Ich bin ziemlich gespannt auf das neue Buch von Naomi Klein. Der Titel gibt das Thema an:

Die Entscheidung – Kapitalismus vs. Klima.

Reißerisch rät der Werbetext: „Vergessen Sie alles, was Sie über den Klimawandel zu wissen meinten: Es geht nicht nur um CO2-Emissionen, es geht um den Kapitalismus!“ Das konnte man natürlich auch schon länger wissen. Naomi Klein beschäftigte sich seit 2009 verstärkt mit diesem Thema. Seither hat sie eine Fülle von Informationen zusammen getragen, die unendlich wertvoll sein wird in den weiteren Auseinandersetzungen um die Alternative katastrophaler Klimawandel oder Kapitalismus.

Reicht das Klima, bis ich groß bin? (mehr…)

Debatten und Infos

Ich habe oft etwas über die aktuellen Weichenstellungen in der Energiepolitik geschrieben. Wenn Kernkraftwerke gebaut werden, wird nicht nur das dafür ausgegebene Geld unmittelbar vergeudet, sondern es werden Infrastrukturen und wirtschaftliche Machtpositionen zementiert, die ein notwendiges Umsteuern blockieren.

Auch deshalb unterstütze ich die Online-Beschwerde gegen die Subventionierung des Kernkraftwerkes “Hinkley Point C” durch EU-Gelder.

 

Grundsätzlich finde ich es nicht so gut, wenn notwendiges politisches Engagement durch einfaches Klicken ersetzt wird. Aber zusätzlich zu klicken kann ja nicht verkehrt sein ;-)

Hier stelle ich die Links zum letzten großen Beitrag zur “Energiewende”, der in mehreren Teilen erschien, zusammen:

Alle Kapitel zu diesem Beitrag:

Der gesamte Beitrag kann auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Energiewende 2013

(“Keine halben Sachen, Altmaier! Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!”)

(Bildcopyright “copyright: sfv / mester”)

Strompreissenkung durch Anbieterwechsel 

 

Kommen wir nun zu dem, was wir tatsächlich bezahlen. Was geht alles in die Strompreise ein (zu den einzelnen Bestandteilen siehe auch Wikipedia):

  • Erzeugung, Transport und Vertrieb (incl. Netzentgelte, d.h. Entgelt für die Netznutzung)
  • Konzessionsabgabe (Abgabe für die Nutzung öffentlicher Wege für Stromleitungen)
  • EEG-Umlage (Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien im Stromsektor),enthält (2013) reine Förderkosten für Erneuerbare Energien, Entlastung von privilegierten Verbrauchern, Merit-Order-Effekt-Ausgleich, Marktprämie, Liquiditätsreserve )
  • KWK-Umlage (Umlage zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung)
  • § 19-Umlage (Umlagerung für Netzentgeltermäßigungen und -befreiungen für große Stromverbraucher, seit 2012)
  • Offshore-Haftungsumlage (Umlage für Entschädigungszahlungen und Ausgleichszahlungen für Offshore-Windenergieanlagen.)
  • Stromsteuer
  • Mehrwertsteuer

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Einerseits wird der Zugang zu nutzbarer erneuerbare Energie immer substantiell höhere Grenzkosten verursachen als das Kopieren von Informationen. Andererseits kommt in der derzeitigen Phase der Umstellung des Energiesystems noch ein gehöriger Aufwand hinzu. Es geht deshalb zur Zeit nicht nur um die direkten Kosten aus der EEG-Einspeisevergütung, sondern insgesamt sind zu leisten (vgl. Wirth 2014: 7):

  • Anpassung von Stromnetzen
  • Aufbau von Speicher- und Wandlerkapazitäten
  • Ab- und Umbau des fossil-nuklearen Kraftwerksparks
  • Aufbau schnell regelbarer Kraftwerke, insbesondere auf KWK-Basis.

Und hier gilt:

„Verursacher der Kosten für die Energiewende ist die Gesamtheit der Energieverbraucher, für die eine nachhaltige Energieversorgung geschaffen werden muss.“ (ebd.)

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Wenn man sich die Merit-Order-Strompreisbildung anschaut, so zeigt sich (hier speziell für den Intradaymarkt, also eine Form des kurzfristigen Handels bis zu einer Dreiviertelstunde vor der Lieferung) eine deutliche Preissenkung für sonnenstromintensive Zeiten:


Abb. 10: Sinken des Strommarktpreises mit wachsendem Stromangebot (PHOTON August 2011)

Ganz allgemein wird deshalb erwartet:

„Da viele EE variable Kosten von nahe Null haben, verdrängen sie Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken mit vergleichsweise hohen variablen Kosten aus der Merit-Order, so dass in Stunden mit hoher EE-Einspeisung Kraftwerke mit niedrigeren variablen Kosten preissetzend werden.“ (Fürsch et al, 2012).

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