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Das Thema „Geschichtsphilosophie“ steht schon lange auf meiner Agenda, musste aber lange zurückgestellt werden, weil ich keine Zeit hatte und auch noch viele Bausteine dazu erarbeiten und „trocknen lassen“ musste. Genau genommen richten sich viele meiner bisherigen Themen wie Selbst-Organisierung oder Dialektik auf die Frage nach dem Verständnis des Entwicklungsgangs der Menschheit. Dabei musste ich mich erst von der Vorstellung lösen, die Dialektik als allgemeine Methode würde da leicht weiterhelfen. Trotzdem ist Dialektik auf jeden Fall notwendig, um nicht vereinfachten Vorstellungen über den Zusammenhang von realgeschichtlichen Geschehnissen und einer übergreifenden „Entwicklungslogik“ zu verfallen.

Ohne dass ich eine vollständige Theorie zu diesen Fragestellungen hätte, möchte ich einige Ergebnisse dazu hier wieder online stellen.

Siehe auch:

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2017

Schon seit den 90er Jahren lese ich die  Arbeitslosenzeitschrift „quer“, ich war ja lange genug immer mal wieder erwerbslos. Vor allem die Rechtstipps auf den letzten Seiten fand ich immer sehr hilfreich.

Inzwischen gibt es die Zeitschrift auch online.

Hier ist die aktuelle Nummer.

Diesmal gibts noch einen Beitrag über das Grundeinkommen und die Sozialklinik Kalamata in Griechenland, wovon auch das Bild stammt:

kalamata

Wandinschrift am Ambulatorium: „Kämpfe immer und leiste Widestand. Selbst auf die Gefahr hin, allein zu bleiben. Allein, verlassen, ruhig kämpfe für das Gute der Menschheit! Und gegen die Vielen, gegen die  Wenigen, widersetze dich! Erhalte deine Seele in Flammen  offen für Licht, immer mehr Licht, für das Gute der Menschheit!“

Es gibt die Geschichte vom Frosch, der natürlich aus einem kochenden Wassertopf springen würde, aber in einem Topf mit lauwarmen Wasser sitzen bleibt, obwohl sich das Wasser immer mehr erwärmt… bis er schließlich doch gekocht ist. (mehr …)

Das „Ende der Geschichte“, das in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts angebrochen schien, ist nun endgültig zu Ende. Die sogenannten „Globalen Probleme der Menschheit“ schlagen zu. Unruhen, Kriege, Kämpfe gegen Plünderung und Ausbeutung, auch Terror, ökologische Desaster und vieles andere, was in den 80ern und 90ern schon befürchtet wurde, an dessen Kommen aber niemand glauben wollte, sind Realität. Mittlerweile überwinden nicht nur das Kapital, die Transfers der Gewinne in die reichen Länder und ökologische Zerstörungen Ländergrenzen, sondern immer mehr Menschen suchen neue lebenswerte Orte für sich und ihre Familien. Und wir, wir reagieren gespalten. Einerseits eine überwältigende Hilfsbereitschaft, über die die Medien auch dankenswerterweise vorrangig berichten. Auf der anderen Seite immer wieder Anschläge auf geplante Flüchtlingsunterkünfte.

Wir können uns jetzt schon nicht mehr wirklich abducken. Etwas kommt auf uns zu, die mühsam erreichte Sicherheit bröckelt…, es liegt nahe, zuerst mit Abwehr zu reagieren. Wahrscheinlich stimmt es, dass es nicht einfach so weitergehen wird wie z.B. im neu vereinigten Deutschland des letzten Vierteljahrhunderts.

Welche produktiven Wege finden wir, das Neue gemeinsam irgendwie so hinzubiegen, dass niemand untern Tisch fällt, über Tische gezogen wird, sondern dass es uns tatsächlich gelingt, die Tische für die vielen Neuankömmlinge länger zu machen, statt Festungsmauern um uns errichten zu wollen?

Wahrscheinlich geht das im real existierenden Kapitalismus tatsächlich nicht so recht, wo die Gewinne privatisiert, die Kosten vergesellschaftet werden, wo sich alles Tun „rechnen“ muss und alles durch das Nadelöhr der Profiterwirtschaftung muss.

Ein neuer Text von mir darüber, dass sich auch Utopien in diesen kritischen Zeiten einem Crash-Test stellen müssen, ist im Blog „Schwarzer Schmetterling“ erschienen…

Ich arbeite mich zwar an recht interessanten Themen wie Computerspielen und Lesen ab, aber ich nehme durchaus zur Kenntnis, was rundherum um mich passiert. Im Moment fühle ich mich angesichts der Flüchtlingskatastrophen und der Probleme, die die vielen flüchtenden Menschen uns Wohlstandsbürgern zu machen scheinen, wie einst im Sommer 1989, als die Berichte von DDR-Bürgern in Ungarn und den westlichen Botschaften so langsam den Gong schlugen, dass eine Epoche zu Ende geht.

Erleben wir genau das jetzt wieder?

Ich will mich nicht lange dazu auslassen, aber in guter Tradition treffender Witze will ich einen weitergeben:

aktuell(Quelle)

Für jene, für die Englisch eine Hürde ist, hier der Text auf deutsch:

Ein Banker, ein Arbeiter und ein Immigrant sitzen an einem Tisch mit 20 Plätzchen.
Der Banker nimmt 19 Plätzchen und warnt den Arbeiter: „Paß auf, die Immigranten werden Euer Plätzchen wegnehmen.“

Mich erwischts ja auch manchmal, dass ich im Internet hemmungslos irgendwo rumsurfe. Gestern bin ich längere Zeit über den Webseiten von Street Art Utopia hängen geblieben.

streetart

In Berlin habe ich ja selbst schon viele solcher Kunstwerke auf Stein und Beton gesehen, das fasziniert mich immer wieder. Aber einiges aus Berlin kannte ich auch noch nicht…

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