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Mit einer einfachen Bastelei wird das nicht zu schaffen sein, auch wenn mir lieber wäre, dieses Symbol mehr und mehr und überall zu sehen:

(von Melanie)

Der Bund für Soziale Verteidigung, den ich in meinem letzten Post schon erwähnte, hat zusammen getragen, was man mit den für die Aufrüstung bereit gestellten 100 Milliarden machen könnte:

  • 100 Milliarden (Dollar) wurden den Ländern des globalen Südens für die Bekämpfung der Klimawandelfolgen versprochen, was längst nicht eingehalten wurde.
  • Mit 100 Milliarden Euro könnten 5 Milliarden Imfdosen gegen Covid-19 gekauft werden.
  • Dem UN Welternährungsprogramm fehlen zur Bekämpfung des Hungers von 690 Millionen Menschen auf der Erde in diesem Jahr 8 Milliarden. (Aktualisierung: Derzeit hungern bereits 821 Millionen Menschen!)
  • Mit 100 Milliarden Euro könnten 200 Projekte der Zivilen Konfliktbearbeitung mit jeweils 500 Zivilen Peacekeeper:innen für zehn Jahre finanziert werden.

Neben den auch im vorigen Post erwähnten Möglichkeiten der Stärkung der Sozialen Verteidigung anstatt der militärischen wird hier auch noch erwähnt, dass Litauen im Rahmen seiner Landesverteidigung auch „Formen und Grundsätze des zivilen Widerstands“ integriert. Dies wäre eine weitere Forderung, die wir auf unsere Ostermärsche mitnehmen können!

Aufgerufen wird auch zum Kampf für eine „Initiative für eine neue Friedensordnung“. Und wie auch schon mehrfach von mir angesprochen: Alle Menschen sind gleich, auch Geflüchtete! Kriegs- und Klimaflüchtende aus aller Welt brauchen gleichermaßen unsere Solidarität.

Dieser Beitrag gehört zum Themenkomplex:
„Bedürfnisse über den Kapitalismus hinaus – bei Marx und Heller“


Im Kapitalismus werden also Bedürfnisse nur in einer bestimmten Weise befriedigt, die angesichts der menschlichen Möglichkeiten (der „an Bedürfnissen reiche“ Mensch“ (Heller 1974/1980: 48) bzw. gesellschaftlich vermittelte Kontrolle über die eigenen Lebensbedingungen (Holzkamp-Osterkamp 1976/1990: 34)) als beschränkt oder reduziert erscheint, bzw. bei der Ziele und Mittel verkehrt sind.

Diese konkrete Form der reduzierten Bedürftigkeit im Kapitalismus kann nicht durch Appelle oder individuelle Entscheidungen aufgehoben werden, denn sie ist in die konkrete Weise der Bedürfnisbefriedigung, also die Wirtschaftsform eingebunden. Individuen stehen sich im Kapitalismus als einzelne Menschen gegenüber, die je nach ihrer Klassenstellung durch den Besitz an Produktionsmitteln oder nur ihrer Arbeitskraft unterschiedliche Bedürftigkeiten haben und diese nur entsprechend den herrschenden Verhältnissen befriedigen können; die ArbeiterInnen also nur durch Verkauf ihrer Arbeitskraft. Damit sind sie per se von den umfassenderen menschlichen Möglichkeiten abgeschnitten, unabhängig davon, ob sich dies auf ihren Bedürfnisreichtum (z.B. nach freier Zeit anstatt Lohnarbeit) oder die Kontrolle über die Lebensbedingungen, die sie nicht haben, bezieht.
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Ich mache ja nicht besonders oft Werbung, und die pure Klick-Scheinbeteiligung bei vielen Onlinepetitionen usw. ist oft auch fragwürdig. Als ich voriges Jahr in Berlin meine Besuchsrunde machte, traf ich aber auch einen besonders interessanten Menschen, der seit vielen Jahren ein enormes Projekt im Internet vorantreibt, das „BUCH DER SYNERGIE“:

 

Achmed Khammas beteiligt sich nun bei der Projektvorstellung eines Förderpreises für Zukunftsideen und es ist möglich, für sein Projekt zu voten; und ich kann nur empfehlen, nach und neben einem ausgiebigen Stöbern in seinem Webprojekt mit diesem Klick ein wenig zum Fortschritt dieses Projekts beizutragen.

Jemand hatte mich nach meinen Texten zum Alter(n) (insbesondere zur „Utopie des Alter(n)s“) auf das Buch „Schöne Aussichten fürs Alter“ von Dorette Deutsch aufmerksam gemacht (danke für den Tipp ;-)). In diesem Buch versammelt sie Reportagen aus der Welt des Alterns. Sie beginnt mit der Vorstellung eines gelungenen Modellprojekts und alle anderen Berichte werden von dieser Perspektive der verwirklichten Utopie her beleuchtet. (mehr …)

Für das Sterben sind die 5 Phasen nach Elisabeth Kübler-Ross recht bekannt. In ähnlicher Weise versucht Otfried Höffe (2012: 217) für das Altern verschiedene Phasen zu finden und stellt drei Phasen vor. Ich sehe nicht so sehr, dass sie bei je einem Menschen nacheinander folgen, sondern eher unterschiedliche Räume für idealtypisch-mögliches Verhalten beim Alter(n) darstellen. Beim „resignativen Altern“ werden nur die physischen und sozialen Verluste wahrgenommen. Beim „abwägend-integrativen Altern“ wenden sich die Menschen altersgerechten Interessen und Beziehungen zu. Mit Ernst Bloch gesprochen zieht das „Wunschbild Überblick, gegebenenfalls Ernte“ ein. Beim „kreativen Altern“ wird der neuen Lebensphase ihre Eigenart gelassen und ihr Gewinn wird wahrgenommen.

Welcher Gewinn könnte das sein? Welchen Sinn hat das Altwerden?

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Für die Philosophie als Nachdenken über das menschliche Leben in dieser Welt sollte der Abschied von dieser Welt und der Weg dahin, das Alter(n), ein wichtiges Thema sein. Das Hoffmeistersche „Wörterbuch der philosophischen Begriffe“, das unter Philosophie die „Lehre vom Erkennen und Wissen überhaupt und Prinzipienlehre der Einzelwissenschaften“ versteht, kennt das „Alter“ aber überhaupt nicht. Auch meine anderen drei philosophischen Wörterbücher retten die Ehre der Philosophie nicht. Das Alter ist kein Thema für sie.

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Wie soll es also werden mit dem Alter(n) und was muss sich in der Gesellschaft dazu verändern?

Kurz nach der „Wende“ beteiligte ich mich an der Gründung eines Gemeinschaftswohnvereins. Ein Grund war, dass ich für die Unterstützung meiner Mutti, die damals erst um die 60 war, gute Bedingungen schaffen wollte. Ich wünschte mir, dass ich mich bereits vorher in meinem Wohnumfeld gemeinsam mit anderen um die gerade anwesenden pflegebedürftigen (alten) Menschen mit kümmern kann, dabei lerne, wie das geht und meine Ängste verliere – und gleichzeitig auch berechtigt darauf hoffen kann, dass ich auch Unterstützung bekomme, wenn es bei meiner Mutti so weit ist.
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Der konservative Philosoph Odo Marquard sieht es als Vorzug des Alters an, endgültig resistent gegenüber Illusionen zu werden und er begrüßt den Verlust der Fähigkeit, „Zukunftsillusionen zu entwickeln und aufrecht zu erhalten“. Im Alter trete zu Tage, was immer gelte, aber durch Illusionen verdeckt werde. Das „So-ist-es“ siege endlich über das „So-hat-es-zu-sein“.
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“Gutes Leben im Alter. Die philosophischen Grundlagen“, Stuttgart: Reclam, 2012, (mehr …)

Ich konnte es mir erst kaum vorstellen: Auf der diesjährigen AlterUni, bei der die Themen völlig selbstbestimmt sind und auch keine Punkte für die Teilnahme vergeben werden, fanden sich mehrere Interessierte zusammen, um über das Thema eines menschenwürdigen und selbstbestimmten Lebens im Alter zu diskutieren. Ich kann auch hier das gesamte Gespräch natürlich nicht widerholen, aber wenigstens einige Ergebnisse zusammen tragen. (mehr …)