I.1 Beziehung zwischen Dialektik und Kritischer Psychologie

Wenn wir nach der Beziehung von Dialektik und Kritischer Psychologie fragen, so ist zuerst einmal zu klären, in welcher Art diese Beziehung bestehen kann. Beide Konzepte beschäftigen sich nicht direkt mit empirischen Tatsachen und beide sind kein vollständiges philosophisches System, obwohl es in beiden um Begriffe bzw. Kategorien geht. Während Dialektik eine Methode bzw. ein System auf dem Gebiet der Philosophie ist, wurde die Kritische Psychologie durch ihren Begründer Klaus Holzkamp als „Versuch, die gesamte Psychologie durch Kritik und Revision ihrer Grundbegriffe und darin eingeschlossenen methodischen Vorstellungen auf eine neue wissenschaftliche Basis zu stellen“ (Holzkamp 1983: 19), bezeichnet. (mehr …)

Dieser Text entspricht nicht dem gesprochenen Text meines Vortrags auf der Ferienuni Kritische Psychologie 2014 , sondern wird nachträglich geschrieben. Dabei werden mehr Inhalte ausführlicher dargestellt, als das im Vortrag möglich war. Auch der Foliensatz, den ich beim Vortrag verwendete, ist etwas kürzer als der hier verwendete (von dem ich hier auch nicht alles zeige). Der Text des Vortrags wurde mitgeschnitten und steht vielleicht auch irgendwann online zur Verfügung. (Nachtrag: leider doch nicht…)


Abstract zum Vortrag „Einführen und Aufheben der dialektischen Grundlagen der Kritischen Psychologie“

Dialektisches Denken ist eine zentrale Grundlage für die „historisch-empirische Kategorialanalyse“ und den darauf basierenden methodischen Fünfschritt. Was dialektisches Denken allerdings ist, und worauf es sich in der Wirklichkeit bezieht, ist seit jeher umstritten. So gab es bereits in den 70er Jahren Debatten über das Dialektikverständnis von Klaus Holzkamp.

Diese Veranstaltung will den Spagat versuchen, eine Einführung in ein an Hegel angelehntes Dialektikverständnis zu geben und gleichzeitig vereinfachte Vorstellungen zu überwinden. Warum das im wahrsten Sinne des Wortes eine „Aufhebung“ ist, wird sich dabei auch erschließen…

Dialektik in der Kritischen Psychologie 1 (mehr …)

Ferienuni 2014 2
Ich werde in zwei Wochen, u.a. als Referentin, an der Ferienuni Kritische Psychologie teilnehmen. Die Ferienuni hat diesmal das Motto „Den Gegenstrom schwimmen“ und findet vom 16.-20.09.2014 statt.

Vortrag über Dialektik

Mein Vortrag findet am Freitag, dem 19.9.2014 von 10 -12 Uhr statt, Veranstaltungsort ist die FU Berlin („Rost- und Silberlaube“). Inhaltlich geht es um die Dialektik. Sie war ja ein wichtiger inhaltlicher Ausgangspunkt für die funktional-historische Methode, mit der Holzkamp die Begriffe der Kritischen Psychologie grundlegte. Schon Holzkamp beteilgte sich intensiv an einer Debatte über die sog. „logisch-systematische“ vs. „logisch-historische“ Interpretation der Dialektik im marxistischen Kontext. Was können wir heute dazu sagen? Für uns ist die logisch-historische Interpretation längst nicht mehr so nahe gelegt, wie früher.

Ich versuche, dazu einiges zu sagen, ohne allzutief in die verwickelten Streitdebatten dazu einzusteigen.

Soziale Selbstverständigung
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In einer schon lange zusammen arbeitenden Diskussionsgruppe kam es letztens zu starken Differenzen über das Thema: Wie halten wirs mit Hegels Dialektik bei geschichtlichen Fragen?
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In der Debatte um den Vorrang von Kapital oder Herrschaft zwischen Stefan Meretz (SM) und Andreas Exner (AE) umkreisen AE und SM immer wieder die Frage der Bedeutung von sachlicher Vermittlung und persönlicher Herrschaftsausübung in den kapitalistischen gesellschaftlichen Verhältnissen. SM betont die Verselbständigung der sachlichen Vermittlung (Kapitalakkumulationszwang) – AE dagegen die persönlichen Handlungen von Menschen. Diese Frage ist auch enthalten im sogenannten Fetisch-Kapitel des „ Kapitals“ von Marx, in dem es um die Spiegelung des gesellschaftlichen Verhältnisses als ein außerhalb der Menschen existierendes Verhältnis von Gegenständen geht. (Die ausführliche Argumentation dazu gibt’s als pdf.) (mehr …)

Die gesellschaftlichen Verhältnisse werden oft mit den Kategorien „Inhalt“ und „Form“ erläutert. Deshalb werden wir diese Kategorien einmal durchdenken (wobei uns Hegelsche Texte direkt helfen können: HW 6: 88ff., und HW 8: 264ff..) (mehr …)

Heute gibts mal wieder ein wenig Philososophie. Bei der Vorbereitung eines kniffligen Textes über die Kritik der Politischen Ökonomie nach Marx habe ich mich an eine Idee von Hans Heinz Holz erinnert: Die Darstellung des dialektischen Reflexionsverhältnisses in der Spiegelmetapher. Nebenbei versteht man dabei noch, warum Hegel Idealist sein musste!

Spiegelmetapher

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