Am Dienstag und Mittwoch meiner Berlinreise reichte die Zeit gerade so, um alle Menschen, mit denen ich Kontakt aufgenommen hatte und die sich mit mir treffen wollten und konnten, zu treffen. Zwischendurch muss ja in Berlin auch immer eine gewisse Fahrzeit eingeplant werden.

Ich möchte mich hier bei allen bedanken für die schönen Gespräche. Für mich versammelten sich in dieser kurzen Zeit viele meiner Interessen- und Lebensbereiche, vom Doktorvater über den „Datenscheich“, von Menschen die sich als „nicht mehr links“ bezeichnen über Beschäftigte der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Projekteschmiede, die im Wohnwagen leben.

Gartenlandschaft am „Ostkreuz“ mit Internetanschluss

Mir ging es im allgemeinen nicht direkt um alte oder neue Projekte, sondern darum, sich nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Oft genug kontaktieren wir andere doch nur, wenn wir unmittelbar was von ihnen wollen, mit ihnen vorhaben. Ich hatte mir in der letzten Zeit überlegt, ob ich nicht doch in Facebook gehen sollte, um meine Kontakte besser organisieren zu können. Ich weiß nicht, ob ich diese Berliner Woche mit Facebook-Freunden hätte verbringen können. Gefunden habe ich jedenfalls alle Personen, die mir eingefallen waren – auch wenn wir teilweise seit ca. 5 Jahren nichts mehr voneinander gehört oder gelesen hatten, auch ohne Facebook.

Es könnte sein, dass man ohne Facebook und Twitter demnächst abseits der üblichen Kommunikationswege versauert. Auch der Schritt in die Bloggerei fiel mir zuerst nicht leicht. Genau genommen weiß ich nun zwar, wieviele Leute welche meiner Blogseiten lesen – aber die Kommunikation mit Leser_innen wurde dadurch nicht verbessert. Ich schätze, ich habe früher öfter mal eine Mail von Leser_innen meiner Webseiten erhalten als heute einen Kommentar auf die Blogs. Und viele meiner Internetbekannten stammen eher aus den „guten alten“ Zeiten, als es was Besonderes war, inhaltlich interessante Seiten von Gleichgesinnten übers Internet zu finden.

Wie mich die Menschen der „jour fixe initiative“ gefunden hatten, weiß ich nicht. Ich werde in ihrer Vortragsreihe „Etwas fehlt“ am 22.Mai 2011 einen Vortrag halten und nutzte die Gelegenheit, sie in Berlin schon einmal zu treffen. Da bin ich dann wieder traurig, dass ich so selten in Berlin bin und mich nicht an den vielen geistig-kulturellen Projekten beteiligen kann. Umso wichtiger sind dann aber die schönen Begegnungen während den Besuchen.

Dankeschön noch mal an alle!

Hier gibts zum Abschluss noch einen schönen Song von Gerhard Gundermann:


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