Am Donnerstag Abend, also am 29. Mai, waren fast alle gut angekommen, hatten ihre Betten bzw. Matratzen in Beschlag genommen, gut gegessen und dann gings schon los mit dem ersten Beisammensein. Insgesamt war eine interessante Mischung an Menschen gekommen. Eigentlich alle kannten schon einige andere.

Das „Kennenlernspiel“ bestand nun darin, ein Seil jeweils von einer Person zu einer anderen zu werfen, und die werfende erzählte dann, woher sie die andere, zu der sie das Seil geworfen hatte, kennt. Am Schluss waren wir alle miteinander verbunden, alte und neue Bekannte. Das Netz zwischen uns war ein schönes, tragfähiges Bild.

Sehr passend fand ich auch die Vorstellungsrunde: Jede Person war gebeten worden, einen Gegenstand von zu Hause mitzubringen, der symbolisiert, in welcher Lebenssituation wir uns gerade befinden und wie wir uns damit fühlen. Ich hatte eine Kerze mitgebracht, die an beiden Enden gebrannt hatte, aber grad an keiner mehr brennt… R. hatte auch ein Buch mitgebracht mit einem Zitat von B. Brecht. Es geht dort um zwei Arten von Klugheit:

Eine Klugheit besteht darin, sich seinem Vorgesetzten zu unterwerfen, um sein Abendessen zu verdienen. Die andere Klugheit könnte darin bestehen, das System von Vorgesetzten abzuschaffen. Aber um dies zu tun, braucht man (zumindest eine Zeitlang) noch die Klugheit der ersten Art, denn auch dazu muss man zu Abend essen.

Auf dieses Zitat beziehen wir uns in den nächsten Tagen noch öfter.

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