Hiddinghausen 2014_4 Unsere Lebensführung spielt sich jedenfalls noch in einer besonderen gesellschaftlichen Form ab, die mit dem Wort „Kapitalismus“ zu kennzeichnen ist. In dem ersten Input wurde ausgeführt, inwieweit der sich als Dominanz der Exklusionslogik zeigt.

Bei der In- und Exklusion geht es jeweils um einen Ein- und Ausschluss von Einzelnen oder Gruppen. Dabei kann man nicht davon ausgehen, dass Inklusion und Exklusion starr voneinander getrennt wären und etwa dem Kapitalismus die Exklusion entspräche und der freien Gesellschaft die Inklusion. Nein, letztlich sind sie keine getrennten Zustände, sondern sie „bilden ein (meistens dynamisches) Verhältnis“. Im Kapitalismus jedoch ist die Inklusion der Exklusion untergeordnet. Inklusion ist häufig Mittel zur erfolgreichen Exklusion (man tut sich im Internehmen zusammen, um gegen andere zu konkurrieren; die Gemeinschaft der Familie schließt andere Beziehungsformen aus…). Typisch für den Kapitalismus ist jedenfalls ein dynamisches Verhältnis von In- und Exklusion, bei dem sich die einen systematisch auf Kosten der anderen durchsetzen. (mehr…)

Am Freitag Vormittag des Seminarwochenendes in Hiddinghausen legten zwei Inputs die inhaltlichen Grundlagen. Der erste Input brachte die Themen des vorigen Jahrestreffens in Hiddinghausen in Erinnerung, als es um das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft mit seinen vielfältigen Vermittlungen und die Zielbestimmung einer commonbasierten bzw. commonsschaffenden Wirtschaft ging.

Interessant fand ich die Betrachtungsweise, die den Kommunismus nicht erst als Phase nach dem Kapitalismus, sondern bereits in aller Geschichte als vorhanden ansieht. Der Begriff des Kommunismus bezieht sich dabei auf menschliche Potenzen. Hiddinghausen 2014_3

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Am Donnerstag Abend, also am 29. Mai, waren fast alle gut angekommen, hatten ihre Betten bzw. Matratzen in Beschlag genommen, gut gegessen und dann gings schon los mit dem ersten Beisammensein. Insgesamt war eine interessante Mischung an Menschen gekommen. Eigentlich alle kannten schon einige andere.

Das „Kennenlernspiel“ bestand nun darin, ein Seil jeweils von einer Person zu einer anderen zu werfen, und die werfende erzählte dann, woher sie die andere, zu der sie das Seil geworfen hatte, kennt. Am Schluss waren wir alle miteinander verbunden, alte und neue Bekannte. Das Netz zwischen uns war ein schönes, tragfähiges Bild. (mehr…)

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“Hiddinghausen” ist zum Zeichen geworden für eine besondere Tankstelle, an der man Lebensfreude und spannendes neues Wissen tanken kann. Fast jedes Jahr, zu Himmelfahrt oder Pfingsten, treffen sich in einem urigen ehemaligen Gasthaus im Ort namens Hiddinghausen zwei Dutzend Menschen auf der Suche nach intensiven menschlichen Kontakten, nach Selbstorganisierung und spannenden Seminaren zum Themenkreis Kritische Psychologie und gesellschaftliche Transformation.

In diesem Jahr hieß das Thema „Lebensführung und Emanzipation“. (mehr…)

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An dieser Stelle sammle ich die Links zu den folgenden Beiträgen über das Wochenende zum Thema “Lebensführung und Emanzipation” in Hiddinghausen 2014:

Vorige Woche gabs wieder mal einen Vortrag von mir, der ganz stark auf den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt Jena beruht:

SEG.giif

Ein weiterer Kommentar zu meinem Beitrag „Das Einüben der Ent-Unterwerfung“ bezieht sich auf eine Bemerkung von mir in vorangegangenen Kommentaren:

„Wie du die Unterdrückung deiner Emotionen für die gemeinsame Sache mit der Kritischen Psychologie denkst, würde mich sehr interessieren. Ich schlag mich gerade mit dem Emotions/Motivationskonzept herum, und so richtig will das nicht in meinen Kopf.“

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