Es geschieht öfter, dass ich mir gut vorstellen kann, mich – zumindest in der Freizeit – eine längere Zeitlang in einen Elfenbeinturm zurück zu ziehen und nur noch zu lesen und zu studieren. Aber reicht mir das tatsächlich? Ich habe in den letzten Jahren viel Freude erfahren durch Kommunikation, Kooperation und vor allem von Erlebnissen im engeren Freundeskreis, der für mich vorwiegend die „Zukunftswerkstatt Jena“ ist.

Zur Rolle von Freundschaftlichkeit auch in politischen Zusammenhängen habe ich einen Text für „Streifzüge“ geschrieben…

depression

Auch wer sich nicht für Fußball interessiert, weiß seit einigen Tagen, wer der deutsche Nationaltorwart war. Inzwischen wundern sich die Journalisten selbst darüber, dass auch so viele Nicht-Fußball-Interessierte sich ausgerechnet um diesen einen von fast 10 000 Suizid-Opfer pro Jahr trauern. Dabei haben sie diesen Hype selbst erst produziert und ich würde mir wünschen, um jeden anderen Menschen würde ebenso getrauert wie um Robert Enke.

Dass das Thema Depression dabei ins Gespräch kommt, ist gut. Depression ist eines der häufigsten Krankheitsbilder; sie kostet viele, viele Lebensjahre und es ist auch erwiesen, dass nicht nur die Nachweisbarkeit sich in den letzten Jahrzehnten stark verbessert hat, sondern auch die Anzahl der von Depression betroffenen Menschen steigt und steigt.

Dabei wird es immer schwerer, in unserer von Stress, Daueranspannung, Zwangsdynamik und –flexibilität gekennzeichneten Zeit zuzugeben, dass man dieser Hetze nicht gewachsen ist.
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In der letzten Nummer der „graswurzelrevolution“ fand ich einen interessanten Artikel über die Bedeutung von Gruppen für die politische Arbeit und auch das individuelle Wohlergehen.

Oft konzentrieren wir uns auf das Verhältnis zwischen Individuen und der Gesellschaft, fragen, inwieweit der gesamtgesellschaftliche Rahmen das Verhalten des einzelnen bedingt und wie der Einzelne in diesem Rahmen doch eigenständig agieren kann. Wir betonen die individuelle Möglichkeitsbeziehung gegenüber der Welt.

Dabei überspringen wir eine wichtige Erfahrung: die Beziehung zwischen Individuen und Gruppen bzw. der Gruppen und der Gesellschaft.

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