Ich werde dieses Jahr nicht so oft wegfahren, schließlich steht ein großer Umzug an. Aber wir erarbeiten für Jena eine Vortragsreihe, die im ersten Halbjahr stattfindet.

Mehr dazu gibts im Wiki der Zukunftswerkstatt Jena.

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Ich kenne diese Gegend schon seit 40 Jahren, aber einige Gebiete waren mir früher versperrt. Weitläufige Teile der Landschaft waren, z.T. schon seit den 30iger Jahren, militärisches Übungsgebiet. Angst vor „den Russen“ erlebte ich hier nicht, aber die Wege endeten oft an Sperrschildern oder Wachposten und Kaserneneingängen. Seit 1990 konnten die Menschen wieder Besitz ergreifen von der stark zerstörten Landschaft. Einen Teil davon erkundete ich zusammen mit tausenden Anderen gestern beim traditionellen „Radwandertag“, dem sog. RAWATA. (mehr …)

In der Abschlussrunde zu der von mir angebotenen Veranstaltung „Ums Menschsein geht’s…“ wurde als Vorwurf die Vermutung geäußert, die Kritische Psychologie sei „speziesistisch“ und von daher zu kritisieren.

„Speziesismus“ wird eine Haltung genannt, die erstens mindestens wesentliche Unterschiede zwischen Menschen und Tieren macht, zweitens aus diesen Unterschieden auf eine höhere Wertigkeit für die Menschen (und dementsprechend eine niedrigere für die Tiere) schließt ableitet und drittens aus dieser höheren Wertigkeit der Menschen eine Legitimation für Ausbeutung und Tötung tierischen Lebens ableitet. (mehr …)

Wer sich jemals mit der sog. Grünen Ökonomie (Green Economy) beschäftigt, die derzeit als neue Losung für die Rio+20-Prozesse ausgerufen wird, sollte ein Beispiel immer mit bedenken: Die Wirklichkeit der Grünen Ökonomie in Mexiko. Andere Beispiele sind bekannt – ich möchte dieses nur erwähnen, weil eine Mexikanerin uns beim diesjährigen BUKO-Kongress in Erfurt davon berichtete (ich selbst war gar nicht in dem Workshop zu diesem Thema, erfuhr aber in einem anderen Workshop davon). (mehr …)

Der folgende Film verdeutlicht nachdrücklich, dass die bisherigen Quellen des Wirtschaftswachstums zu Ende gehen und wir grundlegend neue Wege des Überlebens und der Entwicklung finden müssen:

Dies ist ein Nachtrag zum gestrigen Beitrag „Die Rolle von Flexibilität und sozialer Offenheit in Krisenzeiten“:

„Die Untersuchung hat ergeben, dass nicht der technologische Entwicklungsstand der Produktivkräfte die Entstehung von Macht und Reichtum und ihre Verfestigung in einer geschlossenen Schichtungsstruktur erklären kann. Denn die hier beschriebenen afrikanischen Kran, deren Wirtschaft und Kriegsführung auf der Verwendung von Eisenwerkzeugen bzw. Eisenwaffen beruht, haben keine geschlossene Schichtungsstruktur ausgebildet; sie weisen in ihren sozialen Strukturen und Prozessen starke Ähnlichkeit mit den melanesischen Gesellschaften auf, die nur Steinwerkzeuge verwenden. Andererseits haben polynesische Gesellschaften, die sich technologisch kaum von Melanesien unterscheiden, staatliche Gebilde mit erblichen Ansprüchen auf Macht und Reichtum hervorgebracht.“ (Seibel 1978)

Angesichts der bedrohlichen Trends, die mit dem Klimawandel, dem Ende der erdölbasierten Lebensweise und den ökologischen sowie sozialen Verwerfungen zu befürchten sind, wird nicht mehr nur ein Spurwechsel in Richtung einer „nachhaltigen“ Wirtschafts- und Lebensweise gefordert, sondern es wird häufig als notwendig angesehen, eine „Resilienz“ (flexible Widerstandsfähigkeit, wie sie etwa ein Bambus gegenüber Verbiegungen hat) gegenüber den Wandlungen zu entwickeln.

Wie ich in einem Vortrag im vorigen Sommer in Berlin schon sagte: Auch unsere konkreten Utopien dürfen nicht nur unter Idealbedingungen funktionieren, sondern sie müssen sich einem „Crashtest“ unterziehen. Macht nicht die Gefahr einer allgemeinen Brutalisierung und Barbarisierung der Welt angesichts der Zusammenballung der Krisen unsere schönen Hoffnungen zunichte? Oder sind es gerade die von uns vorgedachten, ansatzweise auch ausprobierten neuen Verhaltens- und Lebensweisen, die uns in und durch die Krisen hindurchhelfen können? (Der folgende Text ist ein Abschnitt aus der Veröffentlichung zum Vortrag, die ich gerade vorbereite.) (mehr …)