Kaum ein Symbol wurde in den letzten Jahren der DDR so wichtig wie das Symbol „Schwerter zu Pflugscharen“ in einem Kreis. Es stand für Dissidenz und wurde, wo es irgend ging, unterdrückt. Es war aus dem Westen gekommen, aus alternativen, friedens- und antiatomkraftorientierten Bewegungen.

Jetzt soll ein Freund eine hohe Strafe zahlen, weil er mit dem Druck von Aufklebern mit diesem Symbol plötzlich Markenrechte verletzt.
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Aktuell zum 1. Mai 2017:

Nach 7 Jahren erneuter Kapital-Lektüre in der Gruppe konnte ich es nicht lassen, auch das unvollendete letzte Kapitel von Marx ernst zu nehmen. Außerdem gibt es ja genug Neues seit Marx über den Klassenkampf, worüber zu berichten ist. Das Ergebnis gibts nun auch als Broschüre beim Packpapier-Verlag (für 4 Euro zu bestellen):

Ich weiß, dass sich einige schon über das Ernstnehmen dieses Themas ärgern werden. Aber lesen sollte sie es doch erst einmal 😉

 

 

Gerade wird Donald Trump in sein Amt eingeführt und die Welt rätselt, ob er seine Amtsgeschäfte genauso führen wird, wie seinen Wahlkampf. Beim Weltwirtschaftsforum und am Stammtisch nebenan wird gleichermaßen gerätselt und letztlich entnervt aufgeben: „Warten wirs ab.“

Dabei ist es doch ziemlich normal, dass eine Weltmacht im Abgesang, eine Gesellschaftsform ohne Visionen, eine Wirtschaft ohne Aussicht, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen und dabei die Natur nicht zu zerstören letztlich nur noch einen Hampelmann auf die Tribüne stellen kann, der das Elend dann in noch mehr Chaos treibt und dem man dann vielleicht auch wieder die Schuld zuschieben kann. (mehr …)

Demonstrieren gegen Flüchtlinge ist wie wenn man gegen Unfalltote demonstriert statt gegen den Raser
Demonstrieren gegen Flüchtlinge
ist wie wenn man gegen Unfalltote demonstriert
statt gegen den Raser… der man selber ist!

Haben Sie schon mal von der „Agenda 2030“ gehört? Nein??? Während in Deutschland AfD und alle möglichen Peg- und anderen „idas“ das Niveau des Stammtischs politikfähig machen und Flüchtlinge am rettenden Ufer erschlagen werden, wurde im Herbst 2015 auf einem Gipfel der Vereinten Nationen ein Konzept der Weltrevolution beschlossen. Es geht um nichts weniger als die „Umgestaltung von Volkswirtschaften hin zu nachhaltiger Entwicklung, beispielsweise durch verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster und saubere und erschwingliche Energie“
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Ich hatte mich vor einem halben Jahr in mehreren Texten (1, 2, 3) mit dem Klassenkampf beschäftigt. Dabei zeigte es sich, dass die Geschichte dieser Kämpfe überhaupt nicht auf das beschränkt werden kann, was gewerkschaftlich und parteimäßig organisiert ist. Es gab im Unterschied dazu viele eher spontane und autonome Widerstandsformen, die in der klassischen Geschichtsschreibung und auch Theoriebildung zur Arbeiterbewegung unterbelichtet geblieben sind. Auf eine weitere Form von Kämpfen gegen die Zumutungen des Kapitalismus bin ich auch dabei noch nicht direkt gestoßen: auf den städtischen Widerstand. Auch um diese noch einzubeziehen, muss „die Geschichte der konventionellen Arbeitskämpfe […] neu geschrieben werden“ (Harvey 2014: 229)
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Die Ferienuni „Kritische Psychologie“ rief und über 800 Menschen meldeten sich an. Die Räumlichkeiten in der Alice Salomon Hochschule boten nicht so viel Platz wie die Freie Universität bei den letzten Ferienunis. Aber es war viel los.
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Es fanden täglich echte einführende Veranstaltungen in Holzkamps „Grundlegung der Psychologie“ entlang der auch online vorhandenen Einführung von Stefan Meretz statt. Andere Vorträge befassten sich mit philosophischen Grundlagen oder dem Verhältnis zum Marxismus und dessen neueren Entwicklungen. Im Programm gab es auch für die PraktikerInnen viel Raum. Das betraf vor allem die vielfältige Berufspraxis von PsychologInnen. Neu war der Versuch, die Praxis der Kollektiven Selbstverständigung auf der Ferienuni zu beleben und auch durchzuführen. Hier wird der Anspruch der Kritischen Psychologie, Begriffe „für Menschen zur Klärung/Verallgemeinerung je meiner Welt- und Selbsterfahrung“ (Holzkamp) bereitzustellen, ernst genommen. (mehr …)