Einladung zum Tagesworkshop

‚(Anti-)Politik ohne Feindbilder.
Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation‘
Tagesworkshop mit Übungen

am 6. November 2010
in der Jugendherberge in Bad Sulza
veranstaltet von der „Zukunftswerkstatt Jena“
(www.zw-jena.de)
unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung
mit Tom Novak aus Stuttgart


Antipolitik ist das Bestreben von Produktion und Verteilung ohne Ausschluss aus einer beschränkten Gemeinschaft (R. Kurz). Um diesen hohen Anspruch zu verwirklichen steht häufig eine kommunikative Praxis im Weg, die durch Urteile und Feindbilder geprägt ist. Wir übernehmen das strukturell gewaltförmige Alltagsdenken in unsere emanzipatorischen Anliegen und tragen zu einer Praxis der Trennung bei, die wir eigentlich überwinden wollen. Spannungen zwischen Individuen oder Organisationen erschweren weitere Zusammenarbeit. Dadurch ist die emanzipatorische Bewegung weniger vernetzt und wirksam als möglich.

Wie sieht dieses urteilende Alltagsdenken aus und wie lässt sich das in radikal ehrliche Sprache übersetzen, ohne aus Harmoniebedürfnis Widersprüche zu verschweigen? Mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach M. Rosenberg kommen wir differenziert und klar über unsere Gefühle auf die Bedürfnisse zu sprechen, um unsere gesellschaftskritischen Anliegen zu äußern und gleichzeitig mit unserem Gegenüber in eine tragfähige Beziehung zu treten. Falls es überhaupt die Absicht ist, gehört zu werden, erhöht GfK die Wahrscheinlichkeit; Zum andern kann es ein befriedigenderer Weg der Auseinandersetzung sein, der Frust durch Konflikte verringern kann und vor allem in der Kommunikation untereinander die Kooperationsbereitschaft erhöht.

Nach einem Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation mit Übungen werden eigene Urteile und Feindbilder in der (anti-)politischen Arbeit durchgespielt. Danach bleibt Zeit auch das Potential der Manipulation in der Kommunikation von oben nach unten und die noch offene Reichweite von unten nach oben im Kontext der Wertverwertung zu thematisieren.

Geplanter Ablauf des Tagesworkshops:

10:00 Uhr Begrüßung und Organisatorisches
10:15 Uhr Kontext des Begriffs Antipolitik im Sinne von Robert Kurz
10:30 Uhr Einblick in die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg
Menschenbild, Giraffen- und Wolfssprache
13-14 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr Übungen zu eigenen Urteilen und Feindbildern in der (anti-)politischen Arbeit
16:45 Uhr Zum Einsatz: Potenzial der Vereinnahmung und offene Reichweite in verschiedenen Kontexten
17:45 Uhr Feedback und Abschluss
18:00 Uhr Ende

Die Kosten für Verpflegung und ggf. Übernachtung müssen selbst getragen werden. Wer übernachten möchte, bitte speziell bei der Anmeldung mitteilen.

Wir bitten darum, dass Interessenten sich per e-Mail unter der Adresse info[AT]zw-jena.de anmelden. ([AT] bitte durch @ ersetzen)

Wer mit dem Zug an- und abreist, kann sich bitte bei uns melden (info[AT]zw-jena.de) – wir versuchen eine Abholung am Bahnhof Bad Sulza zu organisieren.


Jugendherberge Bad Sulza
August-Bebel-Straße 27
99518 Bad Sulza

Teile des Bildes auf der Titelabbildung sind entnommen aus Cartoons von Sven Hartenstein (http://www.svenhartenstein.de/ANVC/BGFK) und stehen unter der Creative Commons Attribution Share Alike 3.0 licence.

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