Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das „Tagebuch“, das zum „Virtuellen Philosophenstübchen“ gehört. Ich nutze das alte Philosophenstübchen kaum noch, sondern lege auch längere Texte hier ab (meist in verschiedene Beiträge unterteilt). Hier kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei 😉

(Weniger Freude dürfte das neue Protokoll einer Selbst-Zerstörung bringen…)

Viele Grüße
von Annette

P.S. Von aller Werbung auf meinen Seiten distanziere ich mich!
(Die wird eingeblendet, weil ich nicht bereit bin, für den Verzicht auf Werbung noch zahlen zu  müssen…)

 

Weil grad nicht viel zu lesen kommt – hier ein Bildchen von Weihnachten…

 

Die Jahreszahl hat wieder mal gewechselt. Ich habe verschiedene Neujahrsgrüße geschrieben und ausgesprochen und möchte auch wieder hier allen

Alles, Alles Gute

wünschen fürs neue Jahr mit der schönen Zahl

2020.

javblubr

Eine frühere Klimabewegung hat das Jahr 2020 vorausgesehen als Jahr, in dem der  Misserfolg der Bekämpfung des Klimawandels offensichtlich wird:

Und tatsächlich: Für ein Vermeiden des Anstiegs der Temperatur auf über 1,5 Grad ist es jetzt schon zu spät, wenn man nicht auf das Versprechen der Beseitigung von CO2 in späteren Jahren/Jahrzehnten setzen will und wenn man die noch möglichen Emissionen weltweit gerecht verteilen würde.

Das letzte Vierteljahrhundert, seit die Problematik bekannt ist, und seitdem man hätte umsteuern können, ist mit zu wenigen Ergebnissen verflossen. Die nächsten Jahrzehnte werden zeigen, ob wir wenigstens mit den nun unvermeidlichen Folgen (Unwettern, Mißernten… ) vernünftig umgehen lernen oder ob die Zivilisation den Bach runter geht…

Tut mir leid, hoffnungsvoller bin ich nicht bei diesem Jahrzehntwechsel…

Hier gibts noch eine Vertonung der Temperaturkurve der Erde:

Song

 

 

 

 

Die Parents  For Future Jena haben eine Initiative gestartet:

Verzichten wir doch auf die feinstaubschleudernden Böller und unterstützen statt dessen ein Baumpflanzungsprogramm:

 

 

Es liegt nahe, die erste Forderung der Bewegung „Extinction Rebellion“ (XR) auch auf sie selbst anzuwenden. Sie lautet: „Sag die Wahrheit“ (vgl. Read 2019). Es wird, wie ich schon einmal berichtete, geredet über XR, spätestens seit den Oktobertagen. XR selbst wird einerseits nachgesagt, in ihr würde alles „zentral vorgegeben“ (Ditfurth 2019); andererseits erlebe ich aus der Innenansicht ein ziemliches Durcheinander an Debatten und Diskussionen. In einer noch recht neuen Bewegung sollte es normal sein, dass vieles noch nicht festgelegt ist und dass viele mitreden. So ist es derzeit auch. Kritik kommt dabei nicht nur von außen, sondern letztlich viel sachgerechter auch von innen. Einiges davon habe ich in den letzten Tagen gelesen und davon möchte ich – recht verkürzt natürlich – berichten.

Seit ich diesen Text begonnen habe, ist viel passiert. Leider treten schon viele aus, anderswo wie in Jena, wurden Diskussionen angestoßen, deren Ergebnis noch offen ist. Mein Beitrag soll dazu führen, die Bewegung stärker und erfolgreicher zu machen, nicht die Herausforderungen, die mit ihrer Entwicklung verbunden sind, abzuwehren. Allerdings wird die Bewegung nur dann stärker und erfolgreicher, wenn sie sich entsprechend den Bedingungen und Erfahrungen auch entlang von externen und internen Kritiken als ausreichend wandlungsfähig erweist. (mehr …)

Rechte Ideologien in Klima- und Umweltschutz

Wer verstanden hat, dass die (Um-)Weltzerstörung nicht ewig weiter gehen kann, ohne dass die Grundlagen allen Lebens und damit auch von uns gefährdet werden, versteht meist, dass sich etwas grundlegend ändern muss. Bei der Frage, was sich wie ändern muss, werden die Überlegungen aktiviert, die man sowieso schon darüber hat, was anders werden sollte. Linke Konzepte verweisen darauf, dass die Ursache für Ausbeutung und Unterdrückung in aller Welt und die Ausgrenzung jeweils Schwächerer oder „Anderer“ und für die Zerstörung der Lebensgrundlagen die gleichen sind: die Kapitalistische Wirtschafts- und die damit verbundene konsumistische Lebensweise und dazugehörige kulturelle Entsprechungen. Der Aufbau einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft, ob sozialistisch, kommunistisch oder commonistisch sollte diese Wurzel ausreißen und auch ein neues Naturverhältnis ermöglichen. Rechte sehen eher ihre „Heimat“ gefährdet und verweisen auf den angeblich schädlichen Einfluss von allem „Fremden“ und sehen als Lösung z.B. die Verwirklichung von völkischen Siedlungsplänen (vgl. Röpke, Speit 2019). Oder sie sehen gleich alle Menschen als „Schädlinge“ an, oder als „Krebsgeschwür“.

Hoppla, letzteres wird ja häufig auch scheinbar ganz harmlos geäußert. Ganz harmlos? Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht.

Darüber, wohin solche Konzepte wie die Tiefenökologie vor allem bei der radikalen Umweltbewegung Earth First! zu wahrlich menschenverachtenden Ideologie werden, hatte ich bereits berichtet (Schlemm 2019). Hier berichte ich über neuere Auseinandersetzungen mit rechten Tendenzen im Umwelt- und Klimaschutz.[1] Ich stütze mich dabei stark auf die Arbeiten der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN). Es geht darum zu erkennen, welche Denkmuster und Argumentationen ins rechte Repertoire gehören, denn: „[v]iele Forderungen der braunen Grünen decken sich mit denen von Umweltverbänden oder Bündnisgrünen. Doch wer genauer auf die Begründungen achtet, hört fast immer die rechtsextreme Gesinnung heraus: Umwelt- oder Tierschutz ist […] eingebettet in ein rechtsextremes Weltbild.“ (Staudt 2012: 14).

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Wie zu sehen ist, hat sich Cara nun schon  meinen Sitzplatz „erobert“.

Das folgende Bild wäre fast ein  „Suchbild“ – aber so ganz schneeweiß ist sie ja doch nicht:

Kurz vor und am letzten Wochenende fand das Commons-Instituts-Herbsttreffen statt, das wieder ein wunderschönes Erlebnis mit lieben Menschen und interessanten Themen war. Einen Workshop, nämlich den über „Klima und Commons“, verlegten wir in den Bus nach Bochum, wo wir dann an der Klima-Demo am Freitag teilnahmen:

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