Schon lange war absehbar, dass das kleine Pflänzchen Hoffnung, das sich mit dem zehnjährigen Erfolg des Erneuerbare-Energien-Gesetz am Anfang dieses Jahrtausends aufzurichten begann, ziemlich massiv unter Druck steht. Angeblich im Interesse der weiteren Bezahlbarkeit von Energie und im Interesse der Wirtschaft sowieso werden seit mehreren Jahren argumentative Nebelbomben geworfen, denen zu widersprechen immer ein ganzes Stück Arbeit und Anstrengung erfordert. Aber glücklicherweise gibt es dabei Unermüdliche und ihre Ausarbeitungen sind immer sehr wertvoll und verdienen ein genaueres Studium.

Deshalb will ich auch nicht weiter labern, sondern gleich weiter verlinken auf den neuen Solarbrief 3/2013 des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V., aus dem auch die treffende Karikatur ist:

Energiewende 2013

(„Keine halben Sachen, Altmaier! Wenn schon Energiewende, dann auch um 360°!!“)

(Bildcopyright „copyright: sfv / mester“)

Hier gibts den ganzen Vortrag (eine Stunde):

verzweifelt
Ich war schon öfter mal bei Demonstrationen und Blockaden im Bereich des blauen Busses der „JG Jena“ und fühle mich deshalb unmittelbar mit betroffen von der Kriminalisierung des Engagements des Stadtjugendpfarrers Lothar König.

Anm 19.3. 2013 beginnt das Verfahren gegen ihn, über die Vorgeschichte gibts hier mehr.

Wer möchte, kann hier eine Soli-Erklärung unterzeichnen.

Wer sagt uns eigentlich, daß die scheinbare Welt weniger wert sein muß als die wahre? Widerspricht nicht unser Instinkt diesem Urteile? Schafft sich nicht ewig der Mensch eine fingierte Welt, weil er eine bessere Welt haben will als die Realität? (Nietzsche)

Nach anstrengenden Arbeitstagen in der real existierenden kapitalistischen Wirtschaftswelt konnte ich mich in der vorigen Woche mehrere Abende lang auf eine spannende Reise begeben. Ich las eine Anthologie, bei der nicht nur fertige Erzählungen verschiedener Autor_innen zusammengestellt wurden, sondern bei der die Autor_innen die Welt, in der ihre Geschichten spielen, gemeinsam entwickelt haben. Schon dieses Prinzip „Gemeinsame Weltenschöpfung und individuelles Schreiben“ ist recht innovativ.

Das gemeinsame explizite Thema ist das städtische Leben der Zukunft. Implizit wird der Inhalt jedoch vom Übergang zu einer neuen Produktions- und Lebensweise nach dem Zusammenbruch der jetzigen kapitalistischen Zivilisation bestimmt.
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Ich erlebte den diesjährigen Einheits“feier“tag in guter Tradition: Mit Protesten gegen die Unterdrückung. Diesmal ging es in Jena um die fortwährende Zerstörung von alternativen Freiräumen insb. für eine nichtkommerzielle kulturelle Entwicklung.

Ich habe leider keine Fotos machen können, aber auf Jenapolis gibts einen Bericht mit Bildern (woher auch das hier verwendete Bild von Jürgen Michel stammt).

Links zu Berichten einzelner Veranstaltungen siehe unten in diesem Beitrag.


In der nächsten Woche, also vom 16. bis 20. Juli 2012 findet in Jena wieder eine sog. „Alternativ Uni“ statt. Solch eine selbst gestaltete Studienwoche hat es schon mehrmals gegeben und die „Zukunftswerkstatt Jena“ und ich waren auch meist zumindest inhaltlich mit beteiligt.


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Anlässlich des 60. Jubiläums der BILD-Zeitung will diese jedem Haushalt ein Gratisexemplar in den Briefkasten stecken. Dieser Zustellung kann mit einer E-Mail widersprochen werden – CAMPACT hat hierzu eine Kampagne gestartet, wo man sich einfach eintragen kann…

„… das traurige Geschäft der Linken [besteht] heute immer noch darin,
Aspekte im Marxschen Werk auszugraben, an sie anzuknüpfen,
und sie weiter zu schärfen, denen ein besserer Geschichtsverlauf
erlaubt hätte, in den Bibliotheken zu schlummern.“ (Pohrt 1995: 56f.)

(2., leicht veränderte Version vom 8.10.11)

Einige Tage nach dem letzten Blogeintrag las ich einen Text von Uli W., indem es um das Verhältnis von Gebrauchswert, Tauschwert und Wert geht. Er fragt, ausgehend von einer Fußnotenformulierung von Marx (MEW 42: 193), ob „der Gebrauchswert nicht nur als vorausgesetzter Stoff außerhalb der Ökonomie und ihrer Formbestimmung bleibt“. Letztlich ist genau das auch die Hypothese von John Holloway, weil der Doppelcharakter der Arbeit letztlich auf den Unterschied zwischen Gebrauchswert und Wert zurückzuführen ist. Nun war es Zeit, mich auf ein Buch zu besinnen, das ich schon vor über 10 Jahren einmal gelesen hatte: „Theorie des Gebrauchswerts“ von Wolfgang Pohrt. (mehr …)