Am Ende des Sommers wurde es nun doch Tag für Tag kälter und während meiner Urlaubstage in Berlin merkte ich: Es ist doch schon Herbst. Aber was für ein schöner!

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Am ersten Tag hier lernte ich wieder einen Kiez kennen, diesmal den Kietz am Boxhagener Platz. Der Tag verging mit zwei intensiven Gesprächen mit Berliner Bekannten. Beide Male ging es auch um die immer noch möglichen Hoffnungen auf „Keimformen“ für Neues in der menschlichen Entwicklung – auch nach dieser Wahl, die scheinbar in neue bleierne Zeiten weist.

Im Kiez selbst war die Widersprüchlichkeit offensichtlich:

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Es lohnte sich hier auch, die Wahlplakate anzuschauen. Die Sprüche der GRÜNEN und der Piraten waren meist richtig gut (und so bei uns in der Provinz nicht zu finden).

Am Samstag fand dann der Berlin-Marathon für Inlineskater statt, bei dem wir ja 10 mal teilgenommen hatten. Als T. und ich am Start die wohlbekannten Startgongs und -musiken hörten, mussten wir wohl beide ein Tränchen verdrücken. Wir standen einfach auf der falschen Seite des Zauns. Unsre Füße wollten wie früher mit…

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Allerdings weiß ich von den letzten Kilometern, dass das leichtfüßige Schweben irgendwann auf den 42 Kilometern aufhört und der Straßenbelag immer rauher zu werden scheint und jeder kleinste Anstieg den Puls hochtreiben kann. Wir warteten bis auf den „Besenbus“, von denen erstaunlicherweise zwei ziemlich voll zu sein schienen und meist voller junger Leute. Wir warteten auch auf den Letzten, der knapp vor dem Bus mit jedem Meter kämpfte. Ich kenne das… ich war schon mal vom Besenbus überholt worden und hatte dann mächtig zu tun, mich wieder vorzukämpfen.

Bärbel aus Bayern, die mich ein paarmal auf den letzten Kilometern noch überholt hat, war zumindest am Start auch wieder dabei. Hochachtung!

Da ich ja durch den Umzug und den skate-ungünstigen Wohnort nicht mehr recht zum Trainieren komme, werde ich wohl da nie wieder dabei sein. Ich hatte dieses Jahr noch nie die Skater angehabt! Aber am Sonntag waren wir dann auf dem Tempelhofer Feld. Hier machte das Skaten wieder richtig Spaß.

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Ob Fliegen wirklich schöner ist?

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T. konnte als Berlinerin auch den Aufruf zum Tempelhofer Volksbegehren unterschreiben. Was hier alles schon gewachsen ist, konnte man besonders im Bereich der Gemeinschaftsgärten anschauen. Beim Allmende-Kontor fand ich den Namen einer anderen Bekannten, die ich bei einer meiner letzten Berlinreisen auch besucht hatte.

So schließen sich die Kreise…

Jetzt genieße ich wieder die Ruhe in meinem neuen Wohnort, aber wie um eine Sonne führt mich das Leben immer wieder in die Nähe von Berlin. Das muss doch was bedeuten… (oder auch nicht…).

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