(Version 2: 06.05.2017)


11 000 Jahre lang befand sich die Menschheit im Paradies. Das Zeitalter des Holozäns verwöhnte uns mit einem stabilen Klima wie noch nie in der Erdgeschichte. In dieser Zeit schwankte die Temperatur von Jahr zu Jahr meist nur um ein Hundertstel eines Grades Schellnhuber 2015: 475). (Abbildung: verändert nach Wikipedia: Globale Erwärmung)

In der ganzen Zeit schwankte die globale Temperatur maximal um jeweils ca. 0,75 Grad nach oben oder unten. Genau genommen gibt es einen „Buckel“, bei dem die Temperatur in den letzten 6000 Jahren um ca. 0,7 Grad sank – was im letzten halben Jahrhundert jedoch wieder aufgefangen wurde durch eine dem entsprechende anthropogene Erwärmung (Rahmstorf 2013). Auch die bekannten historischen Einschnitte, wie die mittelalterliche Warmperiode oder die Kleine Eiszeit lagen global gesehen innerhalb einer begrenzten Schwankungsbreite (aus Spratt 2011):
Auch die Warmzeiten dieser Epoche ließen die Eiskappen von Grönland und Antarktis im Wesentlichen bestehen und führten deshalb nicht zu sog. „Kipp-Punkten“ (z.B. durch eine wesentliche Änderung der Albedo durch das verschwindende Eis) bzw. sich selbst verstärkenden positiven Rückkopplungen, die die Temperatur weit aus dem Holozän-Bereich hätten heraustreiben können. Wir Menschen kriegen das aber hin. Die CO2-Konzentration hat den Wert 400 ppm erreicht, dies ist der höchste Wert seit 800 000 Jahren und er ist um 40% höher als zu vorindustriellen Zeiten (EEA 2017: 61). Die globale durchschnittliche Temperaturerhöhung betrug 1992, als wir unser INFO „Lust auf Zukunft?“ (Zukunftswerkstatt 1992) erstellten, 0.5 Grad. Seither stieg dieser Wert schon auf 0.7, dann 0.8 und nun auch schon auf 0.85 Grad.

Auf den Zusammenhang des Gehalts an Treibhausgasen, insbesondere von CO2 in der Atmosphäre und steigenden Oberflächentemperaturen auf der Erdoberfläche gehe ich hier nicht ein, er wird überall als Grundlage des Verständnisses des Klimawandels dargestellt. Die folgende Abbildung zeigt die Korrelation des steigenden CO2-Gehalts der Atmosphäre und der wachsenden Temperaturen (leicht verändert nach Wikipedia: Globale Erwärmung). Obgleich Klimawandelleugner sich große Mühe geben, den Zusammenhang anders zu interpretieren, ist es überaus wahrscheinlich, dass steigende Treibhausgasemissionen die Oberflächentemperatur auf der Erde erhöhen.

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