Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das „Tagebuch“, das zum „Virtuellen Philosophenstübchen“ gehört. Ich nutze das alte Philosophenstübchen kaum noch, sondern lege auch längere Texte hier ab (meist in verschiedene Beiträge unterteilt). Hier kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei 😉

(Weniger Freude dürfte das neue Protokoll einer Selbst-Zerstörung bringen…)

Viele Grüße
von Annette

P.S. Von aller Werbung auf meinen Seiten distanziere ich mich!
(Die wird eingeblendet, weil ich nicht bereit bin, für den Verzicht auf Werbung noch zahlen zu  müssen…)

 

Hallo,
in welchem Stadium bist Du?

Vielleicht könnt Ihr der Depression entkommen, wenn ihr vorher schon mal bei „Extinction Rebellion“ und vor allem der Rebellion Wave 2020 vorbei schaut?

Zu meiner Kritik an XR und meinen Positionen dazu gibts hier Links zu Texten von mir dazu.

Und trotzdem: Es geht um so vieles! Gerade weil sich so viele von XR abgewandt haben, kommt es jetzt auf jede und jeden an, zu überlegen, ob die Differenzen so groß sind, dass man sich abwenden muss oder nicht doch an dieser Stelle die Gemeinsamkeiten stärkt !

Also, wenn ihr könnt, bitte überwindet euch und unterstützt uns.

Das Bild ganz oben stammt übrigens von den sehr schönen Präsentationen der Psychologists 4 Future.

Hier gibts einen
Offenen Brief mit der
Forderung der Einberufung eines Büger:innerats.
Bitte gerne unterzeichnen!
(hier nur als Gruppe/Institution möglich –
Hier als Einzelperson)

Version 1.0;.17.09.2020

Manchmal ergeben sich in Diskussionen Fragestellungen, die mich herausfordern, eine Position dazu zu beziehen. Das fokussiert sich dann häufig auf ein Thema, das durch die Ausführungen zu einem Begriff behandelt werden kann. Hier also der Text zum Thema „Weltanschauung“:


Kurzdefinition:

Weltanschauung = „die Gesamtauffassung (Theorie) vom Weltganzen, vom Ursprung, von der Natur und der Entwicklung des Weltalls, von der Entstehung und Entwicklung der Menschheit und ihrer Zukunft, vom Wesen und Sinn des menschlichen Lebens, vom gesellschaftlichen Verhalten des Lebens, von den Fähigkeiten des menschlichen Denkens und den Werten der menschlichen Kultur und von ähnlichen grundsätzlichen Problemen“ (Schuffenhauer 1976: 1287-1288)

(mehr …)

In der vorigen Woche gab es zwei Vorträge von mir zu Klima-Themen. Zuerst informierten Reiner und ich von der Zukunftswerkstatt Jena im KlimaPavillon in Gera über Planetare Belastungsgrenzen (hier die Präsentation aus dem vorigen Jahr dazu) und gesellschaftlich alternative Möglichkeiten, wie wir als Gesellschaften damit umgehen können (ähnlich wie in dieser Präsentation von mir).

Danach hielt ich einen Implusvortrag beim Klima-Café, einer OpenFriday-Veranstaltung zur Weiterbildung „Klimagerecht – Leben – Können“. Mein Beitrag fasste zusammen, wie ernst die Lage inzwischen ist, nachdem ein Vierteljahrhundert zu wenig getan wurde, um die Produktions- und Lebensweise klima- und umweltgerecht umzugestalten. Während Al Gore vor auch schon vielen Jahren mit einem Vortrag „Die unbequeme Wahrheit“ um mehr Beachtung dieses Themas warb, der aber noch relativ optimistisch endete, müssen wir mittlerweile noch unbequemeren Wahrheiten ins Auge blicken und dürfen uns trotzdem nicht vor Verzweiflung lähmen lassen.

Hier gibts die volle Ladung, d.h. den vollständigen Foliensatz zu diesem Thema. Wie wir trotz dieses Wissens weiter leben uns engagieren können, diskutiert z.B. der Text „Klima-Umbruch – Transformation – Lebensführung“.

Bei der Demo am letzten Mittwoch in Jena  gabes einen Redebeitrag aus der Ortsgruppe XR Jena. Der frei gesprochene Text wurde für diese Dokumentation noch einmal verschriftlicht:


Es soll hier mal konkret um das Thema Mobilität gehen. Wie verrückt die derzeitige Lage ist und wie schön es eigentlich sein könnte.

Wer in der Jenaer Innenstadt an einer vielbefahrenen Straße wohnt -wie bspw. der B88- weiß wovon ich rede. Dort ist es so laut, dass sofort das Stresslevel steigt und man nur so schnell wie möglich dort wegkommen möchte. Daher habe ich mich oft gefragt wie könnte es denn ohne die ganzen Autos sein?

Aber fangen wir von vorne an. Warum brauchen wir eigentlich eine Mobilitäts- bzw. Verkehrswende? (mehr …)

Die Freitagsdemo von Fridays for Future und allen Unterstützer*innen fand in Jena diesmal nicht am Freitag, sondern am Mittwoch statt. Nachdem der Runde Tisch Klima und Umwelt in Jena nun ca. 10  Monate lang arbeitete, um die Notwendigkeiten, die durch den ausgerufenen Klimanotstand in Jena bestätigt wurden, in die Planungen der Stadt Jena einzubringen, standen einige dieser neuen Planungen nun im Stadtrat zur Abstimmung. Die Verwaltung hatte schon einige der neuen Forderungen, die am Runden Tisch ausgearbeitet wurden, verwässert. Deshalb schien es mehr als notwendig, den Forderungen nun noch einmal direkt vor dem Volkshaus, in dem der Stadtrat  am 15.7.2020 tagte, Nachdruck zu verleihen.

Es gab zwei Demonstrationszüge, einer als Fahrraddemo, vom Holzmarkt in Jena zum Volkshaus und dort gab es noch eine Kundgebung, die hoffentlich laut genug war, die Abgeordneten zu erreichen.

Trotz des heftig einsetzenden Regens ließen sich die meisten Demonstrierenden nicht vertreiben.

Da angesichts des vorhandenen Monitorings der Treibhausgasemissionen von Jena der Verkehr als der Bereich bekannt ist, bei dem die Emissionen sogar stiegen statt sanken, war diese Problematik das Hauptthema der Demonstration. Es wurde eine Petition für eine „Verkehrswende in Jena! Für Klimaschutz udn Lebensqualität in unserer Stadt!“ verlesen und von vielen unterschrieben. Es kann und sollte weiter unterschrieben werden auf der OpenPetition-Webseite.

Gemacht? Okay, dann kanns weiter gehen… (mehr …)

Der Trick mit ungedeckten Versprechungen

Schon seit 30 Jahren wissen wir, dass die Emissionen von Treibhausgasen drastisch sinken müssen. So gut wie nichts geschah; der reale Emissionspfad übertraf in der Emissionsmenge den „Business as Usual“-Pfad, der 1990 als der schlechtest-mögliche eingeschätzt wurde (siehe die folgende Abbildung unter Verwendung DB 1990: 52). Anstatt bei 36,5 GT CO2-Emissionen pro Jahr (2018) müssten wir weltweit bei ca. 16 GT CO2-Emissionen pro Jahr liegen! Und das zusätzlich ausgestoßene CO2 sammelt sich Jahr für Jahr weiter in der Atmosphäre an.

30 Jahre nach diesen Plänen sind wir noch nicht einmal „in den Knick“ (das Abknicken der Kurve von einer Steigung hin zu einer Senkung) gekommen und die Verzögerung führt dazu, dass die die Neigung der Reduktionskurve immer steiler nach unten weisen muss (d.h. die notwendigen Reduktionsraten steigen enorm). Mit der angestiegenen CO2-Menge in der Atmosphäre verringert sich auch das Zeitfenster, das wir bis zum Aufbrauchen des CO2-Budgets noch haben, d.h. das Ende der Emissionen muss noch zeitiger erreicht werden, als 1990 angenommen. Die durchgezogene rote Linie zeigt die aus heutiger Sicht  notwendige Reduktionskurve im Vergleich zu der von 1990: (mehr …)

Ich bin immer noch bei „Extinction Rebellion“ dabei. Die Bewegung wird seit langem oft kritisiert, leider auch oft berechtigt. Ich habe dazu einiges geschrieben (eine Zusammenstellung der Links dazu gibts hier).

In der Ortsgruppe Jena haben wir uns seit Dezember vorigen Jahres mit vielen Themen beschäftigt und als Ergebnis ist nun ein Positionspapier unserer Ortsgruppe entstanden, in dem wir uns nun entsprechend positionieren.

Wir werden viele der Themen (die z.B. in den Fußnoten angesprochen sind) weiter besprechen, aber natürlich wollen wir vor allem auch konkret aktiv werden, wenn es darum geht, auf solche Skandale wie das Kohle-Gesetz zu reagieren…

 

 

Das für morgen zum Beschluss im Bundestag stehende „Kohleausstiegsgesetz“ ist wieder einmal Augenwischerei.

Die Scientists 4 Future kritisieren die Vorhaben:

  1. Die international vereinbarten Klimaschutzziele können mit diesem
    Gesetz nicht eingehalten werden.
  2. Der Kohleausstieg kann kostengünstiger und effektiver gestaltet
    werden als im Gesetzentwurf vorgesehen.
  3. Die Entschädigungszahlungen sind rechtlich nicht zwingend.
  4. Es gibt keine energiewirtschaftliche Notwendigkeit für weitere
    Zwangsumsiedlungen.
  5. Fossiles Gas ist nur begrenzt als Übergangstechnologie geeignet.

Und der Kohlewirtschaft wird das Geld noch hinterhergeschmissen, dafür, dass sie noch 18 Jahre lang sogar mit Braunkohle „systemrelevant“ sein dürfen, weil weder an der notwendigen  Senkung des Verbrauchs von Energie noch einer systemisch ausreichenden Umstellung auf Erneuerbare Energien gearbeitet wird.

(Karikatur von G.Mester aus SFV-Rundmail)

Dabei steht der Menschheit das Wasser bis an den Hals. Es wurde bekannt, dass 9 der 15 berühmten „Kipp-Punkte“ des Klimageschehens bereits „aktiviert“ sind (Quelle).

(Protest in Jena)

Gegen das Kohle-Gesetz gibt es viele Proteste, so u.a. von

 

Da gerade in mehreren Diskussionsrunden die hoffentlich mögliche Transformation in neue gesellschaftliche Zustände, die dann gleichermaßen human und ökologisch verträglich sind, diskutiert werden, habe ich Ausschnitte aus meinen beiden ersten Büchern online gestellt, die dazu passen.

Zuerst habe ich geschaut, wie sich in der Natur, also in der kosmischen und der Evolution der Lebewesen,  Qualitäts“sprünge“ ereignen, wie also grundlegend Neues entsteht. Ich wollte damals so was wie eine neue „Dialektik der Natur“ daraus entwickeln, wobei die neuen Erkenntnisse aus den Selbstorganisationskonzepten einbezogen werden sollten.  Aus dem Wissen über die Evolution in der Natur konnte ich dann so etwas wie „Evolutionsprinzipien“ ablesen. Darum geht es in dem Ausschnitt des Buches: „Daß nichts bleibt, wie es ist… Philosophie der selbstorganisierten Entwicklung. Band I: Kosmos und Leben“.

Im zweiten Band geht es um Gesellschaft. Allerdings (damals noch) nicht, wie es logischerweise zu erwarten wäre, um eine entsprechende Analyse geschichtlicher Entwicklungen, sondern „nur“ ganz allgemein um Erkenntnisse zu einer Gesellschaftstheorie, wie sie mir nach dem Ende des Realsozialismus nach 1990 wichtig erschienen. Zu Konzepten einer trotz alledem noch anstehenden Revolution/Transformation steht auch einiges darin, was ich als Auschnitt aus dem Buch „Daß nichts bleibt, wie es ist… Philosophie der selbstorganisierten Entwicklung. Band II: Möglichkeiten menschlicher Zukünfte“ ebenfalls online gestellt habe.

 

Oder: Wenn Stout Hegel gekannt hätte…

In einer Gesprächsrunde wurde folgende Unterscheidung von unterschiedlichen Ontologien vorgeschlagen. Ich möchte diese in Bezug setzen und ergänzen durch entsprechende Inhalte aus der Philosophie Hegels.

Diese Tabelle bezieht sich auf Ontologien, wie sie in unterschiedlichen politischen Konzepten vorausgesetzt werden. Bei Hegel wird ein Zusammenhang ähnlicher Formen entwickelt, die sich in allen Bereichen der Welt (Natur, Gesellschaft, Denken) mehr oder weniger vorfinden. (mehr …)