Nun wurde es Zeit, konkret und realistisch zu werden. In der Realisierungsphase fanden sich wieder drei Gruppen, die eingebrachte Vorschläge in Richtung konkreter Projekte vorantrieben. Ich kann hier nur genauer über meine eigene Gruppe berichten. Die Methode folgt hier den sog. „Acht Entwicklungsbausteinen“.


1. Was wollt ihr gemeinsam Neues tun?

Wir entschieden uns dafür, einen Teil der inhaltlichen Vorbereitung für einen für 2011 geplanten Kongress zu übernehmen. Das Thema dafür formulierten wir als:

„Wirtschaftsformen auf Basis und als Basis
für eine selbstentfaltungsorientierte Bedürfnisbefriedigung“

Als zweite Frage ist zu beantworten: 2. Welche Ziele wollt Ihr erreichen? Hilfreich zur Vorstellung der Ziele sind folgende Fragen:

  • Was soll sich nach erfolgreicher Durchführung Eures Vorhabens ganz konkret verändert haben?
  • Woran werden andere merken, dass Ihr Euer Vorhaben erfolgreich verwirklicht habt?

Wir setzten uns die Ziele:

  • Austausch und Impulse geben bezüglich des Menschenbildes von verschiedenen Wirtschaftsalternativen (Wirtschaftsformen auf Basis selbstentfaltungsorientierter Bedürfnisbefriedigung sind „alternativ“ bezüglich der jetzt herrschenden Wirtschaftsweise).
  • Darauf basierendes Wachstum und Verflechtung der Wirtschaftsalternativen.
  • Andere merken unseren Erfolg daran, dass niemand mehr hungern muss und keiner arm ist.

Als 3. Aufgabe sind Veränderungsschritte zu erfassen, die initiiert werden müssen. Danach werden 4. Ressourcen erfasst, die erschossen werden sollen. Dazu fiel uns ein:

  • Wiki einrichten
  • Kontakte zu Protagonist_innen
  • Hintergrund-/Fachwissen
  • Wissenssammlung
  • Vereinsmitglieder
  • arbeitsteiliges Organisations-Management…

Im nächsten, dem 5. Punkt sollen für die ersten drei Schritte die fünf „W-Fragen“ beantwortet werden:

1. Schritt:

  • Was? Wiki einrichten
  • Wer? Reiner, Annette
  • Womit? Internet, Text noch mal abstimmen mit Paul
  • Wo? Internet
  • Wann? spätestens März

2. Schritt:

  • Was? Kontakte zu Protagonist_innen initiieren (über Wiki inf.)
  • Wer? Alle (ZW Jene, Vereinsmitglieder, die möchten…)
  • Womit? Gespräche, Mail
  • Wo? real world, virtual world
  • Wann? nach Wiki-Start

3. Schritt:

  • Was? inhaltliche Vorarbeit, Beiträge in Wiki
  • Wer? ZW Jena plus Interessierte von Verein und Protagonist_innen
  • Womit? Bücher, Gespräche, Workshop, Vortrag der ZWJ…
  • Wo? z.B. Umsonstladen Jena
  • Wann? bis Kongress, ev. auch noch danach

Für die weiteren Planungsschritte, hatten wir dann keine Zeit mehr. Es folgen normalerweise: 6. Zusammenstellen erwarteter Hindernisse und möglicher Lösungsmöglichkeiten; 7. Beschreiben des gemeinsamen Menschenbilds dieser Gruppe und 8. Verabredung konkreter Aktivitäten (gemeinsamen Terminplaner erstellen und Kontaktdaten austauschen).

Die anderen beiden Gruppen haben noch Notizen zu ihrem Menschenbild zusammen getragen. Dabei ergab sich:

  • Individualität in Kooperation und Gemeinschaft
  • sich ausprobieren, Kreativität und Ausdruck
  • Begleitung von Prozessen für Beteiligung und Teilhabe
  • sich den Herausforderungen des Lebens stellen
  • jeder kann (sich) nur selbst verändern
  • Räume schaffen, bereit stellen
  • Interaktionsmöglichkeiten
  • Zeit für Entwicklung, das eigene Tempo ist wertvoll
  • Unterstützung von Selbstentwicklung und Selbsterkenntnis
  • Gefühle der Menschen sind wichtige Ressourcen…
  • es gibt eine gemeinsame „nonverbale“ Intelligenz, welche individuelle Aspekte überschreitet (was ist wichtig, was trägt, wie weiter…)
  • es ist wichtig zu wissen, was jetzt für diese Gruppe „dran“ ist…

Wer sich angesprochen fühlt vom Thema und der Methode, kann sich gern an uns wenden und bei weiteren Veranstaltungen oder den Projekten mitmachen.

  • Zukunftswerkstätten Verein zur Förderung demokratischer Zukunftsgestaltung e.V. (www.zwnetz.de)
  • Zukunftswerkstatt Jena (www.zw-jena.de)
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