Search Results for 'Anthropozän'


Neben diesen Blogbeiträgen veröffentliche ich auch gedruckte Sachen, im letzten Jahr war dies mehr als zuvor. Manches darf ich dann leider nicht parallel im Blog veröffentlichen, anderes schon. Hier ist jedenfalls eine Übersicht:

Bücher und Broschüren

  • Schlemm, Annette (2021): Update zum Klima-Umbruch. Über den neuen IPCC-Bericht (einschließlich der geleakten Teile). Osnabrück: Packpapier-Verlag.
  • Schlemm, Annette (2021): „We don´t need no education“ – Unterstützung statt Erziehung. Osnabrück: Packpapier-Verlag.

Zeitschriften- und Buchbeiträge

  • Schlemm, Annette (2021): Utopien in dystopischen Zeiten. In: Streifzüge, Nr. 83, Herbst 2021, S. 10-13.
  • Schlemm, Annette (2021): Pest und Potential. In: junge Welt, 12. Oktober 2021, Nr. 237, S. 12-13.
  • Schlemm, Annette (2021): Plattformen aneignen?! In: Marxistische Blätter. Beilage zu Heft 5_2021.
  • Euler, Johannes; Helfrich, Silke; Schlemm, Annette: Frei, fair und lebendig. Commoning als Resilienzstrategie. In: Resiliente Zukünfte. politische ökologie 166. Mut zum Wandel. oekom Verlag. S. 82-88.
  • Schlemm, Annette (2021): Im Kosmos wie auf Erden… Oder: Das Anthropozän aus kosmischer Sicht. In: ASSOZIATION. Reiner E.Zimmermann zum Siebzigsten. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag. S. 227-236.
  • Schlemm, Annette (2021): Wenn Utopie und Überlebensnotwendigkeit zusammenfallen. Die Philosophie von Ernst Bloch und Hans Jonas im Licht aktueller Probleme. In: VorSchein 37. Jahrbuch 2019 der Ernst-Bloch-Assoziation. Nürnberg: ANTOGO Verlag 2021. S. 145-158.
  • Schlemm, Annette (2021): Die „Gesellschaft nach dem Geld“ – erst mal im Computer. BLICKPUNKT ZUKUNFT (Viewpoint Future), Ausgabe 71, Aug. 2021, 41. Jg.. S. 18-20.
  • Schlemm, Annette (2021): Wieviel Zeit haben wir noch? Ich habe die Wahl. In: Schulen handeln in der Klimakrise (Hrsg. von Petra Eickhoff u.a.). Köln: Zukunftswerkstatt Akademie Verlag. S. 74-75.

Rezensionen

  • Schlemm, Annette (2021): Wesen und Sinn der Hoffnung bei Helmut Fahrenbach. In: bloch-akademie-newsletter. Elektronischer Informationsrundbrief zur Aktualität des Wirkens von Ernst und Karola Bloch. Herausgeber: Welf Schröter – Ausgabe vom 12. Dezember 2021 S. 3-5.
  • Schlemm, Annette (2021): Soziale Reproduktion im Plattformkapitalismus. In: Jahrbuch für marxistische Gesellschaftstheorie.
  • Schlemm, Annette (2021): Über das Neue im Distributiv-Kapitalismus. In: Marxistische Blätter 5_2021. S. 137-138.
  • Schlemm, Annette (2021): Daum, Timo; Nuss, Sabine (2021, Hrsg.): Die unsichtbare Hand des Plans. Koordination und Kalkül im digitalen Kapitalismus. Marxistische Blätter 4_2021, S. 132-133.

Version 2. 1, 13.06.2021

Ich hatte seit längerer Zeit einen neuen Text zum Klima-Umbruch vorbereitet, aus dem ich hier einen Teil veröffentliche. Es geht um die Kipp-Elemente, bei denen auch befürchtet wird, dass sich diese Kipp-Elemente nacheinander gegenseitig anstoßen könnten. Seit einiger Zeit werden Schätzungen, ab wann das geschehen könnte, ernster gesehen als vorher. Hier also meine Übersicht dazu. Ich habe übrigens bei der Auswertung von eher zusammenfassenden Artikeln versucht, so viel wie möglich Originalpaper einzuarbeiten. Zuerst eine kleine Unterscheidung: Nicht alles, was sich beschleunigt, sind auch Kipp-Elemente des Klimas:

Beschleunigung der Erderwärmung

Leider deutet sich an, dass auch die bisher schlimmsten Temperaturerhöhungs-Szenarien übertroffen werden. Die Emissionen steigen schneller, als angenommen, die (kühlenden) Aerosolbelastungen (aus Luftverschmutzungen) sinken auch schneller und außerdem rutscht die Erde sowieso in eine leichte Warmperiode (wegen der Interdecadal Pacific Oscillation) (Xu et al. 2018: 31). Weil die Ozeane in der Arktis weniger von Eis bedeckt sind, absorbiert das dunklere Meerwasser auch mehr Energie von der Sonneneinstrahlung, die sich in Wärme umwandelt (Xu et al. 2017: 10317). Eine global durchschnittliche Temperaturerhöhung um 1,5 Grad könnte deshalb schon 2030 erreicht sein, anstatt wie bisher angenommen, erst 2040 (vgl. CONSTRAIN 2019: 02). Bei 2 Grad sind wir dann schon 2045. Mit immerhin 50%iger Wahrscheinlichkeit könnte die global durchschnittliche Temperatur im Jahr 2050 schon um 2,4…2,6 Grad gestiegen sein und 2100 um 4,1…5 Grad. (ebd.) Mit 5% Wahrscheinlichkeit wird 2100 der Bereich der existentiellen Risiken erreicht (ebd.: 10318) Die folgende Abbildung zeigt diese sich gegenüber den bisherigen Erwartungen beschleunigende Erwärmung bis 2050 (Xu et al. 2018: 31):

Sich selbst verstärkende Prozesse

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Am Himmelfahrts-Wochenende findet traditionellerweise ein Treffen von Menschen statt, die sich mit Kritischer Psychologie beschäftigen und nach Wegen für eine gesellschaftliche Transformation suchen. Diesmal wird es nicht in unserem üblichen idyllischen Ort stattfinden können, sondern nur online. Wir sammeln in einem Mattermost-Projekt alle möglichen Inputs und koordinieren uns dort. Für Leute, die nicht dort drin sind, möchte ich hier die bisher zusammengestellten Inputs auflisten:

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Blogbeiträge lassen sich trotz der Schlagwortsuche oft schlecht wieder finden. Weil das Thema Klima derzeit so aktuell ist, möchte ich die Beiträge zu diesem Thema hier verlinken. (Diese Seite ist schnell zu erreichen über: tiny.cc/Klima-Umbruch)

Schon vor 10 Jahren:

Fakten und Zusammenhänge

Gesellschaftliche Zusammenhänge

Klimapolitik

FridaysForFuture und XR und so weiter…

Hintergründe

Ent-Täuschung und  Trauer… und wie weiter?

Und so weiter…

Und jetzt noch: Ein Link zur „Symphony of  Science“ zum  Klima-Umbruch:

Version 1.3 seit 26.11.2018


Bini Adamczak entwickelt in ihrem neuen Buch „Beziehungsweise Revolution. 1917, 1968 und kommende“ eine „relationale Revolutionstheorie“. Wie ich im letzten Beitrag schon beschrieb, setzt sie gegen die bisherigen  Orientierungen Totalität und Singularität die Orientierung der Relationalität, der Beziehungen.

Ich hatte schon darauf aufmerksam gemacht, dass eine abstrakte Sichtweise auf Beziehungen nicht ausreichend ist:
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Vom 20.-22. Oktober 2017 nahm ich an der Tagung „Der Zukunft auf der Spur“ – Transformation aus der Perspektive Ernst Blochs in Berlin teil und hielt dort folgenden Vortrag (hier schriftliche Version 1.2).


… der Zukunft auf der Spur…

„Zukunft“ klingt immer noch wie etwas Gutes. Aber so wie das Erdbeben von Lissabon einst die Theodizee in Frage stellte und nach Auschwitz auch Gedichte nicht mehr unschuldig sind – so wird der Klima-Umbruch der nächsten Jahrzehnte alles alte Denken über die Zukunft erschüttern und neue Fragen aufwerfen…
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Wir waren gestern abend bei einer Veranstaltung zum Thema

Bioökonomie: Ökologische Modernisierung der imperialen Lebensweise?

Diese Veranstaltung wurde ausgerichtet von der BMBF-Nachwuchsgruppe „Bioökonomie und Soziale Ungleichheiten“ an der Universität Jena.

Bioökonomie

„Bioökonomie“ ist ein neuer Hype, für den es seit 2009 von der OECD und seit 2012 auch von der EU ein Strategiepapier gibt. Mit ihm soll nun endlich die Wirtschaft gleichzeitig ökologisch werden und die ökologischen Probleme wirtschaftlich profitabel gelöst werden. Bioökonomie soll Antwort auf die drängendsten Fragen der Zeit „wie sie sich etwa im Klimawandel, dem Biodiversitätsverlust, der Nahrungsmittel-verknappung und der Ressourcenübernutzung (von Öl bis zu Agrarflächen) zeigen“ (Working Paper 1: 21.) geben. Dabei soll eine Win-Win-Situation geschaffen werden. In den OECD- und den EU-Papieren unterscheiden sich der Inhalt und die Orientierung: (mehr …)

Ist es nur einer Rockband gestattet, sich wenigstens zeitweise in melancholischen Unter-gangsvisionen zu ergehen? „Way Down We Go“ spielt die isländische Gruppe Kaleo in einem Vulkan . Das ist der Sound zu dem folgenden Text.


Wie lange kann es noch gut gehen, dass wir Menschen die Biokapazität des Planeten Erde seit den 80er Jahren überschreiten und mehr vernutzen und zerstören, als sich wieder regenierieren kann? Wie lange können die Treibhausgasemissionen noch ansteigen, bevor der Klimawandel nicht mehr nur für Menschen „ganz weit weg von uns“ existenziell gefährlich wird? Von Katastrophenwarnungen will niemand etwas hören, „Alarmismus“ wird abgelehnt. (mehr …)

Neben der gesundheitlichen Gefahr der direkten Temperatureinwirkungen hat die Erwärmung viele andere negative Folgen für die Gesundheit. Durch die Erwärmung breiten sich vor allem gefährliche Organismen weiter aus wie für die BRD Zecken, allergene Ambrosia-Pflanzen und exotischen Mücken. Viele Krankheiten werden der sich ausbreitenden Wärme folgen: so die Wurmkrankheit Schistosomiasis, Gelb- oder Dengue-Fieber, Malaria, Riftalfieber, Ostküstenfieber, West-Nil-Fieber; afrikanische Schlafkrankheit und auch die Cholera.

„Experten betonen, dass der Klimawandel „die größte Bedrohung der Weltgesundheit im 21. Jahrhundert“ darstellt.“ (zit. in Schellnhuber 2015: 395)

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Wir arbeiten ja nun schon seit einigen Monaten an neuen Zusammenfassungen unserer Einschätzung der Lage der Menschheit auf diesem Planeten: http://wiki.zw-jena.de/index.php?title=INFO_2015.

Gleichzeitig hat sich die Zusammensetzung unserer „Zukunftswerkstatt“, die zudem sehr klein geworden ist und sich nur noch selten trifft, geändert. Aber zumindest zwei von uns tragen immer mal wieder was zusammen; die Texte schreibe meistens vorwiegend ich – aber das kann sich gerne wieder ändern.

Im Moment bereite ich zwei Vorträge vor, die etwas mit der Verschärfung der „Globalen Probleme“ zu tun haben, also dem „Anthropozän“ und dem Zusammenhang dessen mit der kapitalistischen Grundlage unserer Wirtschafts- und Lebensweise.

Um dort noch etwas prägnantere Aussagen machen zu können und dann noch (mindestens) einen Text dazu fertig stellen zu können, könnten wir die Mitarbeit zu folgenden Themen brauchen:

1. Darstellung und Erläuterung zu den 9 „Planetaren Grenzen“. Hierzu gibts einen recht guten (engl.) Text (http://www.ecologyandsociety.org/vol14/iss2/art32/ES-2009-3180.pdf). Oder Ihr findet anderswo schon eine gute deutsche Zusammenfassung dieser einzelnen Punkte. Ein Text von mir zu den „Planetaren Grenzen“ (https://philosophenstuebchen.wordpress.com/2015/05/31/planetare-grenzen/) bricht genau da ab, wo es mit der Erläuterung der einzelnen Punkte weiter gehen soll.

2. Seit Mitte der 90er Jahre gibt es das Konzept der „Nachhaltigkeit“ bzw. des „Zukunftsfähigen Deutschland“. Auch international wurden damals die ersten Ziele für Senkungen der Umweltbelastung bis 2020, 2050 usw. getroffen. Wir brauchen dazu jetzt mal eine Ergebniskontrolle. Findet Ihr dazu schon was Zusammengestelltes, bzw. helft uns, die Daten dafür zusammen zu tragen? (global, EU-weit und/oder deutschlandbezogen)

Diese Ergebnisse fließen dann in entsprechende Äußerungen (Vorträge, Texte) von uns mit ein, natürlich auch mit Namensnennung der Teilbeiträge.

Ihr könnt die Ergebnisse selbst irgendwo online stellen, oder uns schicken (an contactATzw-jena.de) zum Einarbeiten in die Vorträge udn Texte oder auch zur Einzelveröffentlichung in unserem ZW-Blog und dem ZW-Wiki.

Danke schon mal fürs Gedanken-Machen…

P.S. Zum Prinzip dieser Aufforderung gibts einen einführenden Text über die „Stigmergie“ im Keimform-Blog.