Sepideh
Zum zweiten Mal habe ich mir den Film „Sepideh – ein Himmel voller Sterne“ angeschaut. Die Geschichte dieses iranischen Mädchens geht mir sehr nahe, denn ich finde mich zum großen Teil in ihr wieder.

Glücklicherweise hatte ich mehr Glück mit meinem Geburtsland. In der DDR hatte ich soziale Sicherheit und alle Unterstützung, die ich mir wünschen konnte. Abitur zwar auf einem Umweg, dann Physikstudium… mein Brief an einen berühmten Astronomen wurde auch freundlich mit der Zusendung eines Buches beantwortet… (erst die „Wende“ stoppte meinen Weg dahin, meine Berufung auch zum Beruf machen zu können).

Trotz der so unterschiedlichen Lebensumstände ist vieles ähnlich. Was sagt Sepideh im Film?

„Mich schmerzt es, mit Fischen in einem Teich zu leben, die sich den Ozean nicht vorstellen können.

Man muss erst selbst in den Ozean, um Gleichgesinnte zu finden. Und dieser Weg ist, auch wenn die finanziellen Hürden gemeistert sind, noch sehr lang. Und für jede von uns Mädchen und Frauen steht nach wie vor auch die Frage, wie sich dieser Weg mit einer Partnerschaft und Kindern gestalten kann.

Mädchen mit BaumEs it frappierend, wie stark das Filmposter in Stimmung und Haltung dem Bild „Mädchen mit Baum“ von Carl Hofer ähnelt. Ich fand es als Kind in einem Schulbuch und es hatte viel mit mir zu tun.

Es gibt nicht nur einen Fisch im Teich, wir treffen uns im Ozean…

Ich hoffe, dass Sepideh ihren Taum leben kann. Ich kann allen, die ähnlich fühlen, noch einen Spruch mit auf den Weg geben:

Beim Flug zum Mond kann es passieren, dass Du ihn verfehlst. Aber dann bist Du weiter auf dem Weg zu den Sternen…

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