Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das „Tagebuch“, das zum „Virtuellen Philosophenstübchen“ gehört. Längere Texte werden also nach wie vor im Philosophenstübchen abgelegt, aber hier gibts aktuelle Infos, womit ich mich gerade beschäftige. Und es kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei😉

Viele Grüße
von Annette



Es ist ja schon lange ein Trauerspiel mit der angestrengten Verhinderung eines Umstiegs auf Erneuerbare Energien. Ich hab mich schon öfter mal dazu ausgelassen (2009, 2011, 2012, 2014, 2015), aber es ist ermüdend. Man braucht nicht mehr viel zu analysieren, die Großkonzerne haben sich wieder mal durchgesetzt. Zur aktuellen Verabschiedung des EEG 2016 gibt es eine Presseerklärung des Solarenergie Fördervereins, die alles Wichtige benennt.

Wer die traurige Geschichte der Abwicklung des einst so hoffnungsvollen Erneuerbare-Energien-Gesetzes noch mal Revue passieren lassen möchte, aber nicht gleich ins Heulen kommen will, dem sei hier noch die Sammlung entsprechender Karikaturen des eben genannten Vereins empfohlen:

Karikaturen zur Energiewende


Ich hatte mich in den letzten Wochen durch meine Bibliothek gelesen und einiges von den Ergebnissen habe ich am vorigen Wochenende in Wien bei einem Workshop vorgestellt. Die Vortragsfolien lassen sich bei Slideshare aufrufen

 

 

Gedankenexperiment

Buchcover

Beim Wiederlesen einiger utopischer Romane bei der Beschäftigung mit dem Thema einer geldfreien Utopie stieß ich wieder auf den Roman von Angela und Karlheinz Steinmüller: „Andymon“ aus der DDR von 1982. Das Thema „Geld“ gibt es dort gar nicht, so selbstverständlich geht’s auch ohne. Wenn man auf der Suche nach gesellschaftlichen Möglichkeiten außerhalb ausgetretener kapitalistischer oder realsozialistischer Pfade ist, gibt es in diesem Roman viele Anregungen.

Weiterlesen im Keimform-Blog…

FlutEs gießt wie aus Strömen. In unsrer Region braucht der Boden das sogar noch. Aber seit Tagen geistern Unwetterberichte durch die Medien. Das spielt sich nicht mehr ganz weit weg ab, sondern fast nebenan. Ich überlege automatisch: War ich in der Gegend schon mal, die da grad genannt wird? Habe ich Bekannte dort, ist jemand von den Freunden grad da unterwegs? Und die Toten waren Leute wie Du und ich, ich habe nicht nur schemenhafte Vorstellungen von ihnen. Es wird von „zerstörten Existenzen“ derer berichtet, die ihr Leben noch retten konnten. Nein, es geht uns nicht mehr gut. Das Elend ist nicht mehr weit weg. Die Einschläge, mit denen wir auch wir existenziell bedroht werden, kommen immer näher und sie werden immer häufiger.

Ist das nur Zufall oder schlägt da der Klimawandel zu? Müssen die Betroffen nun einfach nur tapfer weiter machen oder sollten wir alle darüber nachdenken, was an unserer Lebensweise mit dazu beiträgt, solch verheerende Unwetter zu erzeugen? (mehr …)

utopia_farbig
Schon in der begriffsprägenden Geschichte „Utopia“ von Thomas Morus können die „Utopier“ auf Geld verzichten. Denn das Geld bringt nur Übel in die Welt:

„Denn wer sieht nicht, daß Betrug, Diebstahl, Raub, Streit, Aufruhr, Zank, Aufstand, Mord, Verrat und Giftmischerei […] mit der Beseitigung des Geldes alle zusammen absterben müssen und daß überdies auch Furcht, Kummer, Sorgen, Plagen und Nachtwachen in demselben Augenblick wie das Geld verschwinden müßten? Ja, selbst die Armut, deren einziges Übel doch im Geldmangel zu liegen scheint, würde sogleich abnehmen, wenn man das Geld künftig überhaupt beseitigte.“

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backup
Ich fragte vorgestern nach Science Fiction Romanen, in denen eine Gesellschaft ohne Geld vorgestellt wird. Einer davon ist „Backup“ von Cory Doctorow. Sein Anti-Held Julius „lebte lange genug, um in den Genuss der Unsterblichkeit zu gelangen“, denn durch ein ständig erneuertes Backup des Gedächtnisinhalts kann jede Person nach dem Sterben ihres aktuellen Körpers in einem neuen Klonkörper wieder „auferstehen“. Julius erwischt es auch bald, er wird erschossen und findet sich in den Konkurrenzkampf zweier Fahrgeschäfte in Disneyworld verwickelt, in dem er bald selbst eine unschöne Rolle spielt. (mehr …)

geldfrei

Es gibt recht viele Versuche, sich von Geld zu befreien. Eine entsprechende Googlesuche landet immer wieder auf Berichten von Menschen, die eine Reise lang oder eine gewisse Zeit ohne Geld zu leben versuchen.

Diese individualistischen Lösungen passen gut zum individualistischen Zeitgeist – an „große Erzählungen“ mit der Vision eines „geldfreien Lebens für alle“ traut sich kaum jemand heran. Oder kennt Ihr aktuelle Geschichten und Romane, die sich der Aufgabe stellen, eine Welt ohne Geld zu erdenken und möglichst noch so, dass sie nicht in Wolkenkuckuckheim verankert ist, sondern sich auf unserer Erde in nächster Zukunft verwirklichen könnte?
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