Wir waren gestern abend bei einer Veranstaltung zum Thema

Bioökonomie: Ökologische Modernisierung der imperialen Lebensweise?

Diese Veranstaltung wurde ausgerichtet von der BMBF-Nachwuchsgruppe „Bioökonomie und Soziale Ungleichheiten“ an der Universität Jena.

Bioökonomie

„Bioökonomie“ ist ein neuer Hype, für den es seit 2009 von der OECD und seit 2012 auch von der EU ein Strategiepapier gibt. Mit ihm soll nun endlich die Wirtschaft gleichzeitig ökologisch werden und die ökologischen Probleme wirtschaftlich profitabel gelöst werden. Bioökonomie soll Antwort auf die drängendsten Fragen der Zeit „wie sie sich etwa im Klimawandel, dem Biodiversitätsverlust, der Nahrungsmittel-verknappung und der Ressourcenübernutzung (von Öl bis zu Agrarflächen) zeigen“ (Working Paper 1: 21.) geben. Dabei soll eine Win-Win-Situation geschaffen werden. In den OECD- und den EU-Papieren unterscheiden sich der Inhalt und die Orientierung: (mehr …)

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Wie der Titel dieses Beitrags war eine Informationsveranstaltung betitelt, die diese Woche in Jena stattfand. Eingeladen hatte das Europäische Informations-Zentrum in der Thüringer Staatskanzlei. Auf dem Aufsteller neben dem Rednerpult stand der Slogan „Reden Sie mit!“.

Erderwärmung (mehr …)

In der letzten Nummer der Zeitschrift „CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation“ wandte sich Uli Frank in der „Writers corner“ an seine Co-Autorin Brigitte Kratzwald, die in einem Beitrag „die natürlichen Selbstorganisationsprozesse für menschliche Bedürfnisse nutzbar machen“ wollte. Uli verwies auf die Gefahr, bestimmte Erkenntnisse und Praxen aus der Natur zu verabsolutieren.

 

Da das Thema unmittelbar auf meine Themen aus den 90er Jahren verweist, möchte ich dazu auch „meinen Senf“ dazugeben (zuerst in einer Mail an Uli). Das nebenstehende Bild zeigt mich, als ich damals begeistert mit dem Computer Fraktale erzeugte als Verbildlichung der Selbstorganisationskonzepte.

 

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Ein „Dauerbrenner“ ist für unsre Zukunftswerkstatt Jena das Thema Klimawandel. Deshalb sammeln wir seit langem Informationen dazu und halten öfter Vortrage dazu. Hier die Folien eines Vortrags in Stuttgart:

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Morgens fahre ich noch in frostiger Luft mit dem Fahrrad auf Arbeit, aber während ich vor einigen Wochen noch im Dunkel unterwegs war, scheint jetzt die Sonne und die Vögel zwitschern. Heute nachmittag wars dann endgültig Frühling geworden und ich entdeckte im Jenaer „Paradies“ folgende Skulptur:

Frühling_2013_1 (mehr …)

Wer sagt uns eigentlich, daß die scheinbare Welt weniger wert sein muß als die wahre? Widerspricht nicht unser Instinkt diesem Urteile? Schafft sich nicht ewig der Mensch eine fingierte Welt, weil er eine bessere Welt haben will als die Realität? (Nietzsche)

Nach anstrengenden Arbeitstagen in der real existierenden kapitalistischen Wirtschaftswelt konnte ich mich in der vorigen Woche mehrere Abende lang auf eine spannende Reise begeben. Ich las eine Anthologie, bei der nicht nur fertige Erzählungen verschiedener Autor_innen zusammengestellt wurden, sondern bei der die Autor_innen die Welt, in der ihre Geschichten spielen, gemeinsam entwickelt haben. Schon dieses Prinzip „Gemeinsame Weltenschöpfung und individuelles Schreiben“ ist recht innovativ.

Das gemeinsame explizite Thema ist das städtische Leben der Zukunft. Implizit wird der Inhalt jedoch vom Übergang zu einer neuen Produktions- und Lebensweise nach dem Zusammenbruch der jetzigen kapitalistischen Zivilisation bestimmt.
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Wir haben unser erstes diesjähriges Treffen in der „Zukunftswerkstatt Jena“ dazu genutzt, den Film „Pfade durch Utopia“ zu schauen. Dieser Film und das dazugehörende Buch gehörten zu meinen erfüllten Weihnachtswünschen:Pfade durch Utopia 1 (mehr …)