Warum habe ich so viele Texte rund ums Allgemeine in der Gesellschaft geschrieben? Ich wollte in einem Text über die Kritische Psychologie von der Unterscheidung von instrumentell orientierten und intersubjektiv orientierten menschlichen Beziehungen ausgehen. Von Holzkamp wurde bei der Klärung der inhaltlichen Begründung von Intersubjektivität auf die Allgemeininteressen der Menschen verwiesen. Als ich mich damit beschäftigte eröffneten sich mehrere Fragen:

  1. Wie unterscheiden sich und wie hängen zusammen der Bereich des zwischenmenschlichen Handelns und die gesellschaftlichen Verhältnisse? („Warum jedoch soll dies nur für Freundschaft und Liebe gelten, für Politik und Wirtschaft nicht?“)
  2. Bei der Unterscheidung von instrumentell und intersubjektiv orientierten menschlichen Beziehungen wird Bezug genommen auf Allgemeininteressen. Was sind solche Allgemeininteressen? Hier entsteht als Unterfrage: Beziehen sie sich auf das überhistorisch anthropologisch Allgemeine oder das Allgemeine innerhalb einer Gesellschaftsformation?
  3. Was lässt sich aus der allgemeinen Struktur von konkret-Allgemeinem, wie es bei Hegel z.B. für die Sittlichkeit diskutiert wird, lernen, um der abstrakten Trennung der Individuen untereinander sowie der Individuen und ihrer Gesellschaft zu entkommen? (dazu siehe den hiervon abgeleiteten Beitrag)

Die Überlegungen werden ein wenig mäandern und nicht ganz fokussiert sein. Vielleicht ermöglicht das für die Leser_innen mehr produktive Assoziationen, als wenn ich zu schnell „auf den Punkt komme“.

Im Folgenden gibt es folgende Kapitel zu dieser Thematik:

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