Wissenschaft in der Zeitgeistbewegung
Durch die Begegnung mit Menschen, die sich der Zeitgeistbewegung verbunden fühlen, bin ich vor einigen Wochen herausgefordert worden, mir dazu eine Meinung zu verschaffen. Bisher hatte ich gedacht, dass der Hype um die „Zeitgeist“-Filme doch inzwischen vorbei sei und die dadurch inspirierte Bewegung „Zeitgeist-Movement“ wohl auch keine längere Lebensdauer haben würde, als viele andere.

Wir hatten inzwischen auch einen sehr lebhaften Diskussionsabend in der „Zukunftswerkstatt Jena“ dazu. Ich habe mich nun noch einmal mit einer Kernfrage der Leitlinien der Zeitgeist-Bewegung beschäftigt: Ihrem Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Ich referiere erst die in den Leitlinien der Zeitgeistbewegung genannten Ansichten dazu und stelle dem dort Gefundenen wichtige Argumente aus einer umfassenderen Wissenschaftstheorie gegenüber.

Teil I: Zeitgeist-Bewegung

Die Zeitgeistbewegung hat in vielen Punkten Gemeinsamkeiten mit anderen alternativen Bewegungen, Konzepten und Projekten. So gibt es am gegenwärtigen Zustand der Welt vieles zu kritisieren, wobei sich viele weitgehend einig sind. Auch die Vorschläge, die Welt anders zu gestalten, haben meist viele Gemeinsamkeiten. Zur Zeitgeistbewegung fühlen sich viele Menschen zugehörig, die ebenfalls ihre Kritik am Gegebenen mit Aktivitäten zur grundlegenden Veränderung der Gesellschaft verbinden wollen.
Bei der Beschäftigung mit der Zeitgeistbewegung fiel mir auf, dass das Spezifische bei ihr vor allem die Berufung auf die Wissenschaftlichkeit ist. Franky Müller formuliert das Ziel der Zeitgeistbewegung in einem Interview so:

„TZM, als globale Bewegung beschäftigt sich mit der Anwendung der wissenschaftlichen Methode auf gesellschaftliche Belange.“

Da ich aus dem marxistischen Kontext komme, ist mir die Orientierung auf Wissenschaftlichkeit nicht fremd, schließlich war und ist mit dem Marxismus die Hoffnung verbunden, dass die gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr von persönlicher Herrschaft oder der Marktanarchie bestimmt wird, sondern bewusst gestaltet werden kann. Bewusstsein bezog sich dabei nicht auf die individuell-subjektive Bewusstheit, sondern auf das Bewusstsein über die objektiven Zusammenhänge. Struktur und Dynamik der Gesellschaft sollten nicht mehr als Folge von vereinzelten Handlungen entstehen, bei denen die Ganzheit nicht bewusst ist, sondern erst „hinter dem Rücken“ der Menschen durch die „unsichtbare Hand“ zu einer Gesamtheit zusammengefügt wird. Die durchgehende Bewusstheit sollte politisch durch die Durchdringung fast aller Lebensbereiche mit politisch-ideologischen Schulungen und durch das Planungssystem in der Wirtschaft erreicht werden. Beides hat sich heutzutage erledigt. Der Anspruch der Wissenschaftlichkeit erlebt nun eine neue kleine Blüte innerhalb der Zeitgeistbewegung.

Die Zeitgeistbewegung hat in ihrer noch recht kurzen Geschichte durchaus für viele Debatten gesorgt. Sie entsprang den „Zeitgeist“-Filmen von Peter Joseph, die vielerlei mehr oder weniger spekulative Ansichten zur Lage der Welt, ihren Ursachen und möglichen Alternativen zusammenmixen. Mehr spekulativ beginnt es mit historischen Bibelexegesen, anderes verabsolutiert einzelne Theorien und Konzepte, aber durchgängig ist die Kritik der vorherrschenden Wirtschaftsweise und Kultur auf der Erde und spätestens im Film „Zeitgeist: Moving Forward“ gibt es auch Vorstellungen zur Alternative. Diese beruht im Film noch weitgehend auf dem bis dahin eher unbekannten „Venusprojekt“ von Jacque Fresco, eines Visionärs der alten Schule aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. In den Filmen fanden viele Menschen einen treffenden Ausdruck ihrer Befürchtungen und Hoffnungen, deshalb fanden sich seit 2008 weltweit zigtausende zusammen und bilden seitdem die „Zeitgeistbewegung“ (TZM = „The Zeitgeist-Movement“). Die Inhalte der Filme gelten nicht als für alle bindend, sondern lediglich als „inspirierend“. Für die Bewegung gab es 2009 eine Orientierungs-Guide, den noch Peter Joseph, Jaques Fresco und dessen Partnerin Roxanne Meadows als Autoren unterzeichneten. Zwischen 2010 und 2011 gab es jedoch eine Trennung eines großen Teils der Zeitgeistbewegung von der Bindung an das Venus-Projekt und speziell auch ihrer Schöpfer Fresco und Meadows. Derzeit ist der Text „The Zeitgeist Movement defined“ als Orientierung aktuell. (Ihn gibt es derzeit nur auf Englisch online, ich zitiere später den schon auf deutsch erschienenen Teil in Deutsch, den Rest in Englisch).

Der Bewegung bzw. bestimmten Aktivisten wurden verschwörungstheoretische und antisemitische Haltungen vorgeworfen, deshalb sind andere alternative Bewegungen häufig kritisch und ablehnend (vgl. taz 2011). Daran will ich  mich nicht abarbeiten.

Es gibt vieles in diesem Konzept, dem ich auch zustimmen kann. Natürlich will ich auch „sauberes Wasser und Luft, nahrhaftes Essen, Reichtum an Rohstoffen, schnelle, saubere und effiziente Fortbewegung, praktisch anwendbare Ausbildung, öffentliches Gesundheitswesen, das Ende von Kriegen, persönliche Freiheit, eine Umgebung, in der wir laufend unsere Fähigkeiten verbessern können, menschliches Wachstum, weniger Stress, weniger Verbrechen“ (Orientierungs-Guide 2009). Auch ich kritisiere, dass aus dem Streben nach Profit heraus zu viele und nicht haltbare Produkte produziert werden, dass mit den Ressourcen verschwenderisch umgegangen wird, dass Menschen unterdrückt und ausgebeutet werden. Aber schon bei der Analyse der Ursachen für die Misere habe ich andere Ansichten. Nach TZM war Geld einst ein angemessenes Medium, um Knappheit zu verwalten – erst die wissenschaftlich-technische Entwicklung habe Bedingungen erzeugt, unter denen eine Unterordnung unter die Geldwirtschaft „unnötig“ sei – als sei sie früher „nötig“ gewesen! Auch sonst ist die Geldtheorie, die seit den Filmen vertreten wird, fragwürdig. Da Geld aber sinnvollerweise sowieso abgelehnt wird, sind Mankos in dessen Theorie eigentlich egal. Auffallend ist aber diese Betonung der „Unnötigkeit“ auch bei der Frage der Kriege. So wird formuliert: „Die Tage sinnvoller Kriegführung sind schon lange gezählt“ (TZM-Def., S. 39) – dies impliziert, dass es „Tage sinnvoller Kriegführung“ gegeben habe…

Ich will mich aber nicht an diesen Einzelfragen abarbeiten, sondern aufs das Thema zurückkommen, das schon oben als das Spezifische von TZM erwähnt habe: Die Berufung auf die Wissenschaftlichkeit.

Wissenschaftlichkeit in den TZM-Leitlinien

Angesichts der in den letzten Jahrzehnten um sich greifenden Wissenschaftsfeindlichkeit, die mit bestimmten Strömungen der Postmoderne sogar eine theoretische Unterfütterung bekam und nun bis hin zur Verleugnung der Fakten im „postfaktischen“ Zeitalter führte, sollte ich mich über eine Stärkung der Wissenschaftlichkeit vielleicht sogar eher freuen. Wenn dieser Versuch aber selbst auch wieder so ausgeführt, ist dass er berechtigterweise Ablehnung provoziert, dann hat die Wissenschaft nichts gewonnen.

Wie also bezieht sich die Zeitgeistbewegung auf die Wissenschaft?

Schon in ihrem Ziel wird es ausgesprochen: Es geht um das Zusammenfassen der „wissenschaftliche[n] Resultate zu einem gemeinsamen gesellschaftlichen Imperativ“ (TZM defined: 3). Noch einmal deutlicher ausgedrückt: Das neue Gesellschaftssystem soll „wissenschaftlich hergeleitet“ („scientifically derived“) werden. Auch die Ökonomie soll “direkt aus den herrschenden wissenschaftlichen Gesetzen der Natur” abgeleitet werden (ebd.: 10, vgl. dt. Version, S. 12).

Der Marxismus wird von TZM übrigens deshalb abgelehnt, weil er mit dem Verweis auf Klassen und dem Ziel einer klassenlosen Gesellschaft noch zu „moralisch“ ist und noch „nicht basiert auf einer „berechneten“ Weltsicht“ )(„not based on this „calculated“ worldview“) (TZM-defined: 30,vgl. auch dt. Version S. 31).

Gemeinsames technisches Wesen von Natur und Gesellschaft

Der Anspruch auf eine „wissenschaftliche Ableitung“ der Gesellschaft bedeutet nicht nur etwas für unser Handeln, sondern sagt auch etwas aus über die zugrunde gelegte Welt-Anschauung: Es wird davon ausgegangen, dass sich physikalische und andere Systeme wie die Gesellschaft kaum unterscheiden, auch hierzu Franky Müller (2015):

„In diesem Modell ist die Gesellschaft ein Spiegel der Natur und so kann dieses Gesellschaftssystem erweiternd auch eine Naturgesetz/Ressourcenbasierte Wirtschaft genannt werden. Demzufolge sprechen wir hier von einem anpassungsfähigen, sozio-ökonomischen System, das sich direkt aus physischen Bezugspunkten ableitet, welche durch die naturwissenschaftlichen Gesetze bestimmt werden.“

Im älteren Orientation- Guide (2009) wird die Identität von Physik und Gesellschaft drastisch dargestellt:

„Es gibt keinen „republikanischen“ oder „liberalen“ Weg, ein Flugzeug zu konstruieren… warum sollten wir also diese veralteten Weltanschauungen auf die Gesellschaft anwenden? Wenn wir erkennen, dass die Gesellschaft eine technologische Erfindung mit variablen Komponenten ist, wie es auch im Flugzeugbau variable Komponenten gibt, dann sollte unsere Orientierung an sogenannter „Regierung“ rein wissenschaftlich sein. „Politik“ ist überholt, denn ihre Prozesse sind zum größten Teil subjektiv und lassen sich wissenschaftlich nicht belegen.“ (Orientation-Guide: 39)

Dieses Bild findet auch nach der Trennung von Jesco Verwendung:

“Wir sollten uns mit Gesellschaftssystemen genauso beschäftigen, wie wir ein technisch optimiertes Flugzeug entwerfen, denn ihre Funktionsweise ist ebenso technisch.” (TZM-Definition: 43, engl. Version: 41)

Das betont auch Franky Müller:

„Gesellschaft ist sozusagen eine technische Erfindung. Und die effizientesten Methoden zur Optimierung von menschlicher Gesundheit, der Produktion, dem Vertrieb, der städtischen Infrastruktur usw. finden sich im Bereich von Wissenschaft und Technologie – nicht in der Politik oder im Finanzsystem. Eine Gesellschaft funktioniert schlichtweg auf die gleiche systematische Art und Weise wie, sagen wir, ein Flugzeug, und es gibt einfach keine „linke“ oder „rechte“ Art, ein Flugzeug zu bauen.“

In einer Fußnote der „Definitionen“ wird noch einmal bekräftigt, was mit „technisch“ gemeint ist:

„Der Begriff „technisch“ wird in diesem Text häufig verwendet und steht quasi als Synonym für „wissenschaftlich“ um die kausale Natur aller existierenden Phänomene besser zu beschreiben – sogar menschliches Verhalten und Psychologie/Soziologie selbst. Eine zentrale Prämisse von TZMs angestrebten Zielen ist, dass Problemlösungen und das Aufkommen von Potenzialen eine „technische“ Evaluierung sind und dieser Ansatz – angewandt auf alle gesellschaftlichen Bereiche – liegt im Kern des angestrebten neuen Gesellschaftsmodells.“ (TZM-Defin., engl. Version Fußnote 41 auf S. 20, dt. Version: Fußnote 42, S. 239)

Technizistische Entwicklungstheorie

Bei den Aussagen zur gesellschaftlichen Entwicklung wird auch deutlich, dass diese durchgängig so gesehen wird, als würden wissenschaftliche und technische Entwicklungen ihren Verlauf und Fortschritt bestimmen. Die derzeitigen Probleme werden daran festgemacht, dass Wissenschaft und Technik im nicht sozialen Bereich viel mehr Möglichkeiten (Beseitigung der Knappheit, Verkürzung der notwendigen Arbeitszeit) bereit stellt, als gesellschaftlich genutzt werden – und zwar deshalb, weil die Gesellschaft noch nicht nach wissenschaftlichen Maßstäben gestaltet werde (vgl. ebd.: 12). Für die Gesellschaft müsse die Anwendung der Wissenschaft und Technik quasi nachgeholt werden, wann wäre alles paletti. Diese Sichtweise sieht, und darauf ist sie auch noch stolz, die Probleme der menschlichen Entwicklung nur als technische Fragen. Herrschaft und Macht werden ausgeblendet bzw. als abgeleitetes Phänomen der nicht wissenschaftsbasierten Gesellschaft angesehen. Viele Probleme dieser Welt werden als Folge einer „strukturellen Gewalt“ betrachtet, womit durchaus etwas Wahres über die gesellschaftlichen Verhältnisse ausgedrückt wird. Obwohl TZM behauptet, die Gründe der Probleme auszuloten, bleiben die Texte bei diesen Gründen aber sehr abstrakt. Letztlich, so kann man finden, lassen sich diese Probleme durch eine wissenschaftliche Gestaltung der Welt lösen – was darauf hindeutet, und auch ausgesprochen wird, dass die „strukturelle Gewalt“ lediglich als Folge von nicht gefundenem und angewandtem Wissen betrachtet wird, also rein „technisch“.

Kausale Determiniertheit

Wie schon erwähnt, wird ein optimiertes menschliches Handeln ständig dem Wirken von Naturgesetzen gleichgesetzt.

„Wie im späteren Verlauf genauer ausgeführt wird, ist die Anwendung der Methode der Wissenschaft nicht auf die „physische Welt“ beschränkt und demnach liegen das Gesellschaftssystem, Infrastruktur, relevante Bildung und sogar das Verständnis menschlichen Erhaltens selbst innerhalb der wissenschaftlichen Kausalität.“ (TZM-Definition: 31, engl. Version: 29)

Demnach sollen Naturgesetze auch noch etwas „Kausales“ darstellen; die „wissenschaftliche Kausalität“ wird nicht nur einmal erwähnt, sondern kennzeichnet in dieser Vorstellung geradezu wissenschaftliche Zusammenhänge. Die Welt wird also auch als durchgängig kausal determiniert vorgestellt. Dies gilt auch für die Gesellschaft.

Natur als „Diktatur“

Die richtige Erkenntnis, dass wir Menschen als lebendige Organismen bestimmte natürliche Voraussetzung brauchen und diese nicht in beliebiger Weise erzeugt werden können, wird verabsolutiert in einer statisch-starren Naturvorstellung. Franky Müller äußert sich dazu:

„So hart das klingen mag – die Natur ist eine Diktatur. Und wir können entweder auf sie hören und uns in Einklang mit ihr bringen oder die unvermeidlichen negativen Konsequenzen erleiden. Die Frage bleibt also, ob der Mensch es lernt, sich ihren Gesetzen anzupassen und diese zu respektieren. Aus Sicht der Natur gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur, ob etwas funktioniert oder nicht.“

Diese Sicht auf die Natur ist das platte Gegenteil von einer Ansicht, die die Natur als unendlich ausbeutbar und gestaltbar betrachtet. Das platte Gegenteil von etwas ist aber meist nie viel richtiger.

Die Einseitigkeit der Sicht des Verhältnisses von Mensch und Natur findet sich auch in folgendem Zitat wieder:

„Für eine Spezies ist es nur logisch, sich möglichst optimal den Bedingungen in ihrem heimischen Lebensraum anzupassen, auf den sie für das Überleben angewiesen ist. Jede andere Ausrichtung ist per Definition irrational und kann nur zu Problemen führen.“ (TZM-Def. dt., S. 36)

Wenn die Menschen sich nur anpassen, verlieren sie ihre Menschlichkeit, denn sie können nicht mehr arbeiten, d.h. ihre Lebensbedingungen „im Stoffwechsel mit der Natur“ (MEW 23: 192) selbst schaffen. Dass sie dabei die sachliche Gegebenheit der natürlichen Lebensgrundlagen berücksichtigen müssen, ist damit nicht negiert. Aber die schöpferische Umgestaltung von Naturgrundlagen durch Menschen lässt sich nicht mit dem Begriff der „Anpassung“ kennzeichnen.

Eliteanspruch?

Dass die gesellschaftliche Entwicklung aus der Wissenschaft „abgeleitet“ werden soll, führt häufig auch zu der Vorstellung, dass die Gesellschaft von einer Elite der Wissenschaftler beherrscht werden könnte. Diese Vorstellung wird von TZM-Vertretern aber als unzutreffend zurück gewiesen.

Trotzdem ist mit dem Konzept inhaltlich behauptet, dass es auch für gesellschaftliche Fragen nur eine Wahrheit gäbe, und der wirklich wissenschaftlichen Sichtweise „kann nicht widersprochen werden durch einen anderen Ansatz“ (ebd.: 40). Die Menschen müssten eben nur durch Bildung alle dazu gebracht werden, diese Wahrheit einzusehen. Meinungsstreit gibt es nicht mehr. Originalton Franky Müller: „Das Schöne am Zeitgeist Movement ist, dass hier die Logik diktiert.“

Das heißt, es gibt scheinbar nicht mehr wirklich etwas zu entscheiden. Im Orientierungs-Guide von 2009 steht noch deutlich:

„In einer ressourcenbasierten Ökonomie treffen Menschen keine Entscheidung, sie erlangen sie durch den Gebrauch fortschrittlicher technologischer Werkzeuge in Verbindung mit wissenschaftlicher Methodik.“ (Orientierungs-Guide: 39)

In „TZM-Defined“ wird etwas vorsichtiger formuliert:

„Science gives a vehicle to arrive at conclusions, not „make them“…“ (TZM-defined: 238).

Für die von der Bewegung vertretenen Inhalte wird betont, dass die TZM niemanden etwas aufzwinge. „Es ist eher so, dass daran gearbeitet wird, den Menschen einen offenen Gedankengang klar zu machen, dessen Wichtigkeit dann möglichst selbst, auf einem eigenen Level und im eigenen Tempo, verstanden wird.“ (TZM-Definition: 11). Das Wort „offen“ soll hier andeuten, dass nicht alles festgelegt sei. Das widerspricht aber den zugrunde gelegten Annahmen über die Welt (Identität von Physik und Gesellschaft in ihrer Technizität, kausaler Determinismus… ).

Wie funktioniert die TZM-Wissenschaft?

Darüber, wie die wissenschaftliche Methode funktioniert, finden sich nur ziemlich verworrene Ansichten. Bei der Kritik der bürgerlichen Wirtschaftstheorien etwa wird geschrieben:

„Der zentrale Punkt ist, dass die Eigenschaften, die in den vorherrschenden Theorien der modernen Wirtschaft als „gegeben“ angesehen werden, nicht auf physikalischer Verifizierung basieren. Dies wäre für eine wissenschaftliche Validierung aber notwendig.“ (TZM-Def., S. 88)

Wenn man weiß, wie die Physik funktioniert, weiß man auch, dass eine „physikalische Verifizierung“ (wenn überhaupt) auch nur für physikalische Objekte funktioniert, für deren Verhalten und Beziehungen bestimmte physikalische Grundgrößen gebildet wurden, die aus jedem Physiklehrbuch bekannt sind. Was soll ich aber mit Grundgrößen wie Masse, Kraft, elektrischer Spannung, Elektronenspin oder mit dem Fall-, den Keplerschen und anderen physikalischen Gesetzen in der Wirtschaftstheorie anfangen? Was nützt mir das Gravitationsgesetz bei gesellschaftlichen Fragestellungen nach der Organisierung der Arbeitsteilung?

Eine andere Darstellung der „wissenschaftlichen Methode“ wird im Orientierungs-Guide von 2009 beschrieben:

„Die wissenschaftliche Methode besteht aus drei Schritten:
1. Das Erkennen einer Idee oder eines Problems, das gelöst werden muss.
2. Die Anwendung von logischem Denken (*) zum Aufstellen einer Hypothese unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen.
3. Das Testen der Hypothese in der physikalischen Welt durch Beobachten.
(*) „Logik“ ist dabei definiert als eine Methode des menschlichen Denkens, das Überlegen in einer linearen, schrittweisen, Ursachen und Wirkungen basierte Weise beinhaltet und das möglichst viele relevante Informationen nutzt, um eine Folgerung oder Hypothese zu erlangen.“ (Orientierungs-Guide: 21f.)

Darin wird sicher kein Naturwissenschaftler die Beschreibung seiner wissenschaftlichen Tätigkeit wieder erkennen. Ich weiß nicht, woher diese Vorstellung von Wissenschaft stammt, sie könnte maximal noch so etwas wie eine Aristotelische Wissenschaft beschreiben. Das Problem könnte dann etwa sein: Wie schnell fallen die Dinge? Die Hypothese wäre: Schwere Körper fallen sicher schneller als leichte. Und die beobachtende (und sogar ein wenig experimentierende) Bestätigung: Ja, wenn ich eine Eisenkugel von einem Turm fallen lasse, fällt sie tatsächlich schneller als eine Feder. Wer nur ein wenig Ahnung von der neuzeitlichen Wissenschaft hat, weiß natürlich, dass das ein Irrtum ist. Diese Methode taugt nicht mal in der Physik.

Was soll ich also nun von einer „Orientierung“, bzw. von „Definitionen“ für eine Bewegung halten, die sich durch den Verweis auf die Wissenschaftlichkeit ihres Handelns von anderen auszeichnet, deren Vorstellung von Wissenschaft aber extrem ungenügend ist?

Teil II: Wenn schon Wissenschaftlichkeit, dann richtig!

Trotz des hohen Bildungsanspruchs in der Zeitgeist-Bewegung wird es sicher unterschiedliche Ansichten zum Anspruch der Wissenschaftlichkeit und dazu, was das bedeutet, geben. Wenn einfach nur gemeint ist, dass Menschen ihren Entscheidungen auch wissenschaftlich ermittelte Informationen zu Grunde legen, gibt es meiner Meinung nach keine Probleme, aber auch keine Besonderheit des TZM-Konzepts gegenüber den meisten anderen kritisch-alternativen Konzepten mehr.

Ich nehme den Orientierungs-Guide bzw. die Definitionen für die Bewegung hier ernster und beim Wort. Dass ich vielem kritisch gegenüberstehe, lässt sich meiner bisherigen Beschreibung sicher schon entnehmen. Vielleicht wird diese Kritik deutlicher, wenn ich zeige, dass es zum Thema Wissenschaft auch andere Konzepte gibt. Es gibt dazu mehrere Texte im „Philosophenstübchen“ und meine Dissertation zur Wissenschaftsphilosophie (Schlemm 2005) – ich kann daraus nur einige Aspekte kurz anschneiden.

Wissenschaftstypen

Die Wissenschaft unterliegt auch einer Entwicklung; Herbert Hörz unterscheidet verschiedene „Wissenschaftstypen“ als „die jeweils konkret-historische Art und Weise, wie Wissenschaftler neue Beziehungen und Gesetze der Natur, der Gesellschaft, des menschlichen Bewußtseins und Verhaltens erkennen, Entdeckungen in Erfindungen umsetzen, dazu neue Technologien entwickeln usw.“ (Hörz 1996a: 981) Sie gehören jeweils unterschiedlichen Kulturstufen an:

„Der 1. Kulturstufe (persönliche Abhängigkeitsverhältnisse) entspricht ersichtlich die Herausbildung der Wissenschaft und der Wissenschaftstyp des Zunfthandwerks und der autarken Landwirtschaft. Die 2. Kulturstufe (persönliche Unabhängigkeit, gegründet auf sachlicher Abhängigkeit) und der Wissenschaftstyp der industriellen Revolution sind engstens miteinander verbunden. Die 3. Kulturstufe (freie Individualität, gründet auf universeller Entwicklung der Individuen als frei assoziierter Produzenten unter gemeinschaftlicher Kontrolle) setzt sozialistische Produktionsverhältnisse voraus und lässt sich nur auf der Grundlage einer Produktivkraftentwicklung verwirklichen, für die die wissenschaftlich-technische Revolution heute die Voraussetzungen schafft. Das erfordert nach dem gegenwärtigen Stand theoretischer Überlegungen auch die Herausbildung eines neuen Wissenschaftstyps, dem der wissenschaftlich-technischen Revolution.“ (Hörz, Röseberg 2013: 50)

Wissenschaft, wie sie heute aktuell ist, unterscheidet sich als „neuzeitliche“ Wissenschaft (entspricht ungefähr dem Typ 2) deutlich von dem Aristotelischen Wissenschaftstyp (Typ 1). Für die Physik ist sie vor allem verbunden mit den Leistungen von Galilei und Newton. Das Besondere daran ist, dass es nicht mehr darum geht, so etwas wie die Substantialität der Welt zu ergründen, sondern ihr „Gegenstand“ (das Wort „Gegenstand“ meint hier nicht ein körperliches Ding, sondern „etwas, das behandelt wird“) sind relationale Zusammenhänge. Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist die Erkenntnis von Gesetzen. Ein Gesetz ist bestimmt als ein „objektiver, allgemein-notwendiger, sich unter gleichen Bedingungen wiederholender und wesentlicher, d.h. den Charakter der Erscheinungen bestimmender Zusammenhang zwischen Objekten und Prozessen der Natur, der Gesellschaft oder des Denkens, der in wissenschaftlichen Theorien durch Gesetzesformulierungen widergespiegelt wird“ (Hörz 1996b: 342).

In den Gesetzesformulierungen werden meist Parameter verwendet, mit denen der Zusammenhang erfasst werden kann. In der Physik sind das die sogenannten „Grundgrößen“. Der wichtigste Teil einer wissenschaftlich grundlegenden Innovation ist immer die Bestimmung neuer Grundgrößen; Galilei führte z.B. die Größe „Masse“ ein und ermöglichte damit den Beginn einer dynamischen physikalischen Theorie (im Unterschied zur vorherigen bloß kinematischen Beschreibung). Newton schließlich klärte die Beziehung der Grundgrößen Masse, Raum, Zeit, Kraft usw. so, dass eine in sich stimmige Theorie der mechanischen Bewegung möglich wurde, was z.B. mit der Leibnizschen Verwendungsweise ähnlicher Größen nicht gelang. Etwas später entstanden auch fehlleitende „mechanistische“ Interpretationen der Newtonschen Physik, die auch heute noch von vielen vertreten wird, weil sie keine bessere Interpretation kennen (vgl. von Borzeszkowski, Wahsner 1978, vgl. auch Schlemm 2004). Dabei werden z.B. die Größen Kraft und Impuls verwechselt.

Der von Hörz und Röseberg dem Sozialismus/Kommunismus zugeschriebene dritten Wissenschaftstyp unterscheidet sich übrigens vom zweiten dadurch, dass er die Natur nicht mehr als etwas Äußerliches, als etwas zu Beherrschendes betrachtet und sie auf technisch Verfügbares reduziert, sondern ein entwicklungstheoretisches Naturverständnis zugrunde legt. (Hörz, Röseberg 2013: 52ff.) In der Physik spielen dann nichtlineare Prozesse der Selbstorganisierung eine wesentliche Rolle, in der Biologie werden alle Phänomene als Entwicklungsprodukte betrachtet und die Gesellschaft findet als dynamisches Verhältnis auch andere theoretische Konzeptionen.

Der Orientierungs-Guide von TZM lehnt sich mit der beschriebenen „wissenschaftlichen Methode“ eher noch an den aristotelischen Wissenschaftstyp an. Trotzdem arbeitet er natürlich auch mit den durch die neuzeitliche Praxis gewohnten Begriffen. Der Begriff „Logik“ ist in diesem Kontext etwas unmotiviert, denn mit Logik allein gibt es keine Welterkenntnis, sondern nur eine „Theorie des Umgangs mit Termini, Aussagen und Operatoren“ (Hörz, Röseberg 1990/2013: 26; vgl. Wessel 1996). Die Verwendung des Wortes „Logik“ lässt darauf schließen, dass damit letztlich die Gesetze gemeint sind, etwa wenn es heißt, „dass wir tatsächlich durch feststehende Kräfte mit inhärenter, messbarer und vorhersehbarer Logik gebunden sind“ (TZM-Definition: 17).

Kausalität und Erklärung

Auffallend ist auch die häufige Identifikation von wissenschaftlichen Zusammenhängen mit Kausalität. Ich habe in meiner Dissertation beschrieben, wie auch in den realsozialistischen Ländern bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein Gesetzmäßigkeit und Kausalität identifiziert wurde und wie diese Vereinfachung erkannt und korrigiert wurde (Schlemm 2005: 236f.). Zusammengefasst kann man den Unterschied zwischen beidem so formulieren: „Kausalität betrifft das konkrete Ereignis, Gesetz den Ereignistyp.“ (Hörz, Röseberg 1990/2013: 30) Oder auch:

„Zwar ist die durchgängige Kausalität Voraussetzung der universellen Gesetzmäßigkeit der objektiven Welt, doch der Begriff des Gesetzes ist wesentlich weiter und umfassender als der Kausalbegriff. […] Gesetze sind notwendige Zusammenhänge, die allgemeinen Charakter haben, während kausale Zusammenhänge zwischen einzelnen, konkreten Erscheinungen und Prozessen existieren.“ (Kosing 1957)

Dieser Unterschied wird nur selten gesehen. Das zweite Newtonsche Axiom (Die Kraft ist gleich dem Produkt aus Masse und Beschleunigung) wird häufig so interpretiert, dass die Kraft auf der linken Seite der Gleichung als „kausale Ursache“ der Beschleunigung auf der rechten Seite der Gleichung zu lesen sei. Das ist aber falsch. Das Gesetz besagt lediglich, dass zwischen Kraft und Beschleunigung ein funktionaler Zusammenhang besteht (vgl. auch Schlemm 2004 zur Verwechslung von Kraft und Impuls in der mechanistischen Weltsicht).

Kausalität bezieht sich also auf eine unmittelbare Beeinflussung von zwei Erscheinungen. Gesetze haben es mit allgemein-notwendigen Zusammenhängen zu tun. Trotzdem ist es sinnvoll, auch einzelne Erscheinungen mit dem Gesetzesbegriff zu verknüpfen. Das geschieht aber nicht durch eine einfache Identifizierung von Gesetz und Kausalität, sondern höchstens über das Hempel-Oppenheimer-Schema. Dabei wird ein Ereignis dadurch erklärt, dass ein Gesetz dafür gilt und bestimmte Bedingungen gegeben sind und diese zusammen das Ereignis erklären.


Hempel-Oppenheim-Schema
(leicht verändert nach: TU Dresden)

Dabei kann aber nicht sinnvollerweise davon gesprochen werden, das Gesetz oder die Bedingung gelte als Ursache und das Ereignis als Wirkung, sondern Kausalität und die Erklärung eines Ereignisses aus einem Gesetz und existierender Bedingungen sind Vorgänge unterschiedlicher Art. Außerdem gilt dieses Schema insgesamt nur eingeschränkt. Denn letztlich werden durch die Wissenschaft nicht beliebige Ereignisse beschrieben oder erklärt, sondern relationale Zusammenhänge zwischen bestimmten Größen, die qualitativ bestimmte Verhaltensweisen der jeweiligen Wissenschaft so beschreiben, dass ihre Beziehungen messbar sind. Ab hier müssten wir nun in eine sehr differenzierte Betrachtung der einzelnen Wissenschaften eintreten, weil die Größenbildung und die Art der Gesetze sich je nach ihrem Gegenstandsbereich stark unterscheiden.

Bedingtheit

Wichtig ist aus dem eben genannten Schema der Verweis auf die Bedingungen. Normalerweise spricht man von Bedingungen in der Realität und für Aussagen. Für Aussagen gibt es z.B. einen Zusammenhang zwischen einer Aussage (Bedingung), deren Gültigkeit die Gültigkeit einer anderen Aussage (das Bedingte) nach sich zieht und bei einem objektiven Sachverhalt zieht die Existenz des einen objektiven Sachverhalts (Bedingung) die Existenz eines anderen Sachverhalts (das Bedingte) nach sich (Kröber 1976: 202). Aber auch die Existenz von Gesetzen ist von Bedingungen abhängig. Bedingungen sind „die Gesamtheit der Objekte, Eigenschaften und Beziehungen, die die im Gesetz enthaltenden möglichen Beziehungen realisieren.“ (Liebscher, Röseberg 1996: 108)

Physikalische Gesetze enthalten z.B. immer auch eine Bindung an Bedingungen. Liebscher und Röseberg unterscheiden spezifische, unspezifische, konstituierende und nicht konstituierende Wirkungsbedingungen eines Gesetzes sowie Begleitbedingungen (Liebscher, Röseberg 1996: 108ff.). Physikalische Gesetze können als Aussagen formuliert werden, die die Geltung einer Größengleichung für bestimmte Bedingungen behaupten. Für das Ohmsche Gesetz heißt das vollständig: „Wenn x ein homogener Leiter ist, dann genügt x der Ohmschen Beziehung R=U/I“. Bedingungszusammenhänge sind nicht mit kausalen zu verwechseln, denn sie werden als „Wenn-so-“Beziehung ausgedrückt und der Bedingungszusammenhang „Wenn ein Dreieck gleichwinklig ist, so ist es gleichseitig“ ist sicher keine kausale Beziehung (vgl. Kröber 1976; 203).

Strukturniveaus

Kommen wir noch mal auf das Ohmsche Gesetz zurück. Das Ohmsche Gesetz gilt nur, „wenn x ein homogener Leiter ist“. Daraus wird deutlich, dass es nicht gilt für den biologischen Stoffwechsel und auch nicht für menschliche Beziehungen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Dasselbe gilt aber auch für die notwendige Unterscheidung zwischen Naturwissenschaft und Ökonomie. Kein naturwissenschaftliches Gesetz kann direkt Aussagen für die Ökonomie „ableiten“.

Dass z.B. ökologische Faktoren berücksichtigt werden müssen, ist mit der „Ableitungs-“ Vorstellung nicht gedeckt. Dieses Verhältnis wird besser mit der Beziehung der Strukturniveaus der Materie und der damit verbundenen Gesetzeserkenntnis beschrieben. Zu unterscheiden sind hier Strukturniveaus der Materie, die Gegenstand unterschiedlicher Wissenschaften sind: physikalisch, chemisch, biotisch, gesellschaftlich… Dabei gilt, dass die Gesetze der jeweils basalen Strukturniveaus (das Physikalische für das Chemische, Biotische, Gesellschaftliche…) einen Möglichkeitsraum aufspannen, innerhalb dessen jeweils Zusammenhänge der „höheren“ Strukturniveaus ihre eigenen Gesetze (mit eigenen Möglichkeitsräumen) bilden können. Das Basale bestimmt das „Höhere“ nicht vollständig (das wird auch als „Emergenz“ beschrieben). Die Physik gestattet z.B. vielerlei chemische Zusammenhänge. Die Biologie des Menschen bestimmt nicht ihre Kulturen. Und erst recht kann man aus den physikalischen Gesetzen nichts für die Organisierung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung „ableiten“. Wenn man innerhalb eines Strukturniveaus argumentiert, interessieren jeweils für dieses Strukturniveau wesentliche, spezifische Zusammenhänge, die nicht auf die der basaleren Strukturniveaus zu reduzieren sind. Dieser wichtige Unterschied wird bei der Reduktion von gesellschaftlichen Fragen als „technische“ bei TZM aber verleugnet, das zeigt das immer wieder wiederholte Flugzeugbeispiel:

“Wir sollten uns mit Gesellschaftssystemen genauso beschäftigen, wie wir ein technisch optimiertes Flugzeug entwerfen, denn ihre Funktionsweise ist ebenso technisch.” (TZM-Definition: 43, engl. Version: 41)

Systemtheoretische Allgemeinheit

Die Definition der Probleme als „technische“ ist in vielerlei Hinsicht verwirrend. Die Natur hat keine Technik, denn Technik ist eine menschliche Handlungsform („mit der die Beziehungen des Menschen zu sich selbst, zu anderen und zur Umwelt… reguliert werden“ (Krozn 1976; 43, vgl. auch Schlemm 2011)). Technik ist bei TZM immer das, was allen Strukturniveaus gemeinsam sein soll. Nicht in diesem Zusammenhang, aber an anderen Stellen wird auch auf den systemtheoretischen Charakter des TZM-Gedankengangs verwiesen. Dort macht es tatsächlich Sinn, über das Gemeinsame zu reden (dann wäre allerdings der Technikbegriff genau genommen fehl am Platze, weil die außermenschliche Natur eben keine hat).

Systemtheoretisch kann man natürlich alles betrachten. Man hebt dann die allgemeinsten Strukturen, Beziehungen und Prozessformen hervor. Ich habe dazu etwas in einem Vortrag zusammengefasst (Schlemm 2006). Wie dort erwähnt wird, erhält das Ohmsche Gesetz in der Systemtheorie die Form „Wirkung = Systemcharakteristik x Ursache“. Vielleicht ist ja so etwas mit der „Logik“ in den Texten von TZM gemeint. Über die Systemcharakteristik weiß die Systemtheorie aber nichts. Von der wird gerade abstrahiert. Das mag an manchen Stellen sinnvoll sein. Die Stromleitung in einem Haus kriegt man mit der Aussage „Wirkung = Systemcharakteristik x Ursache“ aber nicht hin, dazu braucht man schon die konkreten Begriffe und Gesetze aus der Elektrotechnik. Außerdem braucht man diese zuerst, um dann durch eine Verallgemeinerung zu allgemeineren Systemgesetzen zu kommen. Bei der Gestaltung der Gesellschaft geht es ebenfalls gerade um die Charakteristik gesellschaftlicher Beziehungen und Prozesse. Das systemtheoretische allgemeine Gesetz verrät uns dazu nichts.

Die Systemtheorien sind aber kein Ausweg, um die Ansichten von TZM über eine „Ableitung“ von allgemeinen, für alles gleichermaßen geltenden Erkenntnissen für die Gestaltung der Gesellschaft zu retten. Eine inzwischen längst veraltete Sichtweise auf Systeme hatte noch die Illusion, man könne wie ein Steuermann in die Regulation der Wechselwirkungsnetzwerke einwirken. Das nannte sich Kybernetik. In auf die Regulierung von Gleichgewichten eingeschränkten Systemen funktioniert das auch ganz gut. Man weiß aber mindestens seit den 70er Jahren, dass eigentlich kein natürliches oder soziales System ein Gleichgewichtssystem ist. Insbesondere ein lebendes System wie ein Organismus bzw. die biologische Gattungsentwicklung vollzieht Prozesse der Selbstorganisierung, die sich prinzipiell nicht mehr kybernetisch steuern lassen. Auf diese Weise negiert die Weiterentwicklung der allgemeinen Theorien selbst die Hoffnung, die mit so etwas wie Steuerung oder „abgeleiteten“ Logiken verbunden sein könnten.

Notwendigkeit und Möglichkeit im Statistischen Gesetzesbegriff

Bei der Begriffsbestimmung der Bedingungen eines Gesetzes wurde oben von der Realisierung (= Verwirklichung) der im Gesetz enthaltenden möglichen Beziehungen gesprochen. Gesetzeszusammenhänge gibt es nur dann, wenn auch ihre Wirkungsbedingungen gegeben sind. Wenn…, dann… . In der Formulierung als Aussage gilt eine Gesetzesaussage auch dann, wenn die Bedingungen gerade nicht gegeben sind. Der Zusammenhang „Wenn.., dann…“ ist jedoch durchaus einer, der Notwendigkeit anzeigt. In welchem Sinne kann also noch von „im Gesetz enthaltenen möglichen Beziehungen“ gesprochen werden?

Viele reale Erscheinungen und Prozesse sind komplexer als die bisherigen Beispiele anzeigen. Es ist häufig sinnvoll, den untersuchten Gegenstand als System zu betrachten, das durch in ihm enthaltene Elemente gebildet wird. Das ist nicht nur physisch zu verstehen, etwa in dem man sich z.B. einzelne Planeten als Elemente und das Planetensystem als System vorstellt. In der Wissenschaft bildet eher eine Gesamtheit der Messungen von Planeten ein System, während die einzelnen Messwerte die Elemente dieses Systems sind. In diesem Fall können drei Aspekte unterschieden werden:

  • Der dynamische Aspekt: Unter der Angabe der Anfangsbedingungen, der Masse und der einwirkenden Kräfte kann das Verhalten eines mechanisch bewegten Körpers berechnet werden.
  • Der stochastische Aspekt: Die Messungen zeigen in diesem Fall nur einen möglichen Messwert, in anderen Beispielen wären verschiedene Ergebnisse möglich.
  • Der probabilistische Aspekt: beschreibt die Wahrscheinlichkeit für die möglichen Ergebnisse. Im Fall der Planetenbewegung ist die Wahrscheinlichkeit für den gemessenen Wert gleich 1.

Für Bereiche der Physik, die über die einfachen mechanischen oder elektrotechnischen Gesetze hinaus gehen, wie die Statistische Physik oder die Quantenmechanik zeigt es sich, dass es für die gemessenen Messwerte ein objektives Möglichkeitsfeld gibt (stochastischer Aspekt), wobei jeder Messwert aus dem Möglichkeitsfeld eine bestimmte Wahrscheinlichkeit besitzt (probabilistischer Aspekt) (vgl. Schlemm 2000a). Jene Gesetze, für die ein Messwert die Wahrscheinlichkeit 1 hat (wie oben beschrieben), sind ein Sonderfall. Aus diesen Überlegungen entwickelte Herbert Hörz den Statistischen Gesetzesbegriff (Hörz 1974: 365/366, vgl. auch Schlemm 2000a, Schlemm 2005: 239f.).

Gesetzmäßigkeiten stellen eine „Einheit von notwendigen und bedingt zufälligen Verwirklichungen von Möglichkeiten“ (Hörz 2002) dar. Gesetze beschreiben nicht konkrete, wirkliche Vorgänge in Raum und Zeit – sondern spannen ein Möglichkeitsfeld für sie auf. Sie beschreiben, unter welchen Bedingungen welche Vorgänge möglich sind, nicht ob und wo diese Bedingungen gerade erfüllt oder nicht erfüllt sind. Wo alle Bedingungen für die Existenz einer Sache gegeben sind, so existiert sie notwendigerweise. Da sich die Bedingungen im Zeitablauf ständig ändern, gibt es „vor“ der „Gerinnung des Möglichen zum Faktischen“ (Dürr) nur Zustände partieller Bedingtheit, bei denen sich noch nicht eine Möglichkeit notwendigerweise (bestimmt durch die Gesamtheit der Bedingungen) verwirklicht hat. Die im allgemeinen nur partielle Bedingtheit, z.B. durch Bedingungsänderungen im Zeitablauf ermöglicht die Zufälligkeit. Während die Gesetzmäßigkeit vielerlei Mögliches einschließt, schließt sie das Unmögliche aus.

Wahrscheinlich ist diese Beschreibung in dieser Kürze nur schwer verständlich. Aber sie soll andeuten, dass ein wissenschaftlich basiertes Handeln noch längst nicht bedeutet, man könne einfach und eindeutig Handlungsorientierungen aus der Wissenschaft ableiten.

Wissenschaft kann die Grenze zwischen Unmöglichem und Möglichem (für bestimmte Bedingungen, die sich auch noch ändern können…) aufzeigen. Wie innerhalb des aufgezeigten Möglichkeitsfelds gehandelt wird, bleibt weiterhin ein Feld menschlicher Entscheidungen.

Die spezifische Möglichkeitsbeziehung der Menschen gegenüber der Welt

Für die Beziehungen von menschlichen Individuen zu ihrer Welt, darunter auch den gesellschaftlichen Verhältnissen gibt es noch eine Besonderheit. Dabei wird die eben schon erwähnte innere Struktur der Gesetzmäßigkeit für die menschliche Gesellschaft konkretisiert. Der dynamische Aspekt von gesellschaftlicher Gesetzmäßigkeit bezieht sich darauf, dass die Gesellschaft notwendigerweise in irgendeiner Weise reproduziert wird, solange sie existiert. Diese Reproduktion ist ein emergentes Phänomen, das sich aus allen Handlungen aller Menschen ergibt. Menschen müssen insgesamt gesehen in einem ausreichenden Maß in angemessener Weise handeln, damit die Gesellschaft als Ganzes weiter besteht. Der statistisch-probabilistische Aspekt der Gesetzmäßigkeit zeigt sich hier darin, dass dieses „Müssen“ als Notwendigkeit sich nicht direkt auf die einzelnen handelnden Menschen auswirkt. Das Handeln eines einzelnen Menschen ist nicht direkt ableitbar aus den Anforderungen der Reproduktion der Gesellschaft, auch wenn „statistisch gesehen“ genügend Menschen in angemessener Weise zu ihrer Aufrechterhaltung handeln müssen. „Was für das Ganze notwendig ist, hat für den Einzelnen nur Möglichkeitscharakter“ ist deshalb ein Unterabschnitt in meinem Text über die spezifische Möglichkeitsbeziehung der Menschen gegenüber der Welt benannt (Schlemm 2001). Diese Überlegung stammt aus der „Grundlegung der Psychologie“ von Klaus Holzkamp (Holzkamp 1983/1985: 236). Mehr will ich hier gar nicht zu diesem Thema schreiben, aber dieses Konzept menschlicher Individualität kann in einer emanzipativen Weltsicht nicht vernachlässigt werden (leider ist es so gut wie unbekannt).

Was folgt daraus für den Anspruch, die Gesellschaft „wissenschaftlich gestalten“ zu wollen?

Wie schon zu Beginn dieses Textes angedeutet, hat der Verweis auf gegebene Gesetze schon Geschichte gemacht. Im Protokollband des Außerordentlichen Parteitags der SED/PDS 1999 wurde festgehalten:

„Im Selbstverständnis der SED galt die Partei als Vollstrecker der gesellschaftlichen Gesetze. Das verband sich mit der Auffassung, daß ihr eine größere Erkenntnis- und Entscheidungskompetenz zufällt als allen anderen. Daraus erwuchs Voluntarismus in den Entscheidungen der Parteiführungen, das bestimmte ihren Führungsstil, ihren Anspruch unfehlbar zu sein, das politische System, die Wirtschaft und die Kultur letztlich allein zu leiten und zu organisieren.“ (Bericht… 1999)

Bewusste Tätigkeit wurde lange nur als Moment des „Wirkens gesellschaftlicher Gesetze“ gesehen (Bollhagen 1967: 179). Noch innerhalb der DDR wurden aber auch Ansichten ausdrücklich kritisiert, in denen „Menschen als Erfüllungsgehilfen objektiver Gesetze angesehen werden“ (Hörz 1989: 55). (Mehr zum Schicksal dieser Debatte beschreibe ich in meinem Text „Vom Umgang mit dem Gesetzesbegriff in Wissenschaft und Politik der DDR“ – Schlemm 2000b).

Aber auch nach dem Ende der DDR hatte der Verweis auf Gesetze als nicht zu hinterfragende Vorgabe noch Konjunktur:

„Man kann sich der Globalisierung nicht entziehen, sie hat fast so etwas wie den Charakter eines Naturgesetzes angenommen, man muss damit leben, wie man mit anderen Naturgesetzen leben muß“ (Schusser, Siemens AG, Konzernbeauftragter EXPO 2000, 1998).

Letztlich kann in einem emanzipativen Konzept die spezifische Möglichkeitsbeziehung menschlicher Individuen zur Welt nicht aufgehoben werden. Auch wissenschaftstheoretisch wäre eine Theorie, die annimmt, aus den Naturwissenschaften könne die Gestaltung der Gesellschaft „abgeleitet“ werden, selbst höchst unwissenschaftlich. So wie physikalische Gesetze nur Rahmen für chemisch-biologische Vorgänge angeben und NICHT bestimmen, welche Biochemie sich auf einem Planeten entwickelt, so kann auch keine Wissenschaft bestimmen, wie innerhalb des durch sie erfassten Möglichkeitsfeldes gehandelt wird. Die Erkenntnis von Gesetzen kann uns nur etwas über die Abgrenzung von Unmöglichem und Möglichen (für bestimmte Bedingungen) mitteilen. Erkannte Gesetze können uns zur Erkenntnis verhelfen: WENN wir die Bedingungen so und so verändern, dann geschieht dies und das. OB wir die Bedingungen in welcher Weise verändern, müssen wir immer noch selber entscheiden, das ist nicht nur eine „technische Frage“. (DASS wir sie verändern, können wir nicht verhindern, solange wir als Menschen „Stoffwechsel mit der Natur“ betreiben).

Über menschliche Handlungen muss weiterhin auf andere Weise als durch wissenschaftliche „Ableitung“ entschieden werden. Alte Völker kennen dazu z.B. das „Palaver“, auch Politikformen entstanden, veränderten sich und entwickelten sich weiter. Neuere Methoden für die Selbstorganisierung von Menschen werden derzeit in vielerlei Hinsicht entwickelt (Zukunftswerkstätten, andere Formen kreativer Selbstorganisierung wie z.B. im „HierarchNIE-Reader“ beschrieben…). All dies sind bessere Alternativen zu den bisherigen Herrschafts- und beschränkten Demokratieformen als die scheinbare „Ableitung“ aus technischen Logiken. Bei TZM wird die Bedeutung dieser menschlichen Kommunikations- und Kooperationsformen eher geleugnet (Franky Müller (2015): „Das Schöne am Zeitgeist Movement ist, dass hier die Logik diktiert“) und damit der Anmaßung Tür und Tor geöffnet.

Ein früher Kritiker des Addendum-Zeitgeistfilms meint, der Film sei „wie Rattengift“: zu 98% gut, aber die restlichen 2% töten. Die 98% Gutes verdecken das Giftige gern mal, nicht jede/r mag genau hinsehen. Vielleicht hat die Trennung vom Venusprojekt die Giftdosis auch verringert… Goethe hat ein passendes Wort zu dieser Art „Zeitgeist“:

„Wenn eine Seite nun besonders hervortritt, sich der Menge bemächtigt und in dem Grade triumphiert, daß die entgegengesetzte sich in die Enge zurückziehen und für den Augenblick im stillen verbergen muß, so nennt man jenes Übergewicht den Zeitgeist, der denn auch eine Zeitlang sein Wesen treibt.“ (Goethe 1827: 896).

Literatur

Bericht von Egon Krenz u.a. ehemaligen Mitgliedern des Politbüros an den 1. Außerordentlichen Parteitag der SED, in: Protokollband „Außerordentlicher Parteitag der SED/PDS“ 1999.

Bollhagen, Peter (1967): Gesetzmäßigkeit und Gesellschaft. Berlin: Deutscher Verlag der Wissenschaften.

Goethe, Johann Wolfgang (1827): Homer noch einmal. (Über Kunst und Altertum 1827. VI, 1). In: Schriften zu Literatur und Theater. Herausgegeben von Walther Rehm. Stuttgart: J.G. Cottasche Buchhandlung Nachfolger. S. 896-897.

Hörz, Herbert: Wissenschaftstypen und Gesellschaftstransformation.

Hörz, Herbert (1974): Marxistische Philosophie und Naturwissenschaften. (1. Auflage) Berlin: Akademie-Verlag.

Hörz, Herbert (1989): Menschliches Verhalten als Selbstorganisation? Philosophische Positionen. In: Das Wesen des Menschen. Probleme der Forschung. Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften der DDR. Gesellschaftswissenschaften, 3G 1989, Berlin, S. 37-62.

Hörz, Herbert (1996a): Stichwort „Wissenschaftsentwicklung“. In: Hörz, Herbert; Liebscher, Heinz; Löther, Rolf; Schmutzer, Ernst; Wollgast, Siegfried (Hrsg.) (1996): Philosophie und Naturwissenschaften. Wörterbuch zu den philosophischen Fragen der Naturwissenschaften. Wiesbaden: Fourier Verlag 1996. S. 980-987.

Hörz, Herbert (1996b): Stichwort „Gesetz“. In: Hörz, Herbert; Liebscher, Heinz; Löther, Rolf; Schmutzer, Ernst; Wollgast, Siegfried (Hrsg.) (1996): Philosophie und Naturwissenschaften. Wörterbuch zu den philosophischen Fragen der Naturwissenschaften. Wiesbaden: Fourier Verlag 1996. S. 342-347.

Hörz, Herbert (2002): Heisenberg: Determinismus und die Folgen. In: G. Klose, K. Reiprich (Hrsg.): Werner Heisenberg. Vorträge zum 100. Geburtstag. Rohrbacher Kreis, Sonderh. Leipzig: Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, 2002, S. 21–48.

Hörz, Herbert; Röseberg, Ulrich (Hrsg.) (1990/2013): Dialektik der Natur und der Naturerkenntnis. Verlag Max Stirner Archiv /edition unica Leipzig.

Holzkamp, Klaus (1983/1985): Grundlegung der Psychologie. Frankfurt/Main, New York 1985

Jones, Alex (2008): Zeitgeist Addendum „The Review“ 2/3.

Kosing, Alfred (1957): M. Rosental: Die Dialektik in Marx´ „Kapital“. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 5 (1957) Heft 5. S. 622-634.

Kröber, Günter (1976): Stichworte „Bedingtheit, Bedingtsein, Bedingung“. In: Philosophisches Wörterbuch. Hrsg. Georg Klaus, Manfred Buhr. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1976. S. 202-204.

Krohn, Wolfgang (1976): Technischer Fortschritt und fortschrittliche Technik – die alternativen Bezugspunkte technischer Innovation. In: Zimmerli, W.Ch. (Hrsg.), Technik oder: wissen wir, was wir tun? Basel/Stuttgart 1976.

Liebscher, Heinz; Röseberg, Ulrich (1996): Stichwort „Bedingung“. In: Hörz, Herbert; Liebscher, Heinz; Löther, Rolf; Schmutzer, Ernst; Wollgast, Siegfried (Hrsg.) (1996): Philosophie und Naturwissenschaften. Wörterbuch zu den philosophischen Fragen der Naturwissenschaften. Wiesbaden: Fourier Verlag 1996.S. 108-111.

Müller, Franky (2015): Für eine gerechtere Welt. Franky Müller vom Zeitgeist-Movement im Interview.

Schlemm, Annette (2000a): Der statistische Gesetzesbegriff.

Schlemm, Annette (2000b): Vom Umgang mit dem Gesetzesbegriff in Wissenschaft und Politik der DDR.

Schlemm, Annette (2001): Die spezifische Möglichkeitsbeziehung und die Handlungsfähigkeit.

Schlemm, Annette (2004): Ist die Newtonsche Mechanik mechanistisch?

Schlemm, Annette (2005): Wie wirklich sind Naturgesetze? – Auf Grundlage einer an Hegel orientierten Wissenschaftsphilosophie –. Münster: LIT-Verlag.

Schlemm, Annette (2006): Allgemeintheorien. In: Ersetzt Selbstorganisationsdenken die Dialektik. Vorschein 25/26. Jahrbuch 2004/2005 der Ernst-Bloch-Assoziation (Hrsg.: Doris Zeilinger). Nürnberg: ANTAGO-Verlag 2006. S. 127-158.

Schlemm, Annette (2011): Technik im Kampf um Gestaltungsmacht.

Schusser, Walter (1998): Interview im Film: „Alles im Griff – EXPO 2000 und Nachhaltige Entwicklung“, 1998.

TAZ (2011): „Zeitgeist“ ist unerwünscht. Die Tageszeitung, 21.Oktober 2011.

TU Dresden: Hempel-Oppenheim-Schema.

TZM-Defined (2014): The Zeitgeist Movement Defined. Realizing a new Train of Thought. 

TZM-Orientation Guide (2009): Activist Orientation Guide. (Joseph, Peter; Meadows, Roxanne; Fresco Jacque)

von Borzeszkowski, Horst-Heino; Wahsner, Renate (1978b): Die Mechanisierung der Mechanik. In: Newton-Studien. Berlin: Akademie-Verlag 1978. S. 19-57.

Wessel, Horst (1996): Stichwort „Logik“. In: Hörz, Herbert; Liebscher, Heinz; Löther, Rolf; Schmutzer, Ernst; Wollgast, Siegfried (Hrsg.) (1996): Philosophie und Naturwissenschaften. Wörterbuch zu den philosophischen Fragen der Naturwissenschaften. Wiesbaden: Fourier Verlag 1996. S. 516-522.

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