Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das “Tagebuch”, das zum “Virtuellen Philosophenstübchen” gehört. Längere Texte werden also nach wie vor im Philosophenstübchen abgelegt, aber hier gibts aktuelle Infos, womit ich mich gerade beschäftige. Und es kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei ;-)

Viele Grüße
von Annette


Hitze
Es ist heiß an diesem Wochenende. Nach einem recht kühlen Frühsommer knallt uns eine unerbittlich heiße Sonne in den Juli hinein. Jede Bewegung treibt den Schweiß hervor und vor dieser Hitze gibt es kaum Fluchtmöglichkeiten. Über 40° Celsius an mehreren Tagen hintereinander – die Reporter sprechen bereits vom „Allzeithoch“. Wissen die etwa schon, dass die Zeiten bald enden werden? Was wissen sie denn schon von „allen Zeiten“? Sie werden sich genau wie jene blamieren, die gleich zu Anfang des Jahrhunderts von „Jahrhundertfluten“ schwätzten. (mehr…)

Zu den Themen, die wir als Zukunftswerkstatt Jena derzeit für unser neues INFO 2015 bearbeiten, gehört das Thema “Anthropozän und Planetare Grenzen”, die den Problemhorizont, vor dem die Menschheit steht, beleuchten. Dazu gibts jetzt neben den Texten auch ein Poster und eine Präsentation:


Poster
Poster Anthropozän und Planetare Grenzen

PräsentationPräsentation Anthropozän und Planetare Grenzen


Erläuterungen in Textform gibt es bereits (Teil 1, Teil 2).

Wer sich darüber informieren oder gar mitmachen möchte, kann sich in unserem Wiki darüber informieren.

Viele der bereits 1972 im Bericht an den Club of Rome diskutierten „Grenzen des Wachstums“ sind bereits überschritten. Es geht dabei nicht nur um den Verbrauch vorhandener Ressourcen, sondern vor allem die Grenzen der Selbstregulierung vieler Stoff-, Energie- und ökologischer systemischer Netzwerke wurden überschritten.

Um dies darzustellen, wurde von Rockström und anderen vom Stockholm Resilience Center (Rockström et al. 2009a, Rockström et al. 2009b, Rockström et al. 2009c, Rockström 2015, siehe auch Steffen et al. 2004) das Konzept der „Planetaren Grenzen“ entwickelt. Diese Grenzen kennzeichnen das Maß, an dem die Belastbarkeit der Regulationsprozesse, die sogenannte „Resilienz“, überschritten wird. (mehr…)

Anthropozän_0

(Abb aus: Rockström 2015)

Seit Beginn des neuen Jahrtausends wird öfter ein neuer Begriff genannt, um die Brisanz der Gefahren, die heute auf die menschliche Zivilisation lauern, zu kennzeichnen. Gleichzeitig schimmert in diesem Begriff noch etwas von der Selbstermächtigung, die uns zu Herren (und Herrscherinnen) über die Natur zu machen versprach. Gemeint ist das Wort “Anthropozän”.

Das „Anthropozän“ bezeichnet (nach Crutzen und Stoermer 2000: 17f.) das aktuelle Zeitalter, in dem die Menschheit zu einer maßgeblichen gestaltenden Kraft auf der Erde geworden ist. Ob das eine gute Botschaft ist oder eine schlechte, können wir vielleicht gerade jetzt noch entscheiden… (mehr…)

Als ich ein Votum zum Stichwort “Mensch-Natur” für das Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus erarbeitete, fiel mir bei dem vorliegenden Textentwurf auf, dass die erwähnte Literatur zu diesem Thema in den 70er Jahren mit Vertretern des sog. “westlichen Marxismus” endete. Dabei war mir sehr gut in Erinnerung, dass wir in unserem FDJ-Klub bei der Beschäftigung mit den sog. “Globalen Problemen der Menschheit” durchaus auf der Basis von recht guten theoretischen Vorarbeiten aus der DDR-Philosophie arbeiten konnten.

Titelbild eines 1984 erstellten “Infos” aus Jena

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Vor einigen Tagen erinnerte mich ein Fernsehbericht daran, dass ich mir schon längst ein Buch besorgen wollte, das die Erziehungspraxis in deutschen Haushalten wohl jahrzehntelang schwer beeinträchtigte. Es geht um Johanna Haarers „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ aus dem Jahr 1933. Es kann wahrscheinlich helfen, Konflikte und Leiden aufzuklären, die mit Gefühlskälte und verdrängten und unbefriedigten Bedürfnissen zusammenhängen. Die letzte Tochter, Gertrud Haarer, hat nun ein Buch vorgelegt: „Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind“. (mehr…)

Sepideh
Zum zweiten Mal habe ich mir den Film “Sepideh – ein Himmel voller Sterne” angeschaut. Die Geschichte dieses iranischen Mädchens geht mir sehr nahe, denn ich finde mich zum großen Teil in ihr wieder.

Glücklicherweise hatte ich mehr Glück mit meinem Geburtsland. In der DDR hatte ich soziale Sicherheit und alle Unterstützung, die ich mir wünschen konnte. Abitur zwar auf einem Umweg, dann Physikstudium… mein Brief an einen berühmten Astronomen wurde auch freundlich mit der Zusendung eines Buches beantwortet… (erst die “Wende” stoppte meinen Weg dahin, meine Berufung auch zum Beruf machen zu können).
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