Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das „Tagebuch“, das zum „Virtuellen Philosophenstübchen“ gehört. Ich nutze das alte Philosophenstübchen kaum noch, sondern lege auch längere Texte hier ab (meist in verschiedene Beiträge unterteilt). Hier kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei 😉

(Weniger Freude dürfte das neue Protokoll einer Selbst-Zerstörung bringen…)

Viele Grüße
von Annette

P.S. Von aller Werbung auf meinen Seiten distanziere ich mich!
(Die wird eingeblendet, weil ich nicht bereit bin, für den Verzicht auf Werbung noch zahlen zu  müssen…)

 

 

Hallo,

ich bin vom 19.09.-21.09.2019 in Berlin (meist im Rahmen des „We 4 future“-Camps) und dann noch einmal vom 4.-12.10.2019. Einige Termine stehen schon fest, zwischendurch hab ich immer mal Zeit (z.B. am 19.9. ab ca. 14 Uhr). Wer von den BerlinerInnen, die mich kennen, sich bei dieser Gelegenheit auf einen Kaffee oder so mit mir treffen will, schreibe bitte (heute noch) eine Mail mit einer Telefon- oder Handynummer. Ich melde mich dann. (Per Mail bin ich in dieser Zeit nicht zu erreichen).

Am 21.09.19 habe ich im Zelt 1 des Camps „We 4 Future“ einen Workshop mit dem Titel „Gemeinsam… geht vor Katastrophe. All Days For Future“.

Beste Grüße von Annette

P.S. Das Foto ist von einer früheren Demo in  Berlin:

Wirtschaftliche Aktivitäten sind eine große Quelle für Treibhausgase. Direkt stammten 2016 7% der Treibhausemissionen aus Industrieprozessen. 14% der energetisch bedingten Emissionen stammen aus der Industrie.

Wenn also die Erwachsenen – zumindest jene in den Bereichen, in denen diese Emissionen entstehen – ebenso wie die Schüler*innen von FridaysForFuture echt jeden Freitag streiken würden, könnten diese Emissionen um ein Fünftel reduziert werden.

Leider wird dieser Effekt in der neuen Studie des Umweltbundesamts zur Frage: „Arbeitszeitverkürzung – gut fürs Klima?“ nicht untersucht. (mehr …)

Diesmal hat es geklappt. Mit 25 gegen 15 Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Stadtrat den „Klimanotstand“ für Jena. Gerade ist es nicht mehr so heiß und auch die Dürrefolgen liegen für die Normalbürger*innen im kaum wahrnehmbaren Bereich. Was wird sich nun für Jena ändern? Bleibt es bei bloßer „Symbolpolitik“, wie der Oberbürgermeister kritisierte? Was ändert sich, wenn alle Stadtratsbeschlüsse einem Klimacheck unterzogen werden?

Wie wird es aussehen, wenn eine Großstadt wie Jena „Der Klimakrise mit höchster Priorität“ begegnet, wie beschlossen?

Wir werden das Argument des Oberbürgermeisters ernst nehmen und darauf achten, dass es nicht Symbolpolitik bleibt und dass es nicht ein „Beschluss ohne Konsequenzen“ bleibt, wie der Channel „jezt.de“ titelte.  Die neuen Gremien (Erweiterung des Stadtentwicklungsausschusses um die Themen  Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Klimaschutzbeirat, kommunale Klimaschutzkoordinierungsstelle) werden durch Klima-Aktivist*innen unterstützt. Ob das reicht?

FridaysForFuture und seine Unterstützer*innen, auch das Klimanetz Jena sowie die Ortsgruppe Jena von Extinction Rebellion werden mit Nachdruck auf das Überschreiten der symbolischen Ebene und auf Konsequenzen pochen. (mehr …)

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) hat gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Einzeklägern eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht. Grund: die unzureichende Klimapolitik in Deutschland.

Zum Hintergrund der Klage heißt es vom SFV:

Um die Grundrechte auf Leben, Gesundheit und Eigentum zu schützen, muss Deutschland mindestens die im Pariser Klima-Abkommen vereinbarte Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau einhalten und in der EU sein Gewicht dafür in die Waagschale werfen und die Emissionen in maximal zwei Dekaden in allen Sektoren auf null bringen. Zwar hat die Politik demokratische Entscheidungsspielräume. Diese erlauben es grundrechtlich jedoch nicht, die Grundlagen menschlicher Existenz und damit auch der Demokratie zu untergraben. Genau das riskiert aber die unambitionierte deutsche Klimapolitik.

(mehr …)

Gestern fanden sich in Jena Aktivist*innen aus Jena und anderen thüringer Orten zusammen, um mit einer Aktion auf die dramatischen Gefahren aufmerksam zu machen, die unsere Lebens- und Wirtschaftsweise mit sich bringt.

Eine große Rolle spielt dabei der Verkehr. Ein Fünftel der Kohlendioxidemissionen in Deutschland entstehen im Verkehr. Ausgerechnet im Verkehrsbereich konnten bisher die Emissionen nicht gesenkt werden, seit 2013 steigen sie sogar noch an.

Auch für Jena verzeichnet der „Bericht zur Umsetzung des Leitbildes Energie und Klimaschutz und des Energiekonzepts der Stadt Jena“ eine Zunahme der CO2-Emissionen durch den Verkehr (von ca. 125 Tausend Tonnen auf über 165 Tausend Tonnen seit 2004/5). Der Anteil des Verkehrs an den O2-Emissionen der Stadt stieg von 17,2% im Jahr 2004/2005 auf 31,4 % im Jahr 2017. Der relative Anteil stieg vor allem dadurch, dass im Strombereich sich die Zusammensetzung geändert hat (und die Jenaer Stadwerke „grünen Strom“ einkaufen). Aber beim Verkehr stieg auch der absolute Anteil. Und obwohl hier die Kraftstoffverbräuche pro Stecke sinken, wird dieser Effekt durch wachsende Kfz-Zulassungen überkompensiert.

Einigen Kfz-Fahrer*innen zeigten die Aktivist*innen gestern auf, dass dieser Trend nicht mehr hingenommen werden kann. Auf einem der Banner stand z.B. „Autos fügen Ihnen und den Menschen ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu“. Zwei Ampelübergänge wurden zweitweise mit Zebrastreifen belegt und während der Grünphase für die Autos blockiert. Für die genervten Autofahrer*innen gabs Kekse und, wenn gewünscht, auch Informationen.  (mehr …)

Reiner und ich haben gestern einen Vortrag im Klimapavillon Jena gehalten. Es gab dabei und danach interessante Diskussionen, vor allem zum Thema eines eventuell nötigen Verzichts.
Die Folien des Vortrags können bei Slideshare abgerufen werden:

Eine andere (deutlich längere) Version des Vortrags, die ich bei einem dreistündigen Workshop in einer Schule vorigen Freitag verwendet habe, gibt es ebenfalls online:

Planetare Belastungsgrenzen

Eine kurze Präsentation zu diesem Thema gibts auch hier: https://de.slideshare.net/zukunftswerkstatt/planetare-belastungsgrenzen-168961664

Beim Packpapier-Verlag ist eine neue Broschüre von  mir erschienen. Sie hat den Titel „Nach uns die Sintflut?“

Sie beginnt mit einer „Offenen Botschaft an die klimastreikenden jungen Leute“ und endet – nach einer Erklärung dazu, warum eine Bepreisung der CO2-Emissionen völlig unzureichend ist – mit einem Streikaufruf für Erwachsene.

Zu bestellen beim Packpapier-Verlag oder bei mir.