Hier stelle ich die Links zum letzten großen Beitrag zur “Energiewende”, der in mehreren Teilen erschien, zusammen:

Alle Kapitel zu diesem Beitrag:

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Energiewende 2013

(“Keine halben Sachen, Altmaier! Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!”)

(Bildcopyright “copyright: sfv / mester”)

Strompreissenkung durch Anbieterwechsel 

 

Kommen wir nun zu dem, was wir tatsächlich bezahlen. Was geht alles in die Strompreise ein (zu den einzelnen Bestandteilen siehe auch Wikipedia):

  • Erzeugung, Transport und Vertrieb (incl. Netzentgelte, d.h. Entgelt für die Netznutzung)
  • Konzessionsabgabe (Abgabe für die Nutzung öffentlicher Wege für Stromleitungen)
  • EEG-Umlage (Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien im Stromsektor),enthält (2013) reine Förderkosten für Erneuerbare Energien, Entlastung von privilegierten Verbrauchern, Merit-Order-Effekt-Ausgleich, Marktprämie, Liquiditätsreserve )
  • KWK-Umlage (Umlage zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung)
  • § 19-Umlage (Umlagerung für Netzentgeltermäßigungen und -befreiungen für große Stromverbraucher, seit 2012)
  • Offshore-Haftungsumlage (Umlage für Entschädigungszahlungen und Ausgleichszahlungen für Offshore-Windenergieanlagen.)
  • Stromsteuer
  • Mehrwertsteuer

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Einerseits wird der Zugang zu nutzbarer erneuerbare Energie immer substantiell höhere Grenzkosten verursachen als das Kopieren von Informationen. Andererseits kommt in der derzeitigen Phase der Umstellung des Energiesystems noch ein gehöriger Aufwand hinzu. Es geht deshalb zur Zeit nicht nur um die direkten Kosten aus der EEG-Einspeisevergütung, sondern insgesamt sind zu leisten (vgl. Wirth 2014: 7):

  • Anpassung von Stromnetzen
  • Aufbau von Speicher- und Wandlerkapazitäten
  • Ab- und Umbau des fossil-nuklearen Kraftwerksparks
  • Aufbau schnell regelbarer Kraftwerke, insbesondere auf KWK-Basis.

Und hier gilt:

„Verursacher der Kosten für die Energiewende ist die Gesamtheit der Energieverbraucher, für die eine nachhaltige Energieversorgung geschaffen werden muss.“ (ebd.)

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Wenn man sich die Merit-Order-Strompreisbildung anschaut, so zeigt sich (hier speziell für den Intradaymarkt, also eine Form des kurzfristigen Handels bis zu einer Dreiviertelstunde vor der Lieferung) eine deutliche Preissenkung für sonnenstromintensive Zeiten:


Abb. 10: Sinken des Strommarktpreises mit wachsendem Stromangebot (PHOTON August 2011)

Ganz allgemein wird deshalb erwartet:

„Da viele EE variable Kosten von nahe Null haben, verdrängen sie Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken mit vergleichsweise hohen variablen Kosten aus der Merit-Order, so dass in Stunden mit hoher EE-Einspeisung Kraftwerke mit niedrigeren variablen Kosten preissetzend werden.“ (Fürsch et al, 2012).

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Die Sonnensteuer

Man hat ja oft gewitzelt über die „Steuer fürs Luftholen“: Jetzt ist es mit dem Licht so weit. Wer mit eigenen Solaranlagen seinen Strombedarf befriedigt, soll über 3 Cent pro Kilowattstunde bezahlen (Quelle). Damit geht ein wesentlicher Vorteil der erneuerbaren Energien, dass die „Rohstoffe“, also im wesentlichen Sonne und Wind, bisher „umsonst“ waren, verloren. Die Industrie wird natürlich wieder begünstigt, für sie kostet eine kWh selbst produzierter Solarstrom nur 1 Cent. (Nur Kleinsterzeuger mit einer Leistung bis zu 10 kW sollen davon ausgenommen werden).

Diese Sonnensteuer ist wohl der offensichtlichste Skandal in der „Energiewende“ weg von Erneuerbaren hin zu den Fossilen.

Begründet wird diese Ungeheuerlichkeit mit der angeblichen Sorge um die steigenden Strompreise, die angeblich vor allem durch die EEG-Umlage angetrieben werden. Kommen wir als zum derzeit wohl am meisten diskutierten Thema der Wende von der Energiewende. Kommen wir zu den Strompreisen.

Strompreispoker

Wenns an die Geldbörse geht, schweigt das ökologische Gewissen schnell. Auch wenns um den Klimawandel geht, ist uns das Hemd näher als der Rock… Die steigenden Strompreise sind deshalb ein gutes Argument, vor dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien als „Preistreiber“ zu warnen.
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„Wahlkampf ist Kampf um die künftige Energieversorgung.“
(Wolf von Fabeck)

Derzeit wird wieder eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beraten. Ich hatte in den letzten Monaten aufgehört, die energiepolitischen Wendungen zu kommentieren. Alle Befürchtungen sind eingetreten „…und es kam schlimmer“. Leider macht es Mühe, z.B. die Zusammensetzung der Strompreise oder auch nur der EEG-Umlage zu verstehen, erst recht, weil da politische Rahmensetzungen und verselbständigte Marktgesetze ineinander verflochten wirken. Ich möchte im folgenden einige Zusammenhänge erläutern, damit die Empörung über die steigenden Energiekosten nicht in eine Ablehnung der erneuerbaren Energien umschlägt und die Lügen und Halbwahrheiten bestimmter interessierter Kreise durchschaut werden können.

Abb. 1: „Höchste Zeit, dass er sich im offenen Wettbewerb behauptet…“(
Abb. 1: „Höchste Zeit, dass er sich im offenen Wettbewerb behauptet…“
(copyright sfv/mester)

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Schon lange war absehbar, dass das kleine Pflänzchen Hoffnung, das sich mit dem zehnjährigen Erfolg des Erneuerbare-Energien-Gesetz am Anfang dieses Jahrtausends aufzurichten begann, ziemlich massiv unter Druck steht. Angeblich im Interesse der weiteren Bezahlbarkeit von Energie und im Interesse der Wirtschaft sowieso werden seit mehreren Jahren argumentative Nebelbomben geworfen, denen zu widersprechen immer ein ganzes Stück Arbeit und Anstrengung erfordert. Aber glücklicherweise gibt es dabei Unermüdliche und ihre Ausarbeitungen sind immer sehr wertvoll und verdienen ein genaueres Studium.

Deshalb will ich auch nicht weiter labern, sondern gleich weiter verlinken auf den neuen Solarbrief 3/2013 des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V., aus dem auch die treffende Karikatur ist:

Energiewende 2013

(“Keine halben Sachen, Altmaier! Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!”)

(Bildcopyright “copyright: sfv / mester”)

Hier gibts den ganzen Vortrag (eine Stunde):

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