun die Links: (mehr…)

„Mit unserem Vorschlag zur Photovoltaik-Förderung wollen wir die Zubaumenge … wirksam begrenzen“ - damit besiegelte der Umweltminister Röttgen (BMWI) seine Unterwerfung unter die Widersacher der Photovoltaik. In den Onlineausgaben der großen Blätter wird die „Lebenslüge Solarförderung“ schon längst als „Vergeudung“ und „Öko-Planwirtschaft“ gegeißelt. Die Solarindustrie dagegen schlägt Alarm gegen den „Solar-Kahlschlag“, bzw. das „Solarenergieschrumpfungsgesetz“.

Was ist geschehen?
(mehr…)

Schon lange zeigte sich, dass die angekündigte “Energiewende” von vornherein unter falschen Weichenstellungen litt. (vgl. Energiewende in die falsche Richtung, Warum ist Solarstrom gefährlicher für die Energiegroßkonzerne als Windstrom?). Nach einem kleinen verbalen Kleinkrieg wurde nun noch stärker auf die Bremse beim Ausbau der Photovoltaik getreten. Als Vorwand dient immer wieder die Finanzierung der Einspeisevergütung.

copyright: sfv /mester

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Ein Dauerbrennerthema bei uns in der Zukunftswerkstatt ist die Frage nach der Rolle der Art und Weise der Energieversorgung für die menschliche Entwicklung.

Die menschliche Geschichte ist – wenn wir den Entwicklungsstrang betrachten, der zur kapitalistischen Wirtschafts- und Lebensweise führte – ein Prozess, in dem “schrittweise ökonomisch effektivere Formen der Surplus-Produktion verwirklicht” wurden (Tjaden 1992: 16). Nach Tjaden besteht der grundlegende geschichtsbildende Widerspruch “zwischen menschlichen Lebensbedürfnissen und natürlichen Lebensbedingungen” und Geschichte bildet sich aus der „schrittweise erfolgreicher werdende[n] Handhabung dieses Widerspruchs“ (ebd.: 112). Dabei werden menschliche und natürliche Energien immer mehr konzentriert, bzw. kombinierend zusammengefasst für die jeweiligen Arbeitszwecke, wobei die Arbeitsfähigkeit wächst (ebd.: 55).

Neben Stoffumwandlungen spielen dabei vor allem auch Umlenkungen und Umwandlungen von Energieströmen und -ressourcen eine große Rolle. Angesichts der erreichten Grenzen der Nutzung fossiler Energiequellen und auch der absehbaren Grenze Aufnahmefähigkeit der erzeugten “Abwärme” liegt die Frage nahe, wie derartige ökologische Beschränkungen die menschliche Entwicklung in Zukunft beeinflussen. (mehr…)

Im vorigen Text wurde gezeigt, dass die menschliche Arbeit ein „physikalischer Prozeß der Energie- und Stofftransformation [ist], der sich unter bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen vollzieht“ (Schyga 1997).

Darauf verweist auch Barry Commoner (1977: 13). Er zeigt,

…“ daß Energieprobleme nicht zu lösen sind durch technologische Kunstgriffe, ausgeklügelte Steuerprogramme oder Flickwerk-Gesetzgebung. Die Energiekrise und der Knoten der technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen, in welchen sie verfranst ist, erfordern eine große nationale Anstrengung: um bessere Alternativen zu entdecken für die zutiefst fehlerhaften Institutionen, die bestimmen, wie die Ressourcen der Nation verwendet werden.“

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