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Ich arbeite derzeit an umfangreicheren Themen, für die längere Zeit keine Blogbeiträge anfallen. Dafür bin ich „in echt“ zu erleben bei folgenden Vorträgen in der nächsten Zeit:


09.-11.09.2022 – Wiss. Tagung des Instituts für Design Science in Wittenberg

  • 09.09.2022, 15:30 – 16:30 Uhr: „Aus kosmischer Sicht… Astro- und thermodynamische Physik des Anthropozäns“

16.09.2022 Parking-Day Jena

Redebeitrag für das Klimanotstandszentrum Jena zum Thema: Klima-Umbruch – Hitze -Gesundheit

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21.09.2022 – MASCH Wedel, AWO-Tagesstätte, Rudolf-Breitscheid- Str. 40 in 228880 Wedel


30.09.-02.10.2022: Öffentliche Tagung der Ernst-Bloch-Assozation zum Thema „Naturallianz und Allianztechnik. Zur Aktualität des Leipziger Philosophen Ernst Bloch“ in Leipzig

  • 02.10. 2022, 11:00-12:30 Uhr: Climate-Engineering als Allianztechnik??? (mit Reiner Nebelung)

07.10.-16.10. 2022 – Alternative Orientierungstage (ALOTA) an der Uni Jena


24.-25.10. 2022 – Change School Summit 2022 in Bonn

  • Zeit und Thema noch nicht genau festgelegt

28.10.-30.10. 2022 SDS-Kongress „System Change“ in Leipzig

  • Freitag, 28.10.2022, 15:00-16:30 Uhr: Klima-Umbruch: Das ändert (fast) alles.


xx.11.-xx.11. 2022 – Public Climate School (Uni Jena)

  • wird  aus Mangel an Aktiven in Jena nicht stattfinden.


Dann möchte ich endlich mal noch 1…3 Bücher schreiben – gleichzeitig werd ich leider wieder erwerbslos…

Der isw-Report Nr. 129 widmet sich dem Thema: „Vom „Rio-Erdgipfel“ bis Glasgow. 30 Jahre in Etappen in die Klimakatastrophe“. Im Titel eines Beitrags steht: „Bemerkungen eines an Zuversicht Verarmenden“. Es hat sich seit dem letzten IPCC-Bericht so einigermaßen herumgesprochen, dass das 1,5-Grad-Ziel (maximaler Steigerung der globalen Durchschnittstemperatur) nicht mehr zu halten ist. Was nun? Ein nüchterner Blick auf die Lage ist eine Voraussetzung für die Überlegung, wie es nun weiter gehen kann. Neben den naturwissenschaftlich zu erforschenden Veränderungen müssen gesellschaftliche Grundlagen und Ursachen für die Misere stärker thematisiert werden. Ziemlich unideologisch und sehr faktenreich tut das der oben genannte isw-Report.

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Ich möchte nur kurz einen Fund mitteilen, der meine Betonung des Unterschieds zwischen menschlichem „Arbeitsvermögen“ und der dem Kapital subsumierten „Arbeitskraft“ unterstreicht.

Wolfgang Jantzen machte 2012 darauf aufmerksam, dass Marx im „Kapital“ nicht mehr von „Arbeitsvermögen“, sondern von „Arbeitskraft“ (die dem Kapital subsumiert ist) spricht. Sein Thema ist ja „Das Kapital“ und nicht „Das Proletariat“. Der im „Kapital“ thematisierten „Arbeitskraft“ ist jedoch das „Arbeitsvermögen“ voraus gesetzt. Vergleichsweise kann das Arbeitsvermögen demnach mit so etwas wie potentieller Energie (für ruhende Zustände) verglichen werden, die Arbeitskraft dann mit kinetischer Energie (für Zustände in bewegung). In der Physik wie der Betrachtung der Arbeit von Menschen sind solche Unterschiede nicht sinnlos, sondern aufschlussreich.

Die Menschen im Kapitalismus, die von Löhnen abhängig sind (Arbeiterklasse/Proletariat), wirken deshalb nicht nur (dem Kapital subsummiert, in immanenter Weise) als Arbeitskrafte, sondern: sie haben darüber hinausgehend als Akteure der lebendigen Arbeit ihr Arbeitsvermögen, mit dem sie den Kapitalismus transzendieren (können). Deshalb steht „lebendige Arbeit […] als Exteriorität zur gesellschaftlichen Totalität ihrer Verwertung durch das Kapital“ (Jantzen 2012: 2). Zumindest der Möglichkeit nach. Und:

„Damit ist die lebendige Arbeit prinzipiell in ein widerständiges Verhältnis zum Kapital gesetzt, indem sie ständig und notwendigerweise auf die Relation ihrer gesellschaftlichen Arbeit zu ihrer Reproduktion reflektieren muss.“ (ebd.: 17)


Quelle:

Jantzen, Wolfgang (2012): Marxismus als Denkmethode und Sicht auf die Welt – eine ständige Herausforderung auch im 21. Jahrhundert? Vortrag am 27.09.2012 bei der Philosophischen Gesellschaft Bremerhaven im Rahmen der Vortragsreihe 2012 „Was bleibt?“ Bedeutende philosophische Positionen des 20. Jahrhunderts nachgefragt.“


 

… wurde die Autorin von ihren Mit-Aktivistis in der Klimabewegung in den letzten Jahren immer wieder gefragt.

Es liegt nun (schon eine Weile) vor. Das Buch ist allen gewidmet, „die nicht aufgeben“. Einer nimmt sich das Leben, aber hat er aufgegeben? Alle kämpfen sich durch. Durchs Leben, genauer gesagt: durch ein widerständiges Leben. Die meisten begannen in den frühen 90er Jahren als Schüler:innen. Im Jahr 2014 aber wird Bilanz gezogen. Welcher Weg war und ist der Richtige? Brandanschläge auf dem Flughafen? Alternative Lobbyarbeit in Brüssel? Oder der Rückzug ins eigene, individuell zu verantwortende Öko-Leben? Wie soll man reagieren auf die verzweifelte Gewalttat, wenn man sie versteht und solidarisch sein will, aber die eigene Arbeit nicht gefährden will?

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Bei uns ist gerade unsere Enkelin auf Besuch. Wie kann ich ihr erklären, was wir mit ihrer Zukunft anstellen? Weltweit gesehen lebt „die Menschheit“ ab heute „auf Pump“: wir haben all jene Ressourcen für dieses Jahr verbraucht, die in einem Jahr auf der Erde regenieriert werden können und deshalb nutzbar sind. Aber „wir“ verbrauchen trotz diesem Wissen immer mehr und immer mehr.

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(Version 1.1)

Die Grenzen der ökologischen Belastbarkeit scheinen die Möglichkeiten, den arbeitenden Menschen genügend große Anteile eines wachsenden Wohlstandskuchens zu überlassen, zu beschneiden. Dieser Effekt, dass trotz wachsender Ausbeutung der Menschen und immer mehr Naturvernutzung die ausgebeuteten Menschen sich befrieden ließen durch die Aussicht auf immer mehr Wohlstand, hat in einigen privilegierten Ländern einige Jahrzehnte lang für ein Stilllegen der sozialen Konflikte geführt. Aber nun ist Schluss damit.

Aber ist wirklich das endlich angestrebte Ende der übermäßigen Naturzerstörung der Grund dafür?

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Es gibt noch einen Text im Nachtrag zu dem, was ich am 10.06.22 in Oldenburg vorgetragen habe, bzw. was dazu in der jungen Welt am 13.06.22 veröffentlicht worden war. Er bezieht sich stärker auf konkrete Debatten und betont die Behandlung der Konkurrenz in der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie des Kapitalismus.


Was passiert, wenn „Ausbeutung“, „Mehrwert“ und „Profit“ und damit auch das Klassenverhältnis bei der Kapitalismusanalyse gegenüber dem Begriff des „Werts“ als unwichtig angenommen werden?  An einer Stelle, die ich jetzt nicht finde[1], kommentiert Stefan Meretz zu einem Text von mir so ungefähr: „Mehrwert ist doch nur mehr Wert“, bilde also nur einen quantitativen Unterschied. Ich sehe das nicht so. An dieser Stelle (beim Mehrwert) kommt die Arbeitskraft als eine qualitativ besondere Ware ins Spiel.

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Bei uns ist wieder ein Weißer Schäferhundwelpe eingezogen. Die kleine Sita setzt grad ihre ersten Abenteuererlebnisse bei uns in Träume um (Gewitter mit Hagel, Begegnung mit unseren Katzen, beides überhaupt nicht ängstlich angegangen).

Spruch auf dem T-Shirt:
„Ich brauche kein Einhorn –
ich habe einen Weißen Schäferhund“

Die Freude über Sita ist immer noch ein wenig bittersüß. Unserer Beziehung wird meine Erfahrung mit Cara zugute kommen.

Ich habe auf der Website unserer Züchterin einen schönen Gedanken gefunden:

Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.

(Roger A. Caras, Präs. d. brit. Tierschutzes)

Umso besser, wenn man diese Beziehung gar nicht erst als Geschäft versteht!

Diese Seite gehört zum Text: „Sozialismus-Utopie?“


Der Horizont dessen, wohin wir aus dem Kapitalismus heraus springen könnten, kann in einer abstrakten Gegenübersetzung gegen kapitalistische Funktionsprinzipien gesehen werden (kein ökonomischer Wert, kein Geld, kein Staat…vgl. Sutterlütti, Meretz 2018), oder auch auf kürzere Sicht mehr an den derzeit gegebenen Bedingungen ansetzen, wie bei Klaus Dörre. Um der früheren Entgegensetzungen von „Revolution“ und „Reform“ auszuweichen, sprechen mittlerweile fast alle von einer notwendigen „Transformation“ auf dem Weg dahin (vgl. Brie 2015). Häufig wird für eine Verbindung des Reform- und des Revolutionsgedankens auch positiv auf die Bezeichnung „revolutionäre Realpolitik“ von Rosa Luxemburg Bezug genommen (Luxemburg 1903: 373)[1], womit sie „die politische Kleinarbeit des Alltags zum ausführenden Werkzeug der großen Idee“ (ebd.) machen wollte. So sieht das wohl auch Dörre (obwohl er Luxemburg diesbezüglich nicht zitiert). (mehr …)

Diese Seite gehört zum Text: „Sozialismus-Utopie?“


Bei der Konzeption eines Sozialismus des 21. Jahrhunderts stehen wir wiederum vor dem Problem, wie die bestimmte Formen Arbeit als „Stoffwechsel mit der Natur“, die Zeit, Arbeitskraft und Ressourcen erfordert, so zeit- und ressourceneffektiv erfolgen können, dass notwendige Arbeit erstens nicht mehr so ein großes Ausmaß annimmt und zweitens genügend Freiraum für durchaus zeitaufwendige Care-Arbeit im ausreichenden Maß gewonnen werden kann. Zu starke Hoffnungen darauf, dass angesichts der vielen derzeitigen Bullshit-Jobs und des Verzichts auf Rüstung, Marketing und Wegwerfwaren-Produktion sowieso nur noch wenig Arbeit notwendig wäre, erledigen sich angesichts der künftig erhöhten Aufwendungen für die Energiegewinnung durch sich erneuernde Energien, bei einer ökologisch nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion und den vielen notwendigen Arbeiten bei der Regeneration der Atmosphäre und Biosphäre. Also müssen wir Wege finden, in vielen Bereichen ressourcen- und zeiteffektiv zu arbeiten und dies unter Einbeziehung aller zu organisieren.

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