Wer sagt uns eigentlich, daß die scheinbare Welt weniger wert sein muß als die wahre? Widerspricht nicht unser Instinkt diesem Urteile? Schafft sich nicht ewig der Mensch eine fingierte Welt, weil er eine bessere Welt haben will als die Realität? (Nietzsche)

Nach anstrengenden Arbeitstagen in der real existierenden kapitalistischen Wirtschaftswelt konnte ich mich in der vorigen Woche mehrere Abende lang auf eine spannende Reise begeben. Ich las eine Anthologie, bei der nicht nur fertige Erzählungen verschiedener Autor_innen zusammengestellt wurden, sondern bei der die Autor_innen die Welt, in der ihre Geschichten spielen, gemeinsam entwickelt haben. Schon dieses Prinzip „Gemeinsame Weltenschöpfung und individuelles Schreiben“ ist recht innovativ.

Das gemeinsame explizite Thema ist das städtische Leben der Zukunft. Implizit wird der Inhalt jedoch vom Übergang zu einer neuen Produktions- und Lebensweise nach dem Zusammenbruch der jetzigen kapitalistischen Zivilisation bestimmt.
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Jemand hatte mich nach meinen Texten zum Alter(n) (insbesondere zur „Utopie des Alter(n)s“) auf das Buch „Schöne Aussichten fürs Alter“ von Dorette Deutsch aufmerksam gemacht (danke für den Tipp ;-) ). In diesem Buch versammelt sie Reportagen aus der Welt des Alterns. Sie beginnt mit der Vorstellung eines gelungenen Modellprojekts und alle anderen Berichte werden von dieser Perspektive der verwirklichten Utopie her beleuchtet. (more…)

Wir haben unser erstes diesjähriges Treffen in der „Zukunftswerkstatt Jena“ dazu genutzt, den Film „Pfade durch Utopia“ zu schauen. Dieser Film und das dazugehörende Buch gehörten zu meinen erfüllten Weihnachtswünschen:Pfade durch Utopia 1 (more…)

Ich werde dieses Jahr nicht so oft wegfahren, schließlich steht ein großer Umzug an. Aber wir erarbeiten für Jena eine Vortragsreihe, die im ersten Halbjahr stattfindet.

Mehr dazu gibts im Wiki der Zukunftswerkstatt Jena.

Zu einem Vorhaben für 2013 berichtete Reiner von unsrer “Zukunftswerkstatt Jena”:


In unserer KlimaNetz-Beratung im November kam die Frage auf, was wir als sehr wenige Personen, die sich im KlimaNetz Jena zusammengefunden haben denn nun konkret tun können, um den Klimawandel voran zu bringen. Die tatsächlichen Entwicklungen sind ja wohl eher dem von uns gewünschten Trend genau entgegengesetzt.
reicht das klima (more…)

firebee

Wie versprochen möchte noch über ein Erlebnis aus Wien berichten: Ich traf Mathias, den Leiter eines Open-Hardware-Projekts.

Leider fehlen mir Computerkenntnisse und auch -begeisterung, um vollständig nachempfinden zu können, warum sich Menschen damit abmühen, eine veraltete Variante eines kaum noch bekannten Computers selbst nachzubauen. Ich erlebte in den Achzigern, dass jemand in der DDR sich selbst einen Computer baute (und auch die Software dafür selbst schrieb). Der Zugang zu westlichen Industrieprodukten machte so etwas dann unnötig – das Herumbasteln vor allem an der unzulänglichen Software wurde dann eher als störend empfunden.

Jetzt treibt mich ein ganz anderes als ein nerdisches Computerinteresse zu diesem Thema: Die Art und Weise, wie sich Menschen zusammentun, selbständige Kooperationen organisieren und miteinander durch eine weltweite Vernetzung verbunden hochkomplexe Güter selbst herstellen, interessiert mich. (more…)

Ich hatte schon berichtet, dass wir nun endlich das dicke Bloch-Wörterbuch der Öffentlichkeit vorstellen konnten.

Bei mir sind inzwischen Prints meiner Beiträge (zu “Dialektik“, “Prozess” und “Subjekt-Objekt“) eingetroffen, wer mag, kann mich gerne anschreiben und ich schicke sie dann zu (mgl. gegen Briefmarkenspende o.ä.).

Inzwischen hab ich mich noch damit vergnügt, die gegenseitigen Verlinkungen in den Beiträgen graphisch darzustellen. Mit dem Programm yEd (Danke, Thomas für den Tip ;-) ) ging das ganz gut. Die Kategorien von Bloch, die einen Beitrag haben, bilden jeweils die Knoten und die Verbindungslinien kennzeichnen die Links von einem auf die anderen Beiträge. Solche schönen Muster entstanden:

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Mal schnell nebenbei… gehe ich heute auf einen Kommentar zu dem gestern genannten Beitrag ein, weil er mich interessiert. Es geht um den Kommentar 16 (leider kann ich nicht direkt auf den Kommentar mit dieser Nummer verlinken), der die Beziehung zwischen Produktionsverhältnissen und Eigentumsverhältnissen als Beziehung zwischen Inhalt und Form betrachtet.

Dazu nun ein (für Philosoph_innen) kürzerer Kommentar, der für Philosoph_innen eine “Anwendung” für Hegelianische Kategorienlehre bietet, für politisch Interessierte die Ergebnisse aus einem kurzen Eintauchen in die dialektische Werkzeugkiste vorstellt:

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Ich hatte zusammen mit Christian Siefkes einen Interview-Beitrag für die Zeitschrift “Widersprüche” geschrieben. Im Blog Keimform.de wurde er ebenfalls veröffentlicht und es begann eine rege Diskussion.

Hier meine Reaktion darauf (auch im Keimformblog):
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Ich erlebte den diesjährigen Einheits”feier”tag in guter Tradition: Mit Protesten gegen die Unterdrückung. Diesmal ging es in Jena um die fortwährende Zerstörung von alternativen Freiräumen insb. für eine nichtkommerzielle kulturelle Entwicklung.

Ich habe leider keine Fotos machen können, aber auf Jenapolis gibts einen Bericht mit Bildern (woher auch das hier verwendete Bild von Jürgen Michel stammt).

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