Ein paar heiße Tage sind noch kein Klimawandel… dachte sogar ich grad noch. Aber eben flattert eine Meldung aus dem PIK, dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung rein:

  • Demnach treten monatliche Hitzerekorde weltweit jetzt fünfmal häufiger auf, als bei einem stabilen Klima.
  • Die heißesten Sommer in Europa seit 1500 waren: 2018, 2010, 2003, 2016, 2002.

Auch hier wird wieder eine Veränderung der Bewegungen des Jet-Streams als Ursache vermutet. Die folgende Abbildung zeigt die durch die wellenartigen Strukturen des Jet-Streams verursachten Richtungsänderungen: Rot zeigt eine Verschiebung nach Norden (wodurch warme Luft nach Norden gelangt), blau eine Verschiebung nach Süden (mit kalter Luft in Richtung  Süden  Süden).

Hier gibts dazu auch ein Video.

(mehr …)

Ich habs geahnt: Schon vor 10 Jahren schrieb ich Texte „Für eine Revolution der Rettung“ (Teil I, Teil II, Teil III). Mittlerweile hat sich – natürlich ganz unabhängig von mir – in mindestens 50 Ländern eine Bewegung mit dem Namen „Rebellion für das Leben“ entwickelt, auf Englisch: „ExtinctionRebellion“.

Ich war am Donnerstag bei einer Einführungsveranstaltung in Jena, in deren Ergebnis üblicherweise Ortsgruppen gebildet werden. Hanna aus Frankfurt erinnerte zuerst an die Dramatik der Situation und dass sich das Klima nicht nur „wandelt“, sondern auf eine Katastophe hin entwickelt, eine  Katastrophie, die in vielen Gebieten der Erde schon stattfindet. (mehr …)

Blogbeiträge lassen sich trotz der Schlagwortsuche oft schlecht wieder finden. Weil das Thema Klima derzeit so aktuell ist, möchte ich die Beiträge zu diesem Thema hier verlinken.

Schon vor 10 Jahren:

Fakten und Zusammenhänge

Klimapolitik

Gesellschaftliche Folgen

FridaysForFuture und XR und so weiter…

Ent-Täuschung und  Trauer… und wie weiter?

Und so weiter…

Und jetzt noch: Ein Link zur „Symphony of  Science“ zum  Klima-Umbruch:

Gestern fand in Jena im „Paradies“ wieder der Aktionstag „Dein Tag im Paradies“ statt. In diesem sind der frühere Vereinstag, Fahrradtag und Umwelttag zusammengenommen und die Stimmung ist eher volksfestartig, sodass so ein schweres Thema wie Klima-Umbruch eher kaum interessant ist für die BesucherInnen.

Wie jedes Jahr gab es auch wieder einen Stand vom „Klimanetz Jena und Umgebung“, und unsere Poster fanden durchaus mehr Beachtung als in den letzten Jahren.

(mehr …)

Auch in Jena fand gestern wieder die FridaysForFuture-Demo statt.

 

Sie hatte das Motto: „Europawahlen sind Klimawahlen!“. Mal sehen, wie sich das dann heute an den Wahlergebnissen zeigt. Die Menschen haben ja doch noch die  Wahl… Beim Klimathema gibt es deutliche Unterschiede in den Wahlversprechen. Auch wenn keine Partei die notwendige „Große Transformation“ wirklich anpacken wird, so kann die Wahl hoffentlich wenigstens bestimmte verhängnisvolle Weichenstellungen verhindern und zeigen, wie wichtig die Menschen das Thema Klima-Umbruch nehmen.

Auf der Demo wurde von einer Schülerin (Jolanthe Vogel) ein Gedicht vorgetragen, das ich hier gerne vorstellen möchte: (mehr …)

Die streikenden Schülerinnen und Schüler haben das Thema Klimawandel endlich ins Gespräch gebracht. Seit einigen Monaten sickert das Wissen über den Ernst der Lage auch verstärkt über die Medien ins Bewusstsein und verursacht Unbehagen und auch Ängste.

Also muss schnell eine Lösung her. „Flugscham“ im Flieger hilft schließlich nicht wirklich gegen die Erderwärmung. Eine der vorgeschlagenen Lösungen, die CO2-Steuer, ist nicht wirklich neu. Viele in der SPD fordern sie, die CDU/CSU ist dagegen und will lieber den Handel mit Emissionszertifikaten ausbauen. Die SchülerInnen von Fridays4Future fordern eine Steuer von 180 Euro pro Tonne CO2. (Dies wurde vom Umweltbundesamt berechnet als Schaden aus einer Tonne CO2. Ich komme auf diese Berechnung noch einmal zurück).

Meine Position dazu ist nicht so eindeutig. Bei dieser Frage kann es nur ein „Ja, aaaaber…“ geben. Schon die Alternative CO2-Steuer oder Zertifikatehandel ist letztlich nur eine „Illusion der Alternativen“, die den Blick auf echte Auswege verdeckt.

(mehr …)

Unverbindliche Absichtserklärungen gibt es genug. Wirklich bindend könnte die Ausrufung eines „Klimanotstands“ sein. Dies kann auf kommunaler Ebene geschehen.

Also, wenigstens dies sollten wir fordern: Die Anerkennung des Klimanotstandes!

Und wir können es fordern – hier und jetzt: