Gleich nach 1990 informierte ich mich heißhungrig über den über uns kommenden „real existierenden Kapitalismus“. Eine wichtige Informationsquelle über die Tücken, Fallen und Hintergründe aus dem Leben von Erwerbslosen wurde die Zeitschrift „quer“. Obwohl ich glücklicherweise persönlich eher nicht auf ihre Hinweise angewiesen war, war ich Abonnentin und reichte das Heft immer weiter.

Jetzt gibt es die „quer“ für alle im Internet downloadbar. Ich kann sie nur empfehlen, einerseits für jene, die es selbst betrifft und andererseits auch für die Glücklichen, die nicht ständig von Jobcentern oder anderen Institutionen geschurigelt werden.

Ich kann mich noch gut an die 1990er Debatten erinnern, wo in diesen Heften ständig davor gewarnt wurde, dass alles, was zuerst „ganz unten“ eingeführt wird, als Zumutung später auch auf jene angewandt wird, die zuerst dachten, sie ginge das nichts an. Genau so ist es immer und immer wieder gekommen.

Also nehmts bitte ernst, egal ob Ihr schon „ganz unten“ seid, oder nicht…

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