Heute sitze ich mal nicht nachts an meinem Schreibhockerchen, sondern schwänze einen Veranstaltungsblock und sitze beim Schreiben über die Ferienuni Kritische Psychologie gemütlich im Infozelt… und stelle den Text abends schon ins Netz, während die anderen noch beim Aufräumen sind. Ferienuni 2014_3

Am Vormittag war ich im Workshop mit Morus Markard über Subjektive Erfahrung, gesellschaftliche Strukturen, Verallgemeinerung. Methodische Grundfragen einer Psychologie vom Standpunkt des Subjekts.

Er sieht die drei genannten Begriffe „Subjektive Erfahrung“, „gesellschaftliche Strukturen“ und „Verallgemeinerung“ in einer Beziehung die dem Zusammenhang von Individuellem, Allgemeinem und dem Prozess der Vermittlung zwischen diesen beider entsprechen.
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Ich sitze heute schon vor Mitternacht an diesem Bericht über die Ferienuni Kritische Psychologie und es wird immer deutlicher, dass ich nur sehr geringfügige Bruchteile des Erlebten und Erfahrenen irgendwie aufschreiben kann.
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Die erste Erfahrung machte ich bei meinem Dialektikvortrag bei einer Nachfrage nach dem Interesse bezüglich der Beziehung der Dialektik zur Kritischen Psychologie: Die Variante, bei der ich vorschlug, die jeweiligen Gegenbegriffe der Kritischen Psychologie, die sich aus den beiden Richtungsbestimmungen der Handlungsfähigkeit (der restriktiven und der allgemeinen) ergeben, könnten mal nach allen „Regeln“ der Kunst der dialektischen Argumentation untersucht werden. Dazu habe ich nun gar nichts vorbereitet… !!! (mehr…)

Ich habe lange überlegt, wie ich den heutigen Blogbericht betitele. Es gab leider gar keine so passenden Ideen aus den Veranstaltungen der Ferienuni Kritische Psychologie und sie waren auch inhaltlich ziemlich unverbunden, außer einen mehr als vagen Bezug auf die Kritische Psychologie.

Zuerst ging es um die„Verallgemeinerte Handlungsfähigkeit in der Produktion. Ganzheitliche Produktionssysteme und Industrie 4.0“. Mich hat das Stichwort Industrie 4.0 in diese Veranstaltung gelockt, denn ich wollte nun endlich mal wissen, wie man diesen neuen Trend einschätzen und bewerten kann. Aber das spielte überhaupt gar keine Rolle, dafür wurden alte Hüte aus den in den 90er Jahren neuen Managementsystemen, die seit 2003 häufig unter der Bezeichnung „Ganzheitliche Produktionssysteme“ zusammen gefasst werden, geschildert. Das war für Neulinge auf diesem Gebiet sicher gut, aber dafür war ich nicht gekommen. Wie die Arbeitsgruppe des Referenten in Jena nun diese Situation beforscht und dies sogar noch mit kritisch-psychologischem Anspruch, kam erst am Schluss zu unsystematisch zu Wort. (mehr…)

Ferienuni 2014_1Für mich stand der heutige Tag der Ferienuni Kritische Psychologie unter dem Motto „Kritische Psychologie in eigener Sache“. Diese Formulierung stammt von Kurt Bader, einem Plenumsteilnehmer auf dem ersten Workshop.

Dies war der Workshop „Keine richtige Lebensführung im Falschen“. Aktive der AG Lebensführung berichteten darüber, wie sie in verschiedenen Gruppen und Projekten nicht mehr nur theoretisch über ein Denken und Handeln debattieren, das Behinderungen und mögliche Überschreitungen benennt, sondern die vorhandenen Kategorien und Konzepte der Kritischen Psychologie auf ihr eigenes Handeln anwenden. Dies scheint für die Kritische Psychologie nicht so selbstverständlich zu sein, was für mich sehr verwunderlich ist, denn dieses Anliegen der Selbstanwendung des Konzepts auf die eigene Praxis war für mich von vornherein selbstverständlich und ich war bei den vorigen Ferienunis etwas konsterniert, dass das vielen Aktiven in diesem Bereich ziemlich fremd zu sein schien. Auch jetzt ist diese Sichtweise und die Praktizierung der „Kritischen Psychologie in eigener Sache“ nur die Sache einer wohl nicht allzu großen Gruppe. (mehr…)

Eröffnung

Es ging heute angenehm locker los bei der Ferienuni Kritische Psychologie 2014, die seit heute 5 Tage lang an der FU Berlin stattfindet. Die Begrüßung durch das Vorbereitungsteam war begleitet durch Fragen an die ca. 200 Teilnehmenden an der Auftaktveranstaltungen. Dabei wurde deutlich, dass die allermeisten zum ersten Mal an einer solchen Ferienuni teilnehmen und Psychologiestudierende sind. Ich war etwas erstaunt, dass insbesondere die beiden letzten Ferienunis, die vor 2 und vor 4 Jahren nach einer längeren Pause stattfanden, nicht mehr damals Teilnehmende heute auch wieder angelockt haben. (mehr…)

Das Vorgehen bei Gesprächen zur Sozialen Selbstverständigung sollte drei Hauptphasen enthalten. Zuerst wird das Problem im Bereich des Erfahrbaren, des Unmittelbaren vorgestellt. Danach erfolgt im Gespräch die Überwindung des Unmittelbaren und die vermittelte Bezugnahme auf allgemeinere gesellschaftliche Bedingungen. Im Lichte der erkannten verallgemeinerten Möglichkeitsräume zeigt sich auch das Unmittelbare danach in einem neuen Licht. Kurz formuliert geht es „vom Unmittelbaren ins Abstrakte und weiter in die begriffene Unmittelbarkeit“ (vgl. Wetzel 1999: 209).

1. Beginn (mehr…)

Wenn wir in einer Welt leben, die kurz vor einem Umbruch steht, und wenn wir wollen, das Menschen zu wirklichen Subjekten ihrer Weltveränderung und -gestaltung im gesamtgesellschaftlichen Maßstab werden, dann geht es nicht ohne eine Praxis der Vermittlung zwischen Individuum und Welt, die zumindest nicht zurückfällt hinter das, was ich aus der Kritischen Psychologie als konzeptionelle und kategoriale Inhalte kennen gelernt habe.

1. Bedingungen (mehr…)

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