Der Ostermarsch 2022 in Jena ist Geschichte. Was wir grad machen, schreibt wirklich Geschichte. Kaum einmal in den letzten Jahrzehnten kam es so auf das an, was grad passiert in der Politik und welche Position wir dazu haben.

Ich habe mit einer jungen Frau zusammen eine Rede für die Gruppe „Klima und Klasse“ gehalten.

Der gesamte Redebeitrag wird in Kürze auf dem Blog der Gruppe „Klima und Klasse“ stehen.

Einen Teil davon möchte ich hier vorstellen:

Wir haben wirklich bei diesem Redebeitrag sehr überlegt, was wir wie sagen wollen. Gestern las ich dann eine Warnung vor „Linksextremen“, die die Ostermärsche nutzen würden, um neben der Verurteilung des Angriffs auf die Ukraine noch weiter Themen wie die NATO-Strategie und ähnliches in die Diskussion zu bringen.

Ökonomische, sicherheitspolitische oder geopolitische Interessen anzusprechen ist also „linksextrem“?

Damit haben wir einen weiteren Tiefpunkt in der Barbarisierung der Debatte erreicht. Im sog. finsteren Mittelalter war es üblich, sich die ständigen kriegerischen Zustände mit willkürlichen Entscheidungen der Herrscher zu erklären.

Es war ein Zeichen der Zivilisierung, dass gelernt wurde, dass dem politischen Handeln so gut wie immer echte Interessen zugrunde liegen und dass dies die Grundlage für mögliche Aushandlungen und damit eine friedliche Beilegung von Konflikten ermöglicht.

Es ist wirklich eine schlimme Zeitenwende, dass dies wieder zurückgenommen wird und man als „linksextrem“ gilt, wenn man dies macht!


Hier gibt es einen sehr guten Bericht von diesem Jenaer Ostermarsch…