In der Abschlussrunde zu der von mir angebotenen Veranstaltung „Ums Menschsein geht’s…“ wurde als Vorwurf die Vermutung geäußert, die Kritische Psychologie sei „speziesistisch“ und von daher zu kritisieren.

„Speziesismus“ wird eine Haltung genannt, die erstens mindestens wesentliche Unterschiede zwischen Menschen und Tieren macht, zweitens aus diesen Unterschieden auf eine höhere Wertigkeit für die Menschen (und dementsprechend eine niedrigere für die Tiere) schließt ableitet und drittens aus dieser höheren Wertigkeit der Menschen eine Legitimation für Ausbeutung und Tötung tierischen Lebens ableitet. (more…)

Nach der Mitteilung der Probleme, die die auf der Veranstaltung anwesenden Personen gerade so mit sich und der Welt haben, wurden nun Hinweise gesammelt, wie die Einzelnen jeweils üblicherweise damit umgehen.

Was tust Du (üblicherweise) dagegen/damit?

Folgende Antworten wurden gegeben: (more…)

Am vorigen Mittwoch fand dann meine eigene Veranstaltung auf der AlterUni in Jena statt. Ich stellte die Hauptgedanken aus der Kritischen Psychologie vor, begann aber die vorbereitete Powerpoint-Präsentation mit zwei Fragen. Ich möchte hier diese Fragen ebenfalls stellen und die bei der Veranstaltung gegebenen Antworten vorstellen. Vielleicht möchtet Ihr diese Antworten in den Kommentaren aus Eurer Sicht ergänzen? Es handelt sich um ein Brainstorming, d.h. es werden nur Angaben gesammelt, nicht diskutiert und gegenseitig bewertet.

Nun zu der ersten Frage:

Welche Probleme bedrängen Dich gerade?
(more…)

Links zu Berichten einzelner Veranstaltungen siehe unten in diesem Beitrag.


In der nächsten Woche, also vom 16. bis 20. Juli 2012 findet in Jena wieder eine sog. “Alternativ Uni” statt. Solch eine selbst gestaltete Studienwoche hat es schon mehrmals gegeben und die “Zukunftswerkstatt Jena” und ich waren auch meist zumindest inhaltlich mit beteiligt.


(more…)

Meine eigene Veranstaltung beim „Symbiosium. Tage der außerordentlichen Psychologien“ fand am Ende des ersten Tages statt. Ich war selber schon etwas knülle, die Räume waren sehr stickig und überhitzt -also alles andere als einfach. Ich hatte eingeplant, die Anwesenden gleich zu Beginn in das Thema mit einzubeziehen – dafür gabs dann am Ende wenig Diskussionen.
(more…)

Ich war beim „Symbiosium. Tage der außerordentlichen Psychologien“ natürlich auch nicht bei allen Veranstaltungen und kann hier sowieso nicht die ganze Fülle der Informationen und Eindrücke wiedergeben. Weil ich weiß, dass andere, die besonders an der Kritischen Psychologie interessiert sind, diesen Blog lesen ;-) , möchte ich zum Beitrag von Daniel Sanin mehr berichten. (more…)

Bei den regelmäßigen Terminabsprachen in meinem Umfeld fanden sich drei Interessentinnen, die am 7.5. gemeinsam nach Weimar zu einem Vortrag von Gerald Hüther fuhren. Ich hatte mir bereits vorher die DVD mit einem Vortrag zum gleichen Thema (Mitschnitt von Bensheim) angeschaut und wurde trotzdem überrascht: Gerald Hüther sprach über dieselben Inhalte mit den gleichen Beispielen, aber die Reihenfolge und die Übergänge zwischen ihnen waren jeweils anders. Im Unterschied zu einem früheren Vortrag „Brainwash – Einführung in die Neurobiologie“ bezog er sich nur beiläufig auf neurobiologische Erkenntnisse. Er konzentrierte sich auf wichtige Hinweise für die eigene Lebensgestaltung und gelingende zwischenmenschliche Beziehungen unter dem Motto:

„Kreativität und Begeisterung statt Leistungsdruck und Stress -
wie wir es schaffen, das zu entfalten, was in uns steckt“
(more…)

Meinen Vortrag beim Workshop in Göttingen möchte ich hier nicht vollständig verschriftlichen, sondern nur einige Stichpunkte daraus machen. Es war eine Kurz-Kurz-Fassung von vielem, was ich schon oft zum Themenkomplex „Kritische Psychologie“ geschrieben und vorgetragen habe. Es gibt hier lediglich Stichpunkte:

Ausgangspunkt: Unterscheidung: Außenstandpunkt/“Gottesauge“-Perspektive („wertfreie“ Soziologie, Psychologie als „Kontrollwissenschaft“) versus Subjektstandpunkt (Eingreifende Sozialforschung, Kritische Psychologie).
(more…)

Innerhalb eines Wochenendseminars zum Thema „Herrschaftskritik“ war ich am zweiten Adventswochenende von der Grünen Jugend Niedersachsen eingeladen worden, einen Workshop zum Thema „Der soziale Mensch“ zu gestalten. Dieser Workshop sollte den Auftakt der Veranstaltung bilden, was mir ganz recht war, weil ich mir natürlich erhoffte, dass mein Input dann noch weiter inhaltlich verwendet werden kann. (more…)


Im vorigen Beitrag über eingreifende Sozialforschung wurde bereits davon ausgegangen, dass Studien über menschliches Verhalten unbedingt die Subjektivität von Menschen berücksichtigen müssen. In dem Beispielprojekt von Frigga Haug figurierten die einzelnen Menschen noch als Element einer spezifischen Gruppe von „Normalerwerbstätigen“, „Autonomen“ oder auch „Gewerkschaftsfunktionären“. Dabei kamen jeweils auch individuelle Begründungen für Meinungen zur Sprache, wurden jedoch nicht systematisch thematisiert oder in den Mittelpunkt gestellt. Wenn wir dies konsequent tun, wird sich zeigen, dass eine Forschung über (andere) Menschen von vornherein in die Irre leitet und stattdessen eine „Theorie zur Selbstverständigung von Menschen“ (Markard 2007) benötigt wird. (more…)

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 28 Followern an