Search Results for 'Klima'


Wirtschaftliche Aktivitäten sind eine große Quelle für Treibhausgase. Direkt stammten 2016 7% der Treibhausemissionen aus Industrieprozessen. 14% der energetisch bedingten Emissionen stammen aus der Industrie.

Wenn also die Erwachsenen – zumindest jene in den Bereichen, in denen diese Emissionen entstehen – ebenso wie die Schüler*innen von FridaysForFuture echt jeden Freitag streiken würden, könnten diese Emissionen um ein Fünftel reduziert werden.

Leider wird dieser Effekt in der neuen Studie des Umweltbundesamts zur Frage: „Arbeitszeitverkürzung – gut fürs Klima?“ nicht untersucht. (mehr …)

Diesmal hat es geklappt. Mit 25 gegen 15 Stimmen und einer Enthaltung beschloss der Stadtrat den „Klimanotstand“ für Jena. Gerade ist es nicht mehr so heiß und auch die Dürrefolgen liegen für die Normalbürger*innen im kaum wahrnehmbaren Bereich. Was wird sich nun für Jena ändern? Bleibt es bei bloßer „Symbolpolitik“, wie der Oberbürgermeister kritisierte? Was ändert sich, wenn alle Stadtratsbeschlüsse einem Klimacheck unterzogen werden?

Wie wird es aussehen, wenn eine Großstadt wie Jena „Der Klimakrise mit höchster Priorität“ begegnet, wie beschlossen?

Wir werden das Argument des Oberbürgermeisters ernst nehmen und darauf achten, dass es nicht Symbolpolitik bleibt und dass es nicht ein „Beschluss ohne Konsequenzen“ bleibt, wie der Channel „jezt.de“ titelte.  Die neuen Gremien (Erweiterung des Stadtentwicklungsausschusses um die Themen  Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Klimaschutzbeirat, kommunale Klimaschutzkoordinierungsstelle) werden durch Klima-Aktivist*innen unterstützt. Ob das reicht?

FridaysForFuture und seine Unterstützer*innen, auch das Klimanetz Jena sowie die Ortsgruppe Jena von Extinction Rebellion werden mit Nachdruck auf das Überschreiten der symbolischen Ebene und auf Konsequenzen pochen. (mehr …)

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) hat gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Einzeklägern eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht. Grund: die unzureichende Klimapolitik in Deutschland.

Zum Hintergrund der Klage heißt es vom SFV:

Um die Grundrechte auf Leben, Gesundheit und Eigentum zu schützen, muss Deutschland mindestens die im Pariser Klima-Abkommen vereinbarte Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau einhalten und in der EU sein Gewicht dafür in die Waagschale werfen und die Emissionen in maximal zwei Dekaden in allen Sektoren auf null bringen. Zwar hat die Politik demokratische Entscheidungsspielräume. Diese erlauben es grundrechtlich jedoch nicht, die Grundlagen menschlicher Existenz und damit auch der Demokratie zu untergraben. Genau das riskiert aber die unambitionierte deutsche Klimapolitik.

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Beim Packpapier-Verlag ist eine neue Broschüre von  mir erschienen. Sie hat den Titel „Nach uns die Sintflut?“

Sie beginnt mit einer „Offenen Botschaft an die klimastreikenden jungen Leute“ und endet – nach einer Erklärung dazu, warum eine Bepreisung der CO2-Emissionen völlig unzureichend ist – mit einem Streikaufruf für Erwachsene.

Zu bestellen beim Packpapier-Verlag oder bei mir.

Die Welt zu zerstören muss für die Verursacher so weh tun, dass sie es lassen.

Die Zeit für zaghafte Experimente ist vorbei. Wir brauchen einen radikalen Schnitt.

Ein Vierteljahrhundert lang wurde herumprobiert, doch weder Nachhaltigkeitsappelle noch ein marktgängiger Emissionshandel oder der Kuhhandel mit sog. „Clean Development Mechanismen“ brachten wirklich viel für die Umwelt und die Senkung der Treibhausgase. Lediglich der Abbau und Umbau der früher realsozialistischen Industrien bewirkten als ungewollter Nebeneffekt etwas. Ebenso wie bei den bisherigen Wärmedämmungen, Heizungssanierungen usw. waren das aber nur die niedrig hängenden Früchte, und sie reichten längst nicht aus, um wirklich „in den Knick“ zu kommen hin zu einer deutlichen Senkung der jährlichen Treibhausgasemissionen der hochindustriellen Nationen.

Inzwischen ist es ohne die Einbeziehung von Kernkraft und das Versprechen einer später vielleicht funktionierenden technische Entfernung von CO2 („Negativemissionen“) zu spät für eine Bremsung der globalen durchschnittlichen Temperaturerhöhung auf unter 1,5 Grad. Wenn jetzt wieder nur ein wenig herumgespielt wird an den Mechanismen der Wirtschaft, so dass unter dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ kein wirkliches abruptes Umsteuern erfolgt, so geht noch mehr Zeit verloren.

Die Maßnahmen dürfen nicht so lasch sein, dass es wieder keiner merkt. Die Welt zu zerstören muss für die Verursacher so weh tun, dass sie es lassen.

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Einen Tag nach der Eröffnung des diesjährigen  Klima-Camps im Leipziger Land (in Pödelwitz) reisten R. und ich mit Bahn und Fahrrad an, um uns ein wenig umzuschauen. Schon von weitem sahen wir das Kraftwerk, an dem an das Dorf angrenzenden Tagebau Schleenhein kamen wir nicht heran.  Stattdessen begrüßten uns Plakate an den Zäunen des Tagebaus mit dem netten Spruch: „Zelt aufschlagen  – friedlich tagen“. Frommer Wunsch: die Braunkohleindustrie gefährdet nicht nur das Dorf, sondern unser aller Atmosphäre und wir sollen schön gemütlich zelten… Die Orte des Klimawandels sind nicht die schmelzenden Gletscher, sondern solche wie hier!!!

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Ich habe am vorigen Wochenende in Göttingen einen Vortrag über die Folgen des Klima-Umbruchs gehalten.  Die Folien sind jetzt auf Slideshare hochgeladen; es sind mehr, als ich in Göttingen verwendet habe. Leider  kann ich zu diesem Thema wirklich nicht „viel Spaß“ wünschen…

Am 15.6.2019 konnte ich während der Langen Nacht der Wissenschaften das PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) besuchen. Am Eingang empfing uns ein stolzes Foto mit der Bundeskanzlerin und der Bemerkung, dass diese erst am Donnerstag zu Besuch gewesen wäre, aber „Heute sind SIE es“. Na prima. Ich hoffe, wir haben mehr gelernt als sie…

Klima-Simulationen

Da ich gerade beruflich mit Simulationen arbeite (und auch an einer Philosophie der simulierenden Wissenschaften interessiert bin), schaute ich mir zwei Präsentationen zur Modellierung und Simulation unter dem Motto „Meet a Model“ an. Zuerst über die Simulation des Abschmelzen des Ross-Schelfeises in der Antarktis (hier eine andere Veröffentlichung dazu), danach über die Modellierung der Rolle der Biosphäre in den Klimaprozessen. Die Tochter des Referenten führte uns „praktisch“ vor, wie man „Bäume in Computer“ bekommt, indem sie einen Lego-Baum „diskretisierte“ und in den „Computer“ steckte… 😉

Zu den folgenden Themen werde ich noch kurze  Berichte bloggen:

Außerdem zum

Zum Abschluss möchte ich noch einen Film aus der „Climate Media Factory“ empfehlen, die während der Langen Nacht der Wissenschaften ihre Filme zeigte. Leider gibt es sie alle nur auf  Englisch… Hier also nun: The Earthbook:

 

Dies gehört zu meinem Bericht von der Langen Nacht der Wissenschaften am PIK Potsdam.


Wir schauten uns am PIK noch die „Wetter-Küche“ an, das Bildungs- und Informationszentrum zu Wetter und Klima. Hier interessierte mich vor allem das Projekt zur Umweltbildung am PIK. Viele Lernmaterialien können im Internet abgerufen werden. Am Spannendsten ist das interaktive Web-Portal KlimafolgenOnline-Bildung.Hier kann z.B. ermittelt werden, wie sich bei einem schwachen Klimaschutz der Ertrag von Winterweizen im Jahresmittel entwickeln könnte:

Ein weiteres Tool, das ich am PIK irgendwo fand, ist der Global Calculator. Auch mit dem kann man „Gott spielen“, in dem man bestimmte Parameter der Lebensweise und Wirtschaft ändert und schaut, welche Folgen sich daraus ergeben:

Blogbeiträge lassen sich trotz der Schlagwortsuche oft schlecht wieder finden. Weil das Thema Klima derzeit so aktuell ist, möchte ich die Beiträge zu diesem Thema hier verlinken.

Schon vor 10 Jahren:

Fakten und Zusammenhänge

Klimapolitik

Gesellschaftliche Folgen

FridaysForFuture und XR und so weiter…

Ent-Täuschung und  Trauer… und wie weiter?

Und so weiter…

Und jetzt noch: Ein Link zur „Symphony of  Science“ zum  Klima-Umbruch: