Tatsächlich, inzwischen ist es die 100. Version der Coforum-Wiki-Seite zu unseren Kapital-Studien.

Und, da wir nicht nur einfach „lesen“, sondern das Studium des Marxschen Texts mit den derzeitigen Interpretationen abgleichen, haben auch wir diese verwirrende Erfahrung zur Genüge gemacht:

„Soweit ich die Literatur überblicke, kann man keiner Interpretation der marxschen Wertformanalyse mehr vertrauen.“ (Quaas 2007: 575)


Das ist eine gute Situation, die einen zum Selberdenken zwingt. Wenn es nur nicht so zeitaufwendig und anstrengend wäre 😉

Zwei Übersichtsartikel, die noch dazu entgegengesetzten Lektüre-Schulen zugehören, über die verschiedenen Lesarten möchte ich empfehlen:

Weitere Hinweise gibts auch bei „Wege aus dem Kapitalismus“.

Sehr gut finde ich den Lektürehinweis von Haug (2008):

„Wo der MARXsche Text auseinanderweisende Paradigmen zu legitimieren scheint, ist es wichtig, dass die Entscheidung zwischen ihnen „nach vorn“, auf die je konkreten Aufgaben hin gefällt wird. Lesen heißt an solchen Stellen auslesen. Auswahl und Bevorzugung bestimmter Lesarten müssen aber so klar wie irgend möglich erklärt und in ihrer Relevanz offengelegt werden.“ (334)