Für das Sterben sind die 5 Phasen nach Elisabeth Kübler-Ross recht bekannt. In ähnlicher Weise versucht Otfried Höffe (2012: 217) für das Altern verschiedene Phasen zu finden und stellt drei Phasen vor. Ich sehe nicht so sehr, dass sie bei je einem Menschen nacheinander folgen, sondern eher unterschiedliche Räume für idealtypisch-mögliches Verhalten beim Alter(n) darstellen. Beim „resignativen Altern“ werden nur die physischen und sozialen Verluste wahrgenommen. Beim „abwägend-integrativen Altern“ wenden sich die Menschen altersgerechten Interessen und Beziehungen zu. Mit Ernst Bloch gesprochen zieht das „Wunschbild Überblick, gegebenenfalls Ernte“ ein. Beim „kreativen Altern“ wird der neuen Lebensphase ihre Eigenart gelassen und ihr Gewinn wird wahrgenommen.
Welcher Gewinn könnte das sein? Welchen Sinn hat das Altwerden?



