Als ich bei den Vorbereitungen für meinen Urlaub im Internet sah, dass gerade in dieser Zeit die diesjährige Inlineskate-100 km-Tour stattfinden würde, nahm ich mir vor, daran teilzunehmen.


Eigentlich ist die Marathonstrecke so die längste, die ich mir mal antue, aber wir hatten die 100 km schon vor einigen Jahren mal geschafft. Da waren wir als Familie allein unterwegs, an einem fürchterlich heißen Julitag.

Nun also lernte ich auch eine organisierte Tour kennen. Bei der Einteilung in Gruppen ging ich natürlich in die langsamste. Beim ersten Teil, von Jüterbog bis Oehna lief alles richtig gut, letztlich geht es da tendenziell auch ein wenig bergab. Ich hatte den Eindruck, dass ich die Geschwindigkeit gut mithalten kann.

Das änderte sich dann auf der zweiten Etappe. In den Wäldern vor Wiepersdorf war die Strecke noch nass vom nächtlichen Regen und die Skaterollen rutschten ständig weg wie auf Schmierseife. Das kostete viel Kraft und davon hatten die meisten Anderen wohl doch mehr. Wir hatten schon in Oehna eine kleine Pause gemacht – in Dahme gabs Mittagessen. Danach fand ich mich in einer kleinen schwächeren Gruppe wieder und als die Langsamste dann aufgegeben hatte, blieb ich alleine zurück. Da ich eh gerne allein skate, war das letztlich nicht besonders schlimm, wir befanden uns schließlich inzwischen auf dem „Rückweg“, auch wenn das noch um die 40 km waren. Was ich da nicht wusste, war dass beim Anstieg zum „Bergdorf Schlenzer“ auch noch ein gemeiner Gegenwind jeden Schritt zur Anstrengung machen sollte. Da fehlte mir der Gruppen-Windschatten doch.

An der nächsten Getränkestelle holte mich dann eine Gruppe ein, die etwas später gestartet war. Dadurch hatte ich dann auch wieder Gesellschaft und ich rollerte hinter einer Frau her, die ungefähr die selbe Geschwindigkeit hatte wie ich. Ab Markersdorf kannte ich die Strecke schon, ich war sie letzte Woche zweimal in die entgegengesetzte Richtung abgefahren. Der „Anstieg“ in Werder war dadurch diesmal glücklicherweise eine Abfahrt.

Mal abgesehen vom nass-rutschigen Boden und dem Wind hatte ich aber eher Glück mit dem Wetter. Wenn die Sonne bei 27 °C runtergebrannt hätte, wie angekündigt, wäre ich wohl noch mehr an meine Grenzen gekommen. So kam ich mit einem Sturz, einem Wespenstich und diversen Druck- und Reibestellen an den Füßen ganz gut weg (den Rücken vergess ich mal schnell).

Danach tut zwar einiges weh, aber irgendwie fetzt es schon, so was geschafft zu haben. Die älteste Teilnehmerin war übrigens 72 Jahre alt! Nachdem ich mir in der Vorbereitung die Bilder der Veranstalter vom vorigen Jahr angeschaut hatte, werde ich wohl nun auf einigen drauf sein. Und das Abschlussbild erlebte ich als Beteiligte 😉 (siehe hier).

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