Herzlich Willkommen,

in meinem Blog. Dies ist das “Tagebuch”, das zum “Virtuellen Philosophenstübchen” gehört. Längere Texte werden also nach wie vor im Philosophenstübchen abgelegt, aber hier gibts aktuelle Infos, womit ich mich gerade beschäftige. Und es kann natürlich über die Kommentare diskutiert werden. Viel Spaß dabei ;-)

Viele Grüße
von Annette


kein mensch ist illegal
Zum Thema “Flüchtlingskrise” und “Willkommenskultur” möchte ich einen weiteren Text empfehlen:

Arian Schiffer-Nasserie:
“Acht Thesen zu “Flüchtlingskrise” und “Willkommenskultur””

 

  • “… über 30 000 Tote und hoffnugnslos überfüllte Aufnahmelager an den EU-Außengrenzen in den letzten 20 Jahren. Das alles war und ist nach Auffassung deutscher Führungskräfte in Politik und Presse keine Flüchtlingskrise.”

 

  • “Die aktuell ausgerufene “Flüchtlingskrise” ist also nicht mit dem Leid der Flüchtenden zu verwechseln – in ihr geht es nicht um die Probleme der Flüchtenden, sondern um die Probleme der BRD mit den Flüchtenden.”

 

  • “Die Bundesregierung ist nicht einfach “mit Flüchtenden konfrontiert”, mit deren Zustandekommen sie nichts zu tun hat.”

 

Rechte Bei allem Desinteresse, Zynismus oder Einverständnis… die politische Debatte ist wieder an den Abendbrot- und Arbeitstischen angekommen. Wer nicht mehr durchblickt bei der Frage, was denn nun von AfD, Pegida usw. zu halten ist und ob sie “rechts” sind und ob das schlimm ist…, für die verweise ich hiermit auf einen sehr guten Text von Rico Grimm für “KRAUTREPORTER”:

Die neuen Rechten,
verständlich erklärt

“Bin ich ein Nazi, wenn ich gegen mehr Einwanderung bin? Was ist eigentlich „rechts“? Woher haben Pegida und AfD ihre Ideen? Führen die Flüchtlinge zu einem Rechtsruck in Deutschland? Krautreporter gibt Antworten, die jeder versteht.”

Kampf und Logik
Klassenkampf reloaded

– ein von der Zeitschrift “Streifzüge” abgelehnter Text –

„Ein Blick ins Buch hinein, und zwei ins Leben,
das mag die rechte Form dem Geiste geben…“ (Goethe)

„Lesen, bis der Kommunismus kommt“

Wir haben uns in einer kleinen Lesegruppe in Jena nach 7 Jahren nun endlich durch alle drei Bände des „Kapital“ von Marx hindurchgefressen. Einige von uns wurden in dieser Zeit Großeltern, andere Eltern. Generationen schon suchen im „Kapital“ Antworten auf die Fragen ihrer Zeit. Auch wir erweitern die Fraktion derer, die „lesen, bis der Kommunismus kommt“ (Sprügel 2014). Aber wie soll das je geschehen, wenn der Kapitalismus sich durch die Geschichte wälzt, wie die Rolle eines Schneemanns, der alles, was ihm in den Weg kommt, einfach nur integriert und dabei fetter und stärker wird?

Weiterlesen (als pdf-Datei)

happy new year 2016
Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein gutes 2016.

Dazu gehört sicher Gesundheit, ein Quentchen Glück, Muße für geruhsame Stunden und Erfolg bei wichtigen Vorhaben.

Und wenns mal nicht so läuft:

Wenns regnet, such den Regenbogen,
und im Dunkeln die Sterne…

Weihnachten, das Fest des Friedens, des Lichts… für manche auch die Feier von Christi Geburt.
Ändert sich dadurch irgend was? Öffnen sich Herzen, wenn schon der Verstand immer öfter “zu” macht?

Wer weiß…

Ich habe jedenfalls ein Buch geschenkt bekommen, das ich gleich an einem Abend durchgeschmökert habe:

“GEHEN, GING, GEGANGEN”
von Jenny Erpenbeck

In Berlin kommt man sicher öfter an verschiedensten Protestgruppen vorbei und ich selber bin da auch schon einfach vorbei gegangen. Aber wenn man ein gerade frisch emeretierter Professor ist, hat man eher einen freien Kopf und viel Zeit, dass da was hängenbleibt. Bei Richard in Jenny Erpenbecks Buch führt das zu dem Versuch, sich den Menschen, die wochenlang auf dem Orianienplatz für ihr Bleiberecht kämpften, zu nähern. Er besucht sie, stellt ihnen Fragen und muss ihnen die Worte fast abringen. So nach und nach taucht er in ihre Welt, eine Welt, vor der wir uns schützen durch Desinteresse, Gesetze und letztendlich Polizeieinsätze.

Richard, der Unterstützer, muss das Hin und Her der ungesicherten Existenzen miterleben. Und er erlebt den Polizeiaufmarsch bei der Umsiedlung der Freunde von einem Heim in ein anderes.

“Was in der Welt wächst und fließt, reicht längst schon für alle, und dennoch findet hier, das sieht Richard an den zwanzig Mannschaftswagen, offenbar ein Überlebenskampf statt. Sollte die Polizie hier tatsächlich für diejenigen Deutschen im Einsatz sein, die so arm sind, dass sie zum Fest nur gestohlene Gänsebraten auftischen können? Eher doch nicht, denkt Richard, denn sonst hätte er längst schon vor der oder jener Bankfiliale 20 Mannschaftswagen sehen müssen und Polizisten in voller Montur, um die Manager, die Milliarden veruntreut haben, herauszutragen. Ja, denkt er, was hier vor sich geht, sieht wie Theater aus, und es ist auch Theater – ist eine künstliche Front, die eine andere, wirklich existierende Front verdeckt.”

Leider können einige Menschen nach dem Theaterbesuch nicht in ihr gemütliches Heim zurückkehren, viele vom Oranienburger Platz müssen sich, nachdem sie abgeschoben werden sollen, auch innerhalb Deutschlands verstecken.

Zuflucht

Dieser Roman lässt sich nicht einfach ins Bücherregal abstellen. Die letzte Seite endet mit dem Abdruck des Spendenkontos des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte.

Die Flüchtlinge können nicht warten, bis wir unsere theoretisch-abstrakten Debatten gepflegt zu Ende gebracht haben, sie können auch nicht warten, bis es auf der Erde andere als kapitalistische Verhältnisse gibt. Manches geht einfach vor… zu Weihnachten und anderswann.

Streifzuege 65

Einer der Texte, die ich zuerst nur für den Blog aufarbeiten wollte, und der sich dann immer weiter entwickelt hat, ist jetzt in der Zeitschrift “Streifzüge” gedruckt erschienen.

Gleichzeitig erschien er im Internetportal “Linksnet”.

bomb

Wer wenigstens die kleine Mühe der Klick-Demokratie auf sich nehmen möchte, kann sich gern der Online Petition “Kein Krieg in meinem Namen” anschließen. Hier der Link:

https://www.openpetition.de/petition/online/kein-krieg-in-meinem-namen-gegen-den-kriegseintritt-der-bundesrepublik-deutschland-in-syrien

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