Mal schnell nebenbei… gehe ich heute auf einen Kommentar zu dem gestern genannten Beitrag ein, weil er mich interessiert. Es geht um den Kommentar 16 (leider kann ich nicht direkt auf den Kommentar mit dieser Nummer verlinken), der die Beziehung zwischen Produktionsverhältnissen und Eigentumsverhältnissen als Beziehung zwischen Inhalt und Form betrachtet.

Dazu nun ein (für Philosoph_innen) kürzerer Kommentar, der für Philosoph_innen eine “Anwendung” für Hegelianische Kategorienlehre bietet, für politisch Interessierte die Ergebnisse aus einem kurzen Eintauchen in die dialektische Werkzeugkiste vorstellt:

(more…)

Ich hatte zusammen mit Christian Siefkes einen Interview-Beitrag für die Zeitschrift “Widersprüche” geschrieben. Im Blog Keimform.de wurde er ebenfalls veröffentlicht und es begann eine rege Diskussion.

Hier meine Reaktion darauf (auch im Keimformblog):
(more…)


Gleich nach 1990 informierte ich mich heißhungrig über den über uns kommenden “real existierenden Kapitalismus”. Eine wichtige Informationsquelle über die Tücken, Fallen und Hintergründe aus dem Leben von Erwerbslosen wurde die Zeitschrift “quer”. Obwohl ich glücklicherweise persönlich eher nicht auf ihre Hinweise angewiesen war, war ich Abonnentin und reichte das Heft immer weiter.

Jetzt gibt es die “quer” für alle im Internet downloadbar. (more…)

Ich habe gestern schon über die Demo am 3.10. berichtet.

Kirsten hat mir ihren Redebeitrag für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Sie berichtet hier über die vielfältigen konkreten Anlässe für Ärger und Empörung…

Ich danke Kirsten für den Text:


Hallo Leute,

Ich bin ja gefragt worden als Ortsteilrätin von Jenas Stadtzentrum zur Stadtentwicklung hier zu sprechen. Keine Sorge, ich gehöre keiner Partei an, außer meiner eigenen, den Guten, und zu denen gehört ihr aus meiner Sicht auch. Ich identifiziere mich jedoch mehr mit der Szene, die sich hier versammelt hat und mit den Häusern, die mich über die zehn Jahre hier in Jena begleitet haben und die zum Teil uns schon verloren gegangen sind.
(more…)

Ebenfalls zum Themenblock „Gesellschaftskritik“ gehörte auf der Ferienuni Kritische Psychologie die Vorstellung und Kritik von Studien zur Verbreitung von kapitalismuskritischen „Einstellungen“ in der BRD. Guido Spiekmann stellte die Ergebnisse von zwei Studien dazu vor (siehe auch seine Veröffentlichung in der „Z.“ ). Erstaunlicherweise konnte aus der Beantwortung verschiedener Fragen bereits im Jahr 2003 (also vor der Krise) bei 58% der Befragten in der BRD eine „kapitalismuskritische“ Einstellung ermittelt werden. Solche Einstellungen gingen meist Hand in Hand mit der Zustimmung zur Demokratie und „nur“ bei ca. 17% mit einer Zustimmung zu rechtsextremen Einstellungen. (more…)

Wer sich jemals mit der sog. Grünen Ökonomie (Green Economy) beschäftigt, die derzeit als neue Losung für die Rio+20-Prozesse ausgerufen wird, sollte ein Beispiel immer mit bedenken: Die Wirklichkeit der Grünen Ökonomie in Mexiko. Andere Beispiele sind bekannt – ich möchte dieses nur erwähnen, weil eine Mexikanerin uns beim diesjährigen BUKO-Kongress in Erfurt davon berichtete (ich selbst war gar nicht in dem Workshop zu diesem Thema, erfuhr aber in einem anderen Workshop davon). (more…)

Nein, der Titel bezieht sich nicht auf das explosionsartige Sprießen des jungen Grüns in diesem schönen Frühling…, sondern um schnöde Politik.

In der Diskussion zu meinem vorletzten Artikel ging es wieder einmal um die Frage, welche Aussagen man über die Chancen treffen kann, dass trotz kapitalistischer Produktionsweise eine für das Überleben der menschlichen Zivilisation ausreichende Ökologisierung gelingen könnte oder ob doch diese Gesellschaftsordnung mit all ihren Grundlagen (Privateigentum an Produktionsmitteln, Umwandlung aller Güter, auch der Natur, in Waren etc….) in Frage gestellt und durch eine andere ersetzt werden muss.

(more…)

Bei den regelmäßigen Terminabsprachen in meinem Umfeld fanden sich drei Interessentinnen, die am 7.5. gemeinsam nach Weimar zu einem Vortrag von Gerald Hüther fuhren. Ich hatte mir bereits vorher die DVD mit einem Vortrag zum gleichen Thema (Mitschnitt von Bensheim) angeschaut und wurde trotzdem überrascht: Gerald Hüther sprach über dieselben Inhalte mit den gleichen Beispielen, aber die Reihenfolge und die Übergänge zwischen ihnen waren jeweils anders. Im Unterschied zu einem früheren Vortrag „Brainwash – Einführung in die Neurobiologie“ bezog er sich nur beiläufig auf neurobiologische Erkenntnisse. Er konzentrierte sich auf wichtige Hinweise für die eigene Lebensgestaltung und gelingende zwischenmenschliche Beziehungen unter dem Motto:

„Kreativität und Begeisterung statt Leistungsdruck und Stress -
wie wir es schaffen, das zu entfalten, was in uns steckt“
(more…)

Ein Vortrag von Tadzio Müller in Jena gibt mir einen Anlass, Bilanz zu ziehen aus 20 Jahren versuchter Ökologisierung des Kapitalismus.

Der Mythos von der „nachhaltigen Entwicklung“ wird seit 20 Jahren bemüht. Umweltschutzinteressierte mussten sich bereits damals entscheiden: Vertrauen sie darauf, dass die Bemühungen in Politik und Wirtschaft im Rahmen des sog. „Rio-Prozesses“ weitere Umweltzerstörungen verhindern und in einen neuen, „nachhaltigen“ Entwicklungspfad einschwenken könnten – oder gehen sie davon aus, dass ein solcher Richtungswechsel innerhalb des Pfads der kapitalistischen Wirtschaftsordnung gar nicht möglich ist und eine grundsätzliche Umgestaltung der Lebens- und Wirtschaftsweise notwendig ist? (more…)

Der folgende Film verdeutlicht nachdrücklich, dass die bisherigen Quellen des Wirtschaftswachstums zu Ende gehen und wir grundlegend neue Wege des Überlebens und der Entwicklung finden müssen:

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 28 Followern an