Ich dokumentiere hier einen Text von mir aus dem Jahr 2009, als wir in der Jenaer „Zukunftswerkstatt“ eine 7 Jahre dauernde Kapital-Lektüre begannen. Die damaligen Unterlagen und Handouts sind leider aus dem Internet verschwunden, so dass ich dieses, was ich gerade zur Beantwortung einer Frage brauche, wenigstens aus meiner Textdatei heraus rekonstruiere, ohne inhaltlich noch mal drüber zu gehen.

Minka (R.I.P.) und das „Kapital“ (immer noch lebendig)

Der Kapitalismus erscheint nicht mehr als das Ende der Geschichte und neue Kapitalstudien[1] beginnen. Wohl noch nie gab es eine derartig lange Pause in der Bildungsgeschichte zum „Kapital“. Fast 20 Jahre lang war das Marxsche „Kapital“ out. Die sich noch darauf beziehenden westlichen Linken verhakten sich in ihren alten Streitigkeiten und im Osten landeten die blauen Bände im Altpapier. Eine neue Generation nimmt es nun auf sich, wieder von vorn zu beginnen. Im günstigsten Fall sollen alle gleichberechtigt beim Studieren des Textes des „Kapitals“ von Marx voran kommen, ohne „Besserwisser“ und ohne an Autoritäten glauben zu müssen. Einige Tutorinnen und Tutoren, die den Kursen hilfreich zur Seite stehen, wurden benannt.

(mehr …)