fetisch

Nach dem Online-Stellen der zusammenfassenden pdf zum Thema „Fetisch“ schrieb mir St. Mz. eine längere Mail mit einer etwas komplizierten Frage (mit der die Kommentarfunktion des Blogs wohl überlastet gewesen wäre). Ich hatte zwar schnell eine Antwort darauf, aber ich verstand, dass der Hintergrund der Frage mehr Nachdenkens bedarf und so beschäftigte ich mich ausführlicher damit. Inhaltlich hatte das Problem wohl Robert Kurz 1987 zum ersten Mal ausführlich beschrieben.

Es geht darum, ob bereits vor der Wertformanalyse, wenn es zum ersten Mal um den Tausch einer Ware und ihren Wert dabei geht, schon vom Wert der produzierten einzelnen Ware zu sprechen ist und was es bedeutet, wenn man dies bejaht oder verneint. Bereits hier, im Produktionsprozess verankert Robert Kurz das wesentliche Problem und dies zieht weitreichende Konsequenzen nach sich.

Ich selbst habe im Klärungsprozess für mich verstanden, dass der Unterschied zwischen der Fassung der Wertform im Herstellungsprozess (Kurz) und im Verhältnis der Waren untereinander (Marx: Wertformanalyse und später Austausch) darin besteht, dass einmal die Form „für den Produzenten“ zu betrachten ist (bei Kurz) und das andere Mal geht es darum, dass sich der Wert der einen Ware „in andrer Ware“ ausdrückt.

Und die zweite Erkenntnis: Was nach Robert Kurz bei Marx fehlt, hat seinen Grund darin, dass Marx bis hin zum Austauschkapitel explizit nur das Verhältnis der Waren entwickelt und von den handelnden Personen (deshalb auch von den Produzenten) abstrahiert. Dazu hat er guten Grund, denn er möchte ja die verschiedenen, aufeinander basierenden Arten des Fetischismus nicht unnötig vermengen. Ich werde in meiner Zusammenfassung trotzdem versuchen, die Bedeutung der Kurzschen „Korrektur“ aufzuzeigen.

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