Seit einigen Tagen geht es in Kopenhagen um die Zukunft der menschlichen Zivilisation und nichts weniger. Wie zu erwarten geschieht kein Wunder: die Verhandlungen im Klimagipfel stocken, drohen zu scheitern und die Proteste werden blutig nieder geschlagen.

Angesichts der ständigen Medienbeschallung anlässlich des 20. Jahrestags des „friedlichen Mauerfalls“ kommt mir dauernd die Frage hoch, was wohl geschehen wäre, wenn die Volkspolizisten so gehandelt hätten, wie die „Politi“ in Dänemark…


Kopenhagen verdeutlicht, was in der näheren Zukunft auf uns zukommt: das hilflose Verwalten der Krisen und Katastrophen bei gleichzeitiger Brutalisierung der Bekämpfung all jener, die grundsätzliche Kritik an den Verhältnissen üben.

Ein Gutes hat Kopenhagen jedenfalls gebracht: Niemand kann mehr sagen, er hätte nichts gewusst. Die Medien informieren seit längerer Zeit ausführlich in Reportagen – allerdings verbreiten sie gleichzeitig Illusionen bezüglich der rettenden Auswege. Mit Energiesparlampen und Elektroautos wird es nicht getan sein. Auch nicht mit einem billigen Eintrag in das Einwohnerregister von Hopenhagen. Da wird nur das Gewissen beruhigt aber nichts verändert. Dafür stehen schon die Sponsoren dieser Website: Coca Cola, Siemens, BMW, SAP…

Also: trau, schau, wem!

P.S. Eben kam im Radio der Song:
„Es ist nicht deine Schuld,wenn die Welt so ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld,wenn sie so bleibt.“ (Ärzte)

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