Gelesen


Ágnes Heller, auf deren Hoffnung auf „radikale Bedürfnisse“ ich hier im Blog schon einmal verwiesen habe, hat in einem recht hohen Alter nun noch ein Essay mit dem Titel „Von der Utopie zur Dystopie“ geschrieben. Als Buch ist es von der Edition Konturen sehr schön gestaltet – aber der Inhalt ist eher traurig. (mehr …)

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Aktuell zum 1. Mai 2017:

Nach 7 Jahren erneuter Kapital-Lektüre in der Gruppe konnte ich es nicht lassen, auch das unvollendete letzte Kapitel von Marx ernst zu nehmen. Außerdem gibt es ja genug Neues seit Marx über den Klassenkampf, worüber zu berichten ist. Das Ergebnis gibts nun auch als Broschüre beim Packpapier-Verlag (für 4 Euro zu bestellen):

Ich weiß, dass sich einige schon über das Ernstnehmen dieses Themas ärgern werden. Aber lesen sollte sie es doch erst einmal 😉

 

 

Dies ist ein Titel eines SF-Roman aus dem Jahr 1987, der die Welt nach dem ökologischen und sozialen Zusammenbruch in den späten 90er Jahren beschreibt. Ich habe ihn jetzt erst gefunden, als ich in utopischen und SF-Schriften nach dem Umgang mit Geld in Beschreibungen möglicher zukünftiger Welten fragte.

Ich finde es verblüffend, wie in diesem Roman, der vor 30 Jahren geschrieben wurde, auf heutige Fragen geantwortet wird. Was kann alles passieren, wenn ökologische und Wirtschaftskrisen so stark zuschlagen, dass das Leben, wie wir es kennen, nicht mehr möglich ist und auch wir, die wir die Flüchtlinge größtenteils lieber abwehren, zu Flüchtenden werden? (mehr …)

marx Während der Beschäftigung mit dem Thema „Bedürfnisse“ wies mich Tom K. auf ein Buch von Agnes Heller mit dem Titel „Theorie der Bedürfnisse bei Marx“ hin. Auf der Rückseite ihres Buches steht die fundamentale Frage: heller

„Die Bedürfnisstruktur der kapitalistischen Gesellschaft gehört zur kapitalistischen Gesellschaft – allein und ausschließlich. Wenn aber ein Bedürfnissystem zu einem gegebenen gesellschaftlichen Gebilde gehört, wie können dann die subjektiven Kräfte zustande kommen, die diese Gesellschaft stürzen?“

Einzeltexte hierzu:

Einen umfassenden Text über Bedürfnisse gibt es jetzt im Philosophenstübchen als pdf.

Dieser Beitrag gehört zum Themenkomplex:
„Bedürfnisse über den Kapitalismus hinaus – bei Marx und Heller“


„Ihr lacht wohl über den Träumer, der Blumen im Winter sah?“
(Franz Schubert und Wilhelm Müller, Die Winterreise, Frühlingstraum;
Eingangszitat im Buch von Agnes Heller)

Karl Marx bezieht sich häufig auf menschliche Bedürfnisse, verwendet diesen Begriff aber eher unsystematisch und auch inkohärent. In der Kritischen Psychologie wurde eine Theorie der Bedürfnisse schon von Ute Holzkamp-Osterkamp (1977) entwickelt und von Klaus Holzkamp (1985) in seine „Grundlegung der Psychologie“ integriert. Später tauchen die Bedürfnisse als Moment von Gründen in der Behandlung des Begründungsdiskurses nicht mehr auf (außer z.B. bei Krauss 1998), obwohl damit ein großes Potential verschenkt wird. (mehr …)

Hallo,

ich habe noch keinen Text wieder fertig, ich  möchte gern erst mal ein paar Meinungen sammeln. Es geht darum, herauszufinden, welche Bedürfnisse es sind, die im Kapitalismus nicht befriedigt werden können. Was fällt Euch dazu ein? Bitte nutzt die Kommentarmöglichkeit oder schreibt mir ne Mail an contactATzw-jena.de.

Danke,

Annette

Ich hatte mich vor einem halben Jahr in mehreren Texten (1, 2, 3) mit dem Klassenkampf beschäftigt. Dabei zeigte es sich, dass die Geschichte dieser Kämpfe überhaupt nicht auf das beschränkt werden kann, was gewerkschaftlich und parteimäßig organisiert ist. Es gab im Unterschied dazu viele eher spontane und autonome Widerstandsformen, die in der klassischen Geschichtsschreibung und auch Theoriebildung zur Arbeiterbewegung unterbelichtet geblieben sind. Auf eine weitere Form von Kämpfen gegen die Zumutungen des Kapitalismus bin ich auch dabei noch nicht direkt gestoßen: auf den städtischen Widerstand. Auch um diese noch einzubeziehen, muss „die Geschichte der konventionellen Arbeitskämpfe […] neu geschrieben werden“ (Harvey 2014: 229)
baltimore (mehr …)

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