Adventsgrüße

Ich hab diesmal hier aufm Dorf endlich mal nicht mitbekommen, wie schon im Oktober und November in den Einkaufspassagen die Weihnachtsstimmung erzwungen werden sollte. Das Abwehren dieser falschen Stimmung hat es mir immer schwer gemacht, dann zur tatsächlichen Weihnachtszeit zu spüren, ob da nicht doch so etwas einziehen kann wie Beruhigung und Besinnung.

Ich konnte nun zum ersten mal unsere neue Wohnung schmücken. Ich stelle fest, dass mir am meisten an den alten Stücken liegt: den selbst ausgesägten Holzfiguren meiner Schwiegermutter, den Figuren eines alten Weihnachtskranzes meiner Mutti und der Pyramide, die meine Kindheit begleitete.

Es ist nicht leicht auszubalancieren, dass man das ablehnt, was aus Weihnachten gemacht wird (Eiapopeia-Friede-Freude-Eierkuchen und Konsumfest) und gleichzeitig sich das nicht versagt, was einem gut tut daran.

Irgendwer schickte mir vor kurzem einige Liedtexte, die mir gut gefallen. Ich finde sie im Internet nicht, deshalb kann ich sie nicht verlinken.

Eine Strophe geht so:

Oh Einkaufsrausch, oh Einkaufsrausch,
du gehst mir auf die Nerven.
Dich gibts nicht nur zur Winterzeit
und Schlussverkauf – ich bin dich leid.
Oh Kaufrausch, oh Kaufrausch,
du gehst mir auf die Nerven.

Zu welcher Melodie das gehört, ist sicher leicht rauszubekommen, oder?

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