Es ist ja schon lange ein Trauerspiel mit der angestrengten Verhinderung eines Umstiegs auf Erneuerbare Energien. Ich hab mich schon öfter mal dazu ausgelassen (2009, 2011, 2012, 2014, 2015), aber es ist ermüdend. Man braucht nicht mehr viel zu analysieren, die Großkonzerne haben sich wieder mal durchgesetzt. Zur aktuellen Verabschiedung des EEG 2016 gibt es eine Presseerklärung des Solarenergie Fördervereins, die alles Wichtige benennt.

Wer die traurige Geschichte der Abwicklung des einst so hoffnungsvollen Erneuerbare-Energien-Gesetzes noch mal Revue passieren lassen möchte, aber nicht gleich ins Heulen kommen will, dem sei hier noch die Sammlung entsprechender Karikaturen des eben genannten Vereins empfohlen:

Karikaturen zur Energiewende

FlutEs gießt wie aus Strömen. In unsrer Region braucht der Boden das sogar noch. Aber seit Tagen geistern Unwetterberichte durch die Medien. Das spielt sich nicht mehr ganz weit weg ab, sondern fast nebenan. Ich überlege automatisch: War ich in der Gegend schon mal, die da grad genannt wird? Habe ich Bekannte dort, ist jemand von den Freunden grad da unterwegs? Und die Toten waren Leute wie Du und ich, ich habe nicht nur schemenhafte Vorstellungen von ihnen. Es wird von „zerstörten Existenzen“ derer berichtet, die ihr Leben noch retten konnten. Nein, es geht uns nicht mehr gut. Das Elend ist nicht mehr weit weg. Die Einschläge, mit denen wir auch wir existenziell bedroht werden, kommen immer näher und sie werden immer häufiger.

Ist das nur Zufall oder schlägt da der Klimawandel zu? Müssen die Betroffen nun einfach nur tapfer weiter machen oder sollten wir alle darüber nachdenken, was an unserer Lebensweise mit dazu beiträgt, solch verheerende Unwetter zu erzeugen? (mehr …)

Stell dir vor, irgendwo gibt es einen Planeten,
auf dem intelligente Wesen leben.
Sie sehen vielleicht genauso aus wie wir.
Und auf diesem Planeten gibt es Bibliotheken,
voll mit Büchern, geschrieben von Dichtern, Philosophen und Wissenschaftlern,
und vielleicht, wenn auf der Welt der Haß und die Gier so groß werden,
dass nichts, aber auch nichts mehr sie retten kann, dann vielleicht
gibt es dort auch ein Buch, das heißt: Der Untergang der Erde.
Es wird über uns berichten, über unser Leben, über unsern Tod
und über Feuer, das so groß war, dass keine Tränen es löschen
konnten bis hin zur letzten Sekunde, als die Erde aufhörte zu existieren.
(Puhdys: Das Buch)

Lasset alle Hoffnung fahren…

„Das Buch“ ist geschrieben worden. Es wird nicht ganz so schlimm, wie von den Puhdys besungen. Nicht die ganze Erde wird aufhören zu existieren, sondern nur das menschliche Leben in der Weise, wie wir es kennen und lieben. (mehr …)

Klimafluechtlinge_klein(Bildquelle: Gerhard Mester) „Globale Probleme der Menschheit“, so wurde schon vor einem Vierteljahrhundert der Komplex von drohenden Gefahren für die gesamte Menschheit genannt. Die Kriegsgefahr, vor allem angesichts der globalen Verbreitung von Atomwaffen, war das „Globale Problem Nummer Eins“. Gleich danach kam dann die allgegenwärtige Umweltvergiftung in West wie Ost, erkennbar am Baumsterben und vergifteten Flüssen. Auch die Endlichkeit von Ressourcen ließ eine „Grenze des Wachstums“ erahnen.

Seit ungefähr dieser Zeit erreichte auch der real existierende Kapitalismus eine neue Entwicklungsstufe: Der Neoliberalismus fegte seitdem in aller Welt Sozialsysteme und nichtkapitalistische Lebensformen hinweg. Alle vorher geschützten öffentlichen Lebensbereiche wie Gesundheitswesen und Bildung werden weitgehend kommerzialisiert, aber der Profit reicht nicht aus, die Kapitalakkumulationserwartungen aus der vergangenen und gegenwärtigen Ausbeutung heraus zu erfüllen. Stattdessen werden ungedeckte Anleihen aus einer erwarteten zukünftigen Ausbeutung zur Grundlage der Wirtschaft.

Verlorene Jahrzehnte für 99 % der Menschen, denen andere Lebensgrundlagen entrissen wurden und die von nicht ausreichend vorhandener Lohnarbeit abhängen. Stagnation der Gehälter und Prekarisierung für die immer härter Arbeitenden und Verelendung für die anschwellende Arbeitsreservearmee. Dem steht ein unermeßlicher Reichtum auf der anderen Seite gegenüber, begleitet vom weiteren Aushebeln der bisherigen bürgerlich-demokratischen Ausgleichsmechanismen. Verlorene Jahrzehnte auch für die meisten „unterentwickelten“ Regionen dieser Erde beim „Nachholen“ der Entwicklung.

Hier gehts weiter (pdf-Datei).

Wie der Titel dieses Beitrags war eine Informationsveranstaltung betitelt, die diese Woche in Jena stattfand. Eingeladen hatte das Europäische Informations-Zentrum in der Thüringer Staatskanzlei. Auf dem Aufsteller neben dem Rednerpult stand der Slogan „Reden Sie mit!“.

Erderwärmung (mehr …)

Hitze
Es ist heiß an diesem Wochenende. Nach einem recht kühlen Frühsommer knallt uns eine unerbittlich heiße Sonne in den Juli hinein. Jede Bewegung treibt den Schweiß hervor und vor dieser Hitze gibt es kaum Fluchtmöglichkeiten. Über 40° Celsius an mehreren Tagen hintereinander – die Reporter sprechen bereits vom „Allzeithoch“. Wissen die etwa schon, dass die Zeiten bald enden werden? Was wissen sie denn schon von „allen Zeiten“? Sie werden sich genau wie jene blamieren, die gleich zu Anfang des Jahrhunderts von „Jahrhundertfluten“ schwätzten. (mehr …)

Zu den Themen, die wir als Zukunftswerkstatt Jena derzeit für unser neues INFO 2015 bearbeiten, gehört das Thema „Anthropozän und Planetare Grenzen“, die den Problemhorizont, vor dem die Menschheit steht, beleuchten. Dazu gibts jetzt neben den Texten auch ein Poster und eine Präsentation:


Poster
Poster Anthropozän und Planetare Grenzen

PräsentationPräsentation Anthropozän und Planetare Grenzen


Erläuterungen in Textform gibt es bereits (Teil 1, Teil 2).

Wer sich darüber informieren oder gar mitmachen möchte, kann sich in unserem Wiki darüber informieren.