Wie weit darf man gehen, um die Welt zu retten?

Um diese Frage geht es im Klima-Thriller „Klima. Deine Zeit läuft ab“ von David Klass. Im Jahr 2020 ist das Buch auf Englisch erschienen und nach eigenen Aussagen haben ihn Gespräche mit seiner Tochter über den Klimawandel inspiriert.

In seinem Roman gibt es vorerst noch keine politische Klimabewegung wie die „Fridays for Future“. Es gibt, wie schon lange, viele Gruppen, die sich für Umweltschutz einsetzen. Aber angesichts der Gefahr, wie sie jetzt fast unabwendbar auf uns zukommt, reicht das offensichtlich nicht. Deshalb geht ein Öko-Aktivist weiter und es kommt zu Opfern, die auch er nicht bringen wollte. Es gibt ein Gedankenexperiment aus der Ethik, in dem danach gefragt wird, wie man für einen heranbrausenden nichtbremsbaren Zug die Weiche stellen würde: Ohne Eingreifen würde er in eine größere Menschengruppe fahren – wenn ich die Weiche herumreiße, würde nur ein einziger Mensch sterben. Was tun? Und wie mit dem Wissen um die Folgen leben?

Im Roman „Klima. Deine Zeit läuft ab“ bewegen sich der Öko-Terrorist und ein FBI-Ermittler unaufhaltsam aufeinander zu. Der FBI-Ermittler kann sich gespenstig gut in den „Green Man“ einfühlen und man verwünscht dies beim Lesen fast. Auch er selbst ist nicht so glücklich damit, denn er kann es nicht verhindern, dass ihn die Argumente von „Green Man“ für die Erdrettung überzeugen. Sie treffen tatsächlich aufeinander und nur einer verlässt den das brennende Fracking-Ölfeld.

Heute fand nach längeren Vorbereitungen eines Vorbereitungsteams die Eröffnung der Kampagne zum Klimaentscheid für ein klimaneutrales Jena im Jahr 2035 statt.

Wir wissen wohl inzwischen alle, was wir in den nächsten Jahrzehnten verlieren werden, wenn sich nicht bald etwas tut auf dem Weg zu mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Häufig seufzen wir dann und drehen uns weg von dem Thema, denn WAS KÖNNEN WIR DENN SCHON TUN???

Mindestens können wir uns in unserem Ort einsetzen für ein Bürger*innenbegehren bzw. einen Bürger*innenentscheid dafür, in der eigenen Region mehr fürs Klima zu tun. In Jena geht es jetzt damit los, es haben sich Arbeitsgruppen gebildet, z.B. für das Ansprechen von Menschen, um ausreichend viele Unterschriften zu bekommen, damit ein Bürger*innenbegehren zustande kommt.

Ich selbst bin ja schon angesichts des Ziels skeptisch. Damit eine Stadt wirklich klimaneutral sein könnte, dürften keine Produkte in ihr hergestellt werden, die dem Klima und vielleicht sogar dem Frieden schaden (mit Beiträgen zur Rüstungsproduktion), jeder Arbeitsplatz müsste auf den Prüfstand, ob auf ihm wirklich menschliche Bedürfnisse befriedigt oder z.B. im Marketing bloß zugunsten des Profits erzeugt werden. Und niemand sollte mehr Dinge herstellen müssen, die schnell kaputt gehen, nicht reparaturfreundlich sind und bei der Rohstoffversorgung, der Herstellung oder Entsorgung der Natur und dem Klima schaden. Und wir müssten nicht durch soziale Not erpresst werden können, alle möglichen solche Arbeiten machen zu müssen. Und wir müssten nicht jede*r einzeln zig Kilometer mit dem eigenen Auto hinfahren müssen und … und … und… Und es müssten jene Anteile der Umwelt- und Klimaschäden mit berücksichtigt werden, die wir mit hergeschafften Produkten mit verursachen und mit unserer Lebensweise überhaupt, die gar nicht direkt unserem Ort zuschreibbar sind, aber eben unserer Lebens- und Arbeitsweise. Wenn man das mit einrechnet, müsste sich seeeeeehr viel mehr ändern, als im Klimaentscheid diskutiert wird.

Aber fangen wir erst mal an damit an, das, was unsere demokratisch gewählten Vertreter*innen auf ihren Posten in unserem Interesse tun können, zu beeinflussen! Wer sich langfristig intensiv damit beschäftigen will, kann sich in Jena auch beim „Runden Tisch Klima und Umwelt“ engagieren, der ein Ergebnis der andauernden Demonstrationen von „Fridays for Future“ und ihrer Verbündeten ist.

Wer sich außer an Demos nun weiter aktiv engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, beim Klimaentscheid nicht nur einmal zu unterschreiben, sondern die ganze Kampagne aktiv zu unterstützen. Diese Initiative gibt es nicht nur in Jena, in allen Regionen sollten sie mittlerweile zu finden sein. Startpagen (statt „googeln“) hilft!

Man könnte denken, sie kapierens langsam. Auf der tagesschau-Website wird über die Intiative „KLIMA vor acht“ informiert. Es gibt dazu einen Offenen Brief, der gern noch weiter unterschrieben werden kann!!!, darin steht u.a.:

Wir, die Vertreter:innen und Unterstützer:innen der Initiative KLIMA° vor acht, fordern Sie auf, eine wissenschaftlich fundierte und verständliche Klimaberichterstattung anzubieten, täglich und zur besten Sendezeit.

Während zum Thema „Wirtschaft“, inclusive „Börse vor acht“ 618 Beiträge gesendet wurden, gab es bei der ARD nur 128 Sendungen mit dem Begriff „Klima“ im Titel. Was brauchen wir dringender zum Überleben, eine intakte Umwelt oder die Börse? Bewahrheitet es sich, dass sich Menschen eher einen kaputten Planeten Erde vorstellen können, als einen Wechsel unserer Wirtschaftsordnung zugunsten von bisher ausgebeuteten Menschen und der Mit-Welt? Die Dominanz des Börsenthemas in den Medien bestärkt dies.

Dagegen nun das Thema der Umwelt- bzw. Klimagefahren aufzubringen, ist nun laut Antwort des gesschäftsführenden Redakteurs bei der ARD „erstmal eine parteiische Interessengruppe“. Und der Journalismus soll ja „unabhängig“ bleiben. Wie unparteiisch die Folgen des schon beginnenden Klima-Umbruchs zuschlagen, erleben ja nun mittlerweile auch wir und immer öfter berichten alle Medien über diese Folgen in den alltäglichen Katastrophenmeldungen. Davon wird sich niemand „unabhängig“ halten können.

Über die existentiellen Gefahren der ökologischen- und Klimagefahren Alarm zu schlagen, ist längst nicht mehr nur „Interessengruppen-„Vertretung! Es geht uns alle an, deshalb geht es um unser aller Interessen!!!

Deshalb: KLIMA vor Acht – immer und überall!

fürs CI-Treffen 05.12.2020
Version 2.0.: Punkt 2.3 ergänzt

Morgen findet beim Commons-Instituts-Herbsttreffen ein Workshop zur den Fragen statt, die wir in einer Diskussionsgruppe des CI ein halbes Jahr lang gesammelt haben. Die Fragen wurden bisher im einem Pad[1] gesammelt, aber sie sind dort echt schwer zu erfassen. Von Jojo wurde bereits eine Zusammenfassung erstellt. Auch ich schreibe jetzt – ziemlich auf die  Schnelle – noch einen Text, der das zusammenfasst, was morgen vielleicht diskutiert werden könnte.

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Während bei der Public Climate School viel geredet wird, hoffentlich auch viel voneinander gelernt, gehts anderswo schon in die Praxis:

In Jena zum Beispiel gibts in Solidarität mit dem Widerstand gegen die Abholzung des Dannenröder Forstes ein Klimacamp (siehe Bericht in JenaTV):

(aktuell: wurde am Donnerstag abend beendet)

Außerdem organisieren die Parents 4 Future anlässlich des Jahrestags des Pariser Klimaabkommens eine Fahrradtour von Dresden nach Brüssel.

Wir wollen damit aufmerksam machen, dass das Abkommen bisher nicht mal im Ansatz hinreichend umgesetzt wurde. Am 10./11.12.2020 tagt der Europäische Rat und soll über die Klimaschutzziele der EU für 2030 entscheiden. Am 9.12. soll der Eiffelturm in Brüssel sein (ein Eiffelturm soll als Symbol für das Klimaschutzabkommen als „Staffelstab“ verwendet werden).





Weitere Infos unter https://leipzigfuersklima.de/projekte/paris-goes-brussels/ 


		
		
	

Ich beteilige mich hier in Jena wieder mit Vorträgen an der diesjährigen Public Climate School, die von den Students 4 Future durchgeführt wird. Obwohl von Jena aus organisiert, findet es diesmal wegen Covid-19 online statt. Hier sind meine Beiträge:


Mittwoch, 25.11.2020, 20 Uhr:

„Wieviel Zeit haben wir noch?
Die noch unbequemere Wahrheit“


Donnerstag, 26.11.2020, 20 Uhr:

Nach uns die Sintflut – oder woanders?!
Klimagerechtigkeit als Kernforderung in Klimakämpfen


Zum Gesamtprogramm der PCS Jena

Demnächst sind wieder Klimavorträge aus der Zukunftswerkstatt Jena geplant, die ich halten werde. Bis jetzt sind die Veranstaltung noch als Präsenzveranstaltung geplant, ich werde dann mitteilen, falls etwas verschoben oder als Videotreffen durchgeführt wird.

!!! Wird als Videokonferenz stattfinden !!! Termin: 29.10.2020, 10 Uhr
(im Rahmen der „Alternativen Orientierungstage“ an der Uni Jena):
Nach uns die Sintflut! – oder woanders?
Klimagerechtigkeit als Kernforderung in Klimakämpfen

noch unbekannt:
(im Rahmen der „Public Climate School“ an der Uni Jena):
Wieviel Zeit haben wir noch?
Die noch unbequemere Wahrheit.


Teil I


Am Nachmittag dieses ersten Tags des Summits fanden 11 Workshops, u.a. Videokonferenzen mit Menschen in Nigeria und Peru, statt. Besonders spannend war wohl die Beteiligung am Escape-Spiel „Escape Climate Change“ mit Vivienne Kobel von der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen. Das Thema der Klimagerechtigkeit wurde u.a. weitergeführt mit dem sog. Anti-Bias-Ansatz: Hierzu wird von Hanna Göhler (Digital Habitat) erläutert:

„Das englische Wort „bias“ bedeutet übersetzt „Voreingenommenheit“ oder auch „Einseitigkeit“. Anti-Bias versteht sich als intersektionaler Ansatz, der die verschiedenen Formen von Diskriminierung als Ausdruck gesellschaftlich ungleicher Positionen und Machtverhältnisse und ihre vielschichtigen gesellschaftlichen Verstrickungen in den Blick nimmt.“

Weitere Workshops beschäftigten sich mit der „Kunst der Verständigung“ (Stephan G. Geffers von parto), mit der Frage von Entscheidungsprozessen im Handlungsnotstand (mittels der „Betzavta-Miteinander“-Methode mit Petra Eickhoff von parto) und auch der Frage, wie wir trotz der Unsicherheit, Angst, auch Trauer und Verzweiflung wegen der Zerstörungen trotzdem so etwas wie Selbst-Ermächtigung („Empowerment“) erleben und entwickeln können (mit Prof. Kathrin Rothenberg-Elder von den Psychologists for Future). Auch die Nachhaltige Ernährung in der Schule Saskia Meyer, fooderstand Köln), sowie das Stoppen des Wachstums-Mantras (Rainer Kopp, Forum Eltern und Schule) waren Themen.

In „meinem“ Workshop „Wie viel Zeit haben WIR noch? Ich habe die Wahl“ wiederholte ich einige Argumente aus meinem schon online vorhandenen Vortrag zum Thema „Wie viel Zeit haben wir noch?“ Ich treffe darin die Aussage, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse darauf hindeuten, dass es schneller schlimmer kommen könnte, als wir bisher hofften.

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„Die Klimakrise als treibende Kraft für eine zukünftige Schule“

  • Wie gehen Schulen mit Unsicherheiten im Umgang mit den drohenden Klima-Umbrüchen und den unterschiedlichen Interessenlagen und Anforderungen an Schule um?
  • Welches neue Wissen und welche neuen Methoden brauchen Lehrkräfte (s.Kommentar 1) unten), Schülerschaft und Eltern, um gemeinsame Lernprozesse für die Gestaltung einer wünschenswerten Zukunft zu initiieren?
  • Wie entwickeln sich Entscheidungsstrukturen und Aktionsräume, die alle Beteiligten einbeziehen und ermutigen, die Veränderung der eigenen Schule hin zur Nachhaltigkeit voranzubringen?

Dies waren die Leitfragen für den ersten Change School Summit, der vor nun schon zwei Wochen in Köln stattfand. Hier trafen sich am 1. und 2. Oktober fast 70 Menschen aus 13 Schulen, die sich nicht nur über die Klimakrise informieren wollten, sondern auch vorhatten neue Vorhaben für ihre Schule zu planen. Organisiert wurde die Tagung von einer Veranstalter-Kooperation zwischen der parto gUG gemeinnützige Gesellschaft für Partizipation und Organsationsentwicklung Köln, dem Wuppertal Institut und Germanwatch. Für die Teilnahme war es Bedingung, dass sich pro Schule jeweils Schüler*innen und Lehrer*innen beteiligen, damit die Impulse tatsächlich in den Schulen weiterwirken.

Unter Coronabedingungen in einem recht großen Raum sowie weiteren Seminarräumen und ständig mit Maske trafen sich hier Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern und zeitweise gab es Videokonferenzen mit Teilnehmer*innen als Kolumbien, Nigeria und Peru. Ich selbst war auf einem der Workshops als Impulsgeberin eingeladen.

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Es gibt eine neue Studie – diesmal vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie – über die Erfüllbarkeit des Ziels, die globale Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die Studie wurde von Fridays for Future beauftragt, die auch dessen Ergebnisse veröffentlichte.

Es ist ja nicht die erste derartige Studie, aber in dieser sind einige Bemerkungen enthalten, die aufhorchen lassen. In einer Mail für unsere Gruppe der Parents for Future habe ich einiges dazu geschrieben. Ohne weiter in die Tiefe zu gehen, möchte ich diese ersten Gedanken dazu auch hier mitteilen:

In der Mailinggruppe wurde geäußert:

Ist der gesellschaftliche und politische Wille gegeben, stehen der Zielerreichung keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen.

Dazu antwortete ich:

Der Wille müsste aber sehr weit reichen. Z.B. müssten die Eigentümer von Ackerland willig sein, bio- und klimagerechte Landwirtschaft einzuführen – die meisten besitzen es aber nur als Kapitalanlage. Dieses Verhältnis, dass Eigentum als Kapital Profite einbringen muss, ist nicht nur durch Willensänderung aufzuheben.

In den Studienergebnissen steht: „Der Aufbau der Infrastruktur für eine klimaneutrale Industrie muss schon beginnen, bevor die Nachfrage danach vorhanden ist. Andernfalls wird die Zeit für den Umbau nicht reichen.“

Das ist richtig. Aber man muss sich bewusst sein, dass das quasi die Marktwirtschaft aushebelt, denn es wird zugegeben, dass auch keine der üblichen marktwirtschaftlichen Nachfragestimulatoren, die bisher genannt wurden, wie die CO2-Bepreisung, mehr ausreichen (oder sie müsste so exorbitant hoch sein, dass damit auch nicht mehr zu wirtschaften ist). Eigentlich wird damit gesagt, dass andere Mechanismen der Wirtschaftsentwicklung her müssen, die letztlich ziemlich restriktiv das durchsetzen müssen, was sachlich notwendig ist…

Und es müsste auch der Wille sein, materiell und energetisch mit viel weniger auszukommen. Und – mal unabhängig von Politik, sondern rein sachlich – es müsste der Wille und die Möglichkeit da sein, sofort fast alle landwirtschaftlichen, Industrie- und anderen Prozesse technologisch so umzubauen, dass sie öko- und klimagerecht werden. Sogar wenn der Wille da ist, braucht dieser technologische Umbau mehr Zeit als bis 2035. Diese technologische Umstellungszeit (allein der Bau der Solarzellen und der Fabriken für Solarzellen… und Windräder ist weder ressourcenfrei noch zeitunkritisch zu realisieren) wird in solchen Studien so gut wie nie berücksichtigt. Diese Lücke wird neuerdings gefüllt mit der Aussage, dass das, was man selber nicht schaffen kann, durch Import von Energie aus Erneuerbaren gemacht werden müsse. Bloß woher? Damit ist das Problem bloß territorial verschoben…

Nicht umsonst sagen die IPCC-Leute jetzt meist: „Es ist GEOPHYSIKALISCH noch möglich, das Ziel zu erreichen…“. Damit lassen sie außen vor, was nicht ihr Fachgebiet ist (die Technologie der Umstellung der Re-/Produktionssysteme und die Politik) – aber man darf diese Aussage eben nicht zu hoffnungsvoll bewerten, dass sie damit eine Aussage über die Realität machen würde, die eben all die längerdauernden Prozesse auch mit enthält.

Interessant, weil so scharf noch nie geäußert, finde ich die Aussage: „Ebenso reicht die verbleibende Zeit nicht mehr, um technologieoffen alle Möglichkeiten der klimaneutralen Produktion zu erkunden.“

Aber ich finde sie auch gefährlich, denn damit wird zum ersten Mal eine Haltung an den Tag gelegt, die einer angstgetriebenen Technokratie Tür und Tor öffnet. Es wird so weit kommen, dass wir uns gezwungen sehen, in Kernenergietechnik einen Ausweg zu sehen, nur um weiter unseren Energiehunger zu stillen, ohne dass die Kernkraftgegner noch eine wirkliche Chance haben, gesellschaftlich gehört zu werden. Gefährlich ist daran nicht nur die Kernkraft, sondern die gesellschaftliche Situation der Ausweglosigkeit! In diese Situation bugsieren wir uns genau jetzt hinein, weil wir für andere Alternativen die Zeit verplempern/verplempert haben (…).

Ich glaube, wir Klimabewegungen müssen uns sehr ernst darauf einstellen, was wir sagen, wenn es immer offensichtlicher wird, dass all die hoffnungsvollen Meldungen nur „Pfeifen im Walde“ sind.

Worauf wir uns dann einstellen müssen, ist ja schon klar: Man setzt dann die Hoffnung auf ausreichende Kapazitäten für Negativemissionen ohne nicht verantwortbare Nebenwirkungen. Ob diese Hoffnung gedeckt ist und wenn ja zu welchen Kosten… wird ja leider noch gar nicht diskutiert und es wird immer mehr zu spät dafür.


Nachtrag 22.11.2020:
Wenigstens den GRÜNEN hat man jetzt gesagt, dass das 1,5-Grad-Ziel schon nicht mehr zu erreichen ist.. Anders Levermann vom PIK hat den Delegierten ihres Parteitags zum 1,5-Grad-Ziel gesagt, das sei „ohne soziale und wirtschaftliche Verwerfungen praktisch nicht mehr zu schaffen“. Das Handelsblatt schreibt dazu: „Im Kompromiss heißt es nun, es sei „notwendig, auf den 1,5 Grad-Pfad zu kommen“.