Klar werden im Klimawandel mindestens so viele Menschen sterben wie im Holocaust, viele davon sind schon tot oder sterben jetzt gerade (wer das noch nicht wusste, sollte sich erkundigen, auch hier im Blog gibts vieles zur Lage und Prognose diesbezüglich). Vergleichbar sind diese Ereignisse natürlich trotzdem nicht. Dooferweise hat das Roger Hallam aber behauptet (in der „Zeit„).

Ich überlege gerade am Beispiel anderer Umweltdebatten, wie sehr nicht akzeptable Aussagen von Vertretern von Umweltbewegungen auf die gesamte Bewegung „zurückschlagen“. Historisch ist das so: Das Engagement von tausenden oder zigtausenden wird „entwertet“, weil einer Blödsinn erzählt (z.B. die „Tiefenökologie“, besonders durch Aussagen von Earth  First!lern – in Kürze dazu mehr hier im Blog). Einer, der die Bewegung mit aufgebaut hat, reißt jetzt mit dem  A… ein, was alle gemeinsam geschafft/en haben. Leider widerholt sich die  Geschichte immer wieder.

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Der folgende Offene Brief wurde geschrieben von der AG Bildung der Ortsgruppe Jena von „Extinction Rebellion“, zu der ich gehöre:


 

Am 06.10.2019 veröffentlichte Jutta Ditfurth erstmals per Twitter ihre seitdem viel diskutierte Kritik an Extinction Rebellion. Frau Ditfurth bezeichnete die Bewegung darin unter anderem als „esoterische Sekte, welche an die Apokalypse der baldigen Auslöschung der Menschheit glaubt“, die „Emotionen schürt, die den Verstand vernebeln“, und auf Hyperemotionalisierung anstatt auf intellektuelle Aufklärung setzt. Wir, die Arbeitsgruppe Bildung der Extinction-Rebellion-Ortsgruppe Jena, wollen in diesem Schreiben zu diesem Vorwurf der Nicht-Rationalität, und somit der Nicht-Wissenschaftlichkeit Stellung nehmen.

Unsere AG bereitet Zusammenfassungen wissenschaftliche Befunde in deutscher Sprache für die Ortsgruppe Extinction Rebellion Jena[1] und andere interessierte Menschen auf und überprüfen die von Extinction Rebellion (z.B. auf der Website Extinction Rebellion Deutschland) genannten Fakten auf ihre aktuelle wissenschaftliche Belastbarkeit. Darüber hinaus beteiligen wir uns auch an größeren Fachvorträgen für Interessierte, so z.B. im Rahmen der Alternativen Orientierungstage für die neuen Studierenden in Jena. Um verschiedene Bereiche abdecken zu können, haben wir sowohl Naturwissenschaftler*innen als auch Gesellschaftswissenschaftler*innen in der AG. Unsere Kritik stieß innerhalb von XR bereits Diskussionen an, deren Ausgang zwar teilweise noch nicht sicher ist, aber Lernprozesse initiiert hat. (mehr …)


Manchmal sehen wir den Mond schon rot, nämlich wenn die Erde das Sonnenlicht für den Mond abschattet. Das Licht wird dann in der Erdatmosphäre gebrochen und erscheint rötlich – wir sehen einen sog. „Blutmond“. Auf dem Mond selbst ist dann auch alles rotgefärbt, dies sehen aber nur jene, die grad auf dem Mond arbeiten oder Urlaub machen. Im neuen Roman von Kim Stanley Robinson ist der Mond längst besiedelt worden, verschiedene Nationen haben ihre Standorte in unterschiedlichen Gegenden und das wirtschaftliche wie auch das politische Geschehen auf der Erde hat sich in die Mondbahn hinein ausgeweitet. Dabei zeigt sich, dass der Mond auch im übertragenen Sinne recht rot ist: China mit seiner neuen Hegemonie auch auf der Erde hat auf dem Mond einen großen Vorsprung. (mehr …)

Seit Sonntag haben wir eine neue Mitbewohnerin: Cara, eine fast 10 Wochen alte Weiße Schäferhündin. Wie man sieht, mag sie auch Bücher… zumindest zum Ankatschen 😉

Klimawandel leugnen ist out – aber den Klimawandel verharmlosen, das geht noch.

Der Klimaforscher Hans von Storch stellt sich in einem Interview in SPIEGEL ONLINE gegen das Verbreiten von Panik und gegen Klima-Aktionismus.

Er hat demnach weniger Angst vorm Klimawandel als vor der Veränderung des gesellschaftlichen Klimas. Man müsste auch erst mal die Menschen in den armen Weltregionen fragen, ob sie denn den Klimawandel als ihr größtes Problem ansehen, sonst betreibe man wieder Bevormundung. Ein recht merkwürdiger „Dreh“ der Klima-Gerechtigkeitsproblematik.

Aber schauen wir uns einige seiner Bemerkungen genauer an: (mehr …)

Nach der ersten weltweiten Rebellionswoche ist zumindest eins ihrer Ziele erreicht worden: Man spricht über sie (leider weniger „mit ihr“). Und über das, was von XR unter dem Motto „Sag die Wahrheit“ behauptet wird. Dass das dringend nötig ist, zeigen jene Kommentare, die denen, welche die  Wahrheit aussprechen, vorwerfen, unnötig Endzeit zu beschwören und damit Panik zu verbreiten. Gegen den enttäuschenden Vorwurf der einst radikalen GRÜNEN, Jutta Ditfurth, gegenüber XR, eine „irrationale Weltuntergangssekte“ zu sein,  positioniert sich ein Schreiben der AG Bildung der Ortsgruppe Jena, der ich auch angehöre.

Aus dieser Gruppe wurde am Dienstag auch bei den Alternativen Orientierungstagen für die Erstesemester an der Uni Jena ein Vortrag über die wissenschaftlichen Ergebnisse zur Brisanz der Lage und der Gefährlichkeit der zu erwartenden weiteren Entwicklung gehalten. Etwas bildhafter kommt das bei uns eher anhand von trockenen Grafiken Erläuterte in diesem kleinen Video rüber.

Die Lage IST ernst. Der Klima-Umbruch hat begonnen, auch wenn wir in unserer privilegierten Lage (geographisch und auch auf unsere imperiale Wirtschafts- und Lebensweise bezogen, die uns auf Kosten anderer noch mehrheitlich gut leben lässt) noch nicht so viel davon spüren. Und der Klima-Umbruch verstärkt das Aussterben vieler Lebewesen und die Zerstörung vieler Ökosysteme, die unser Leben bisher sicherten. Wenn XR dafür kritisiert wird, diese  Gefahren laut und öffentlich auszusprechen, wird hier der Überbringer der Botschaft geschlagen, … wohl weil die Botschaft unerträglich scheint.

Es ist ja durchaus nicht so, dass die „XR-Gurus“ die jungen Leute erst „emotionalisieren“ würden, wie J.D. behauptet – nein, sie selbst waren es ja, die zuerst aufbegehrten wegen ihrer Angst und Not, gegen die sie nun – neben den FFF-Demos – endlich etwas unternehmen wollen.

Auch andere Diskussionen kommen jetzt hoch. (mehr …)

Im Blog des Klimanetzes Jena und der Zukunftswerkstatt Jena wurden die Antworten der Parteien, die sich in Thüringen am 27.09.19 zur Wahl stellen, auf Fragen zu „Wahlprüfsteinen“ ausgewertet. Dieser Klima-Wahl-O-Mat entstand auf Initiative der Parents 4 Future.

Eine schnelle grafische Übersicht über die Ergebnisse gibts hier.

Die Begründungen der Parteien wurden mit wissenschaftlichen Ergebnissen verglichen. Den Faktencheck gibts hier.