Jetzt kann ich auch verraten, warum ich trotz des Interesses an der Anti-Kernkraftpolitik am 18.9. nicht mit in Berlin zur großen Demo war. Ich musste noch trainieren für den Berlin-Marathon, der jetzt, eine Woche später, stattfand. Obwohl ich „nur“ mit Inlineskates mitmache, ist es für mich eine große Herausforderung, es innerhalb der Sollzeit zu schaffen. Ich muss vorher öfter mal einen großen Kanten geskatet sein, sonst macht mein Kreislauf nicht mit. Und das blöde Wetter dieses Jahr
hat es natürlich auch nicht einfach gemacht: Erst diese Affenhitze, dann Regen, Regen, Regen. Laufen geht ja bei Regen ganz gut, aber die Skater rutschen erstens im Nassen weg und zweitens bekommt die dreckige Nässe den Kugellagern äußerst schlecht, wie wir schon mehrmals erfahren mussten.

Nun, glücklicherweise waren die Wochenenden vor dem Marathon richtig schön und die nutzten wir in Familie bzw. ich auch noch mal alleine für längere Touren. Der Skatermarathon findet seit einigen Jahren einen Tag vor dem großen berühmten Läufer_innenmarathon statt, also am Samstag, den 25.9. Das Wetter… nun ja, die Meldungen, dass es ausgerechnet ab Samstag regnerisch werden sollte, bestätigten sich.

Vor dem geplanten Start ab 16 Uhr (so spät, damit die Samstageinkäufe nicht das Straßen-Absperren nicht so sehr gestört werden) fanden beim Brandenburger Tor noch einige Aktionen statt und wir schauten dort auch vorbei. Leider begann es prompt zu regnen als die Kinder ihren Kids-Cup austrugen. Ich finde es wirklich blöd, die Kids ausgerechnet auf dem echt blöden Pflastersteinen unterm Brandenburger Tor langzuhetzen. Das ist schon bei gutem Wetter das schlechteste Pflasterstück und im Regen fühlt man sich auf Skatern wie mit Seife geschmiert. Bewundernswert fand ich die Kunststückchen der Biker und des Skaters, die sich beim Hochsprung mit ihren Geräten einen spannenden Wettkampf lieferten. Aber da regnete es schon in Strömen und die meisten Zuschauer hatten sich verzogen…

…und auch uns kamen ernsthafte Zweifel, ob wir uns auf regennasse Straßen und Nässe von oben bei heraufziehender Kälte einlassen wollen. Wie schon erwähnt, für mich ist es nicht mal selbstverständlich, unter guten Bedingungen das Ziel in der Soll-Zeit zu erreichen. Wie ich gerade nachlas, haben von den angemeldeten ca. 7500 Skatern auch nur ca. 5200 die Herausforderung angenommen…

Tja, wie ihr seht: auf dem oberen Foto gibts nicht nur meine Startnummer zu sehen, sondern auch die Medaille, die es erst im Ziel gibt. Die Zeit ist zwar tatsächlich noch schlechter als bisher, aber ich habe mich bis zum Schluss ziemlich gut gefühlt und auch der Kreislauf hat genügend Abkühlung durch den Regen gehabt. Es war wieder mal, trotz und gerade wegen dem Regen, ein schönes Erlebnis. Auf diese Weise wird es einfach nicht langweilig ;-). Ich freue mich jetzt schon auf mein 9. Mal im nächsten Jahr…

Im Übrigen habe ich beim Skaten mein Anti-Atom-T-Shirt getragen. Wenigstens etwas Demo, wenn auch um eine Woche verspätet… 😉

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