Wir haben nun neue Präsentationen aus dem Selbst-Bildungsprogramm der Ortsgruppe Jena von „Extinction Rebellion“ hochgeladen.

Es gibt jetzt:

Klar werden im Klimawandel mindestens so viele Menschen sterben wie im Holocaust, viele davon sind schon tot oder sterben jetzt gerade (wer das noch nicht wusste, sollte sich erkundigen, auch hier im Blog gibts vieles zur Lage und Prognose diesbezüglich). Vergleichbar sind diese Ereignisse natürlich trotzdem nicht. Dooferweise hat das Roger Hallam aber behauptet (in der „Zeit„).

Ich überlege gerade am Beispiel anderer Umweltdebatten, wie sehr nicht akzeptable Aussagen von Vertretern von Umweltbewegungen auf die gesamte Bewegung „zurückschlagen“. Historisch ist das so: Das Engagement von tausenden oder zigtausenden wird „entwertet“, weil einer Blödsinn erzählt (z.B. die „Tiefenökologie“, besonders durch Aussagen von Earth  First!lern – in mehr hier im Blog). Einer, der die Bewegung mit aufgebaut hat, reißt jetzt mit dem  A… ein, was alle gemeinsam geschafft/en haben. Leider widerholt sich die  Geschichte immer wieder.

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Klimawandel leugnen ist out – aber den Klimawandel verharmlosen, das geht noch.

Der Klimaforscher Hans von Storch stellt sich in einem Interview in SPIEGEL ONLINE gegen das Verbreiten von Panik und gegen Klima-Aktionismus.

Er hat demnach weniger Angst vorm Klimawandel als vor der Veränderung des gesellschaftlichen Klimas. Man müsste auch erst mal die Menschen in den armen Weltregionen fragen, ob sie denn den Klimawandel als ihr größtes Problem ansehen, sonst betreibe man wieder Bevormundung. Ein recht merkwürdiger „Dreh“ der Klima-Gerechtigkeitsproblematik.

Aber schauen wir uns einige seiner Bemerkungen genauer an: (mehr …)

Nach der ersten weltweiten Rebellionswoche ist zumindest eins ihrer Ziele erreicht worden: Man spricht über sie (leider weniger „mit ihr“). Und über das, was von XR unter dem Motto „Sag die Wahrheit“ behauptet wird. Dass das dringend nötig ist, zeigen jene Kommentare, die denen, welche die  Wahrheit aussprechen, vorwerfen, unnötig Endzeit zu beschwören und damit Panik zu verbreiten. Gegen den enttäuschenden Vorwurf der einst radikalen GRÜNEN, Jutta Ditfurth, gegenüber XR, eine „irrationale Weltuntergangssekte“ zu sein,  positioniert sich ein Schreiben der AG Bildung der Ortsgruppe Jena, der ich auch angehöre.

Aus dieser Gruppe wurde am Dienstag auch bei den Alternativen Orientierungstagen für die Erstesemester an der Uni Jena ein Vortrag über die wissenschaftlichen Ergebnisse zur Brisanz der Lage und der Gefährlichkeit der zu erwartenden weiteren Entwicklung gehalten. Etwas bildhafter kommt das bei uns eher anhand von trockenen Grafiken Erläuterte in diesem kleinen Video rüber.

Die Lage IST ernst. Der Klima-Umbruch hat begonnen, auch wenn wir in unserer privilegierten Lage (geographisch und auch auf unsere imperiale Wirtschafts- und Lebensweise bezogen, die uns auf Kosten anderer noch mehrheitlich gut leben lässt) noch nicht so viel davon spüren. Und der Klima-Umbruch verstärkt das Aussterben vieler Lebewesen und die Zerstörung vieler Ökosysteme, die unser Leben bisher sicherten. Wenn XR dafür kritisiert wird, diese  Gefahren laut und öffentlich auszusprechen, wird hier der Überbringer der Botschaft geschlagen, … wohl weil die Botschaft unerträglich scheint.

Es ist ja durchaus nicht so, dass die „XR-Gurus“ die jungen Leute erst „emotionalisieren“ würden, wie J.D. behauptet – nein, sie selbst waren es ja, die zuerst aufbegehrten wegen ihrer Angst und Not, gegen die sie nun – neben den FFF-Demos – endlich etwas unternehmen wollen.

Auch andere Diskussionen kommen jetzt hoch. (mehr …)

Im Blog des Klimanetzes Jena und der Zukunftswerkstatt Jena wurden die Antworten der Parteien, die sich in Thüringen am 27.09.19 zur Wahl stellen, auf Fragen zu „Wahlprüfsteinen“ ausgewertet. Dieser Klima-Wahl-O-Mat entstand auf Initiative der Parents 4 Future.

Eine schnelle grafische Übersicht über die Ergebnisse gibts hier.

Die Begründungen der Parteien wurden mit wissenschaftlichen Ergebnissen verglichen. Den Faktencheck gibts hier.

 

Die Rebellionswelle ebbt ab. In Berlin war ich am Samstag noch auf der Stresemannstraße vor dem Umweltministerium. Das Bild war von Gemütlichkeit, Festlichkeit, Spielen, Workshops, Musik und Tanzen geprägt.

Die Anarchistin Emma Goldmann hätte sich wohlgefühlt („Wenn ich nicht tanzen darf, möchte ich an eurer Revolution nicht beteiligt sein“). (mehr …)

… und wieder ein Friday For Future, ein ganz besonderer. FFF (Fridays For Future) meets XR (Extinction  Rebellion), soweit sie nicht in der vergangenen Woche eh teilweise verschmolzen waren. Auf der Blockade auf der Marschallbrücke waren es mehrere Jenaerinnen von FFF die im lock-on steckten, als die Blockade geräumt wurde.

Ich war während der Räumung nicht auf der Brücke, sondern lief dann hin, um die Weggetragenen zu unterstützen. Die Polizei hat direkt um die Brückenaufgänge rum abgesperrt, und vom Camp aus auch schon mal ein paar hundert Meter vorher. „Normale“ Leute haben sie noch durchgelassen. Als ich mit meinem „Scientists For Future“- Anstecker kam, war für mich aber Schluss und ich musste einen Umweg gehen.

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