Dieser Text gehört zur Dieser Text gehört zur Vorstellung des Buches „Omnia Sunt Communia“ von Massimo de Angelis.

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Besondere Qualität der Commons

Die inhaltliche Bestimmung der „Commons“ von de Angelis fokussiert auf das Gemeinsame, d.h. auf einen Menge an Mitteln zur Bedürfnisbefriedigung (Gemeingüter), die durch Commoners in Form von Commoning re-produziert werden. Gleichzeitig verweist er auch auf geteilte Werte, wie Loyalität gegenüber Freunden, Konvivialität, gegenseitige Hilfe und Care (de Angelis 2017: 12). Diese begründet er nicht weiter theoretisch. Er unterscheidet sich damit von anderen inhaltlichen Bestimmungen dessen, was „Commons/Commoning“ ist, z.B. bei Andreas Exner und Brigitte Kratzwald, die die Reziprozität (im Gegensatz zum Tausch im Kapitalismus) betonen (Exner, Kratzwald 2011: 29ff.), bei Simon Sutterlütti und Stefan Meretz, die den Inklusionscharakter der Beziehungen im „Commonismus“ betonen (Sutterlütti, Meretz 2018: 132) oder bei Silke Helfrich und David Bollier, die angelehnt an Christopher Alexander der gefühlten „Lebendigkeit“ eine große Rolle bei der Bestimmung der Qualität des Commoning geben. Friederike Habermann schließlich entwickelte Prinzipien einer auf Commoning beruhenden „Ecommony“ (Habermann 2016: 46ff.): „Besitz statt Eigentum“, „Teile, was du kannst“, „Beitragen statt Tauschen“ (siehe hierzu auch Siefkes 2008) und „Freiwilligkeit/Öffentlichkeit“.

 


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