„Die Klimakrise als treibende Kraft für eine zukünftige Schule“

  • Wie gehen Schulen mit Unsicherheiten im Umgang mit den drohenden Klima-Umbrüchen und den unterschiedlichen Interessenlagen und Anforderungen an Schule um?
  • Welches neue Wissen und welche neuen Methoden brauchen Lehrkräfte (s.Kommentar 1) unten), Schülerschaft und Eltern, um gemeinsame Lernprozesse für die Gestaltung einer wünschenswerten Zukunft zu initiieren?
  • Wie entwickeln sich Entscheidungsstrukturen und Aktionsräume, die alle Beteiligten einbeziehen und ermutigen, die Veränderung der eigenen Schule hin zur Nachhaltigkeit voranzubringen?

Dies waren die Leitfragen für den ersten Change School Summit, der vor nun schon zwei Wochen in Köln stattfand. Hier trafen sich am 1. und 2. Oktober fast 70 Menschen aus 13 Schulen, die sich nicht nur über die Klimakrise informieren wollten, sondern auch vorhatten neue Vorhaben für ihre Schule zu planen. Organisiert wurde die Tagung von einer Veranstalter-Kooperation zwischen der parto gUG gemeinnützige Gesellschaft für Partizipation und Organsationsentwicklung Köln, dem Wuppertal Institut und Germanwatch. Für die Teilnahme war es Bedingung, dass sich pro Schule jeweils Schüler*innen und Lehrer*innen beteiligen, damit die Impulse tatsächlich in den Schulen weiterwirken.

Unter Coronabedingungen in einem recht großen Raum sowie weiteren Seminarräumen und ständig mit Maske trafen sich hier Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern und zeitweise gab es Videokonferenzen mit Teilnehmer*innen als Kolumbien, Nigeria und Peru. Ich selbst war auf einem der Workshops als Impulsgeberin eingeladen.

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Hallo,
in welchem Stadium bist Du?

Vielleicht könnt Ihr der Depression entkommen, wenn ihr vorher schon mal bei „Extinction Rebellion“ und vor allem der Rebellion Wave 2020 vorbei schaut?

Zu meiner Kritik an XR und meinen Positionen dazu gibts hier Links zu Texten von mir dazu.

Und trotzdem: Es geht um so vieles! Gerade weil sich so viele von XR abgewandt haben, kommt es jetzt auf jede und jeden an, zu überlegen, ob die Differenzen so groß sind, dass man sich abwenden muss oder nicht doch an dieser Stelle die Gemeinsamkeiten stärkt !

Also, wenn ihr könnt, bitte überwindet euch und unterstützt uns.

Das Bild ganz oben stammt übrigens von den sehr schönen Präsentationen der Psychologists 4 Future.

Hier gibts einen
Offenen Brief mit der
Forderung der Einberufung eines Büger:innerats.
Bitte gerne unterzeichnen!
(hier nur als Gruppe/Institution möglich –
Hier als Einzelperson)

Bei der Demo am letzten Mittwoch in Jena  gabes einen Redebeitrag aus der Ortsgruppe XR Jena. Der frei gesprochene Text wurde für diese Dokumentation noch einmal verschriftlicht:


Es soll hier mal konkret um das Thema Mobilität gehen. Wie verrückt die derzeitige Lage ist und wie schön es eigentlich sein könnte.

Wer in der Jenaer Innenstadt an einer vielbefahrenen Straße wohnt -wie bspw. der B88- weiß wovon ich rede. Dort ist es so laut, dass sofort das Stresslevel steigt und man nur so schnell wie möglich dort wegkommen möchte. Daher habe ich mich oft gefragt wie könnte es denn ohne die ganzen Autos sein?

Aber fangen wir von vorne an. Warum brauchen wir eigentlich eine Mobilitäts- bzw. Verkehrswende? (mehr …)

Der Trick mit ungedeckten Versprechungen

Schon seit 30 Jahren wissen wir, dass die Emissionen von Treibhausgasen drastisch sinken müssen. So gut wie nichts geschah; der reale Emissionspfad übertraf in der Emissionsmenge den „Business as Usual“-Pfad, der 1990 als der schlechtest-mögliche eingeschätzt wurde (siehe die folgende Abbildung unter Verwendung DB 1990: 52). Anstatt bei 36,5 GT CO2-Emissionen pro Jahr (2018) müssten wir weltweit bei ca. 16 GT CO2-Emissionen pro Jahr liegen! Und das zusätzlich ausgestoßene CO2 sammelt sich Jahr für Jahr weiter in der Atmosphäre an.

30 Jahre nach diesen Plänen sind wir noch nicht einmal „in den Knick“ (das Abknicken der Kurve von einer Steigung hin zu einer Senkung) gekommen und die Verzögerung führt dazu, dass die die Neigung der Reduktionskurve immer steiler nach unten weisen muss (d.h. die notwendigen Reduktionsraten steigen enorm). Mit der angestiegenen CO2-Menge in der Atmosphäre verringert sich auch das Zeitfenster, das wir bis zum Aufbrauchen des CO2-Budgets noch haben, d.h. das Ende der Emissionen muss noch zeitiger erreicht werden, als 1990 angenommen. Die durchgezogene rote Linie zeigt die aus heutiger Sicht  notwendige Reduktionskurve im Vergleich zu der von 1990: (mehr …)

Ich befinde mich, gemeinsam mit jeweils ca. 15-25 Menschen gerade virtuell bei einem Wochenend-Treffen „in Hiddinghausen“. Ein Teil dieser Runde trifft sich regelmäßig dort und beschäftigt sich mit Fragestellungen aus der Kritischen Psychologie in Verbindung mit der angestrebten gesellschaftlichen Transformation. Dieses Jahr ist das Thema fokussiert auf die Klima-Krise als Herausforderungen für unsere Vorstellungen vom eigenen Leben und der Transformation. Ich hatte dafür diesen Text mit meinen Gedanken und Infos dazu geschrieben (welcher  dann auch bei einem Workshop besprochen wurde).

Es ging bei den Gesprächen häufig darum, dass es vielen schon jetzt schwer fällt, noch Hoffnung zu haben. Und wir waren im allgemeinen erstaunt, dass es uns trotz der digitalen Schnittstellen zwischen uns (wir benutzen „Big Blue Button“ und Mattermost) recht gut gelingt, miteinander in Verbindung zu kommen und zu bleiben. Heute läuft noch die Auswertung und das Verabreden von weiteren Vorhaben…

Ich kann natürlich nicht alles berichten, was wir erlebt haben bei diesem Seminar. Das Thema war ja eigentlich ein trauriges, wir haben viel über den Verlust von Hoffnungen gesprochen und wie wir damit umgehen. Das war für viele sehr, sehr hilfreich. Alleine, dass man mal drüber reden kann…!

Einige Sprüche sind sicher auch mitteilenswert:

  • The only way out is the way through.
  • „Flatten the curve“ des Absturzes der Menschheit
  • Konkurrenz auskoopierieren!
  • Move slow and repair things!
  • Teil der Landschaft zu sein ist besser als Teil des Problems zu sein (und noch besser, Teil der Lösung zu sein)

Für die Auswertung nutzen wir flinga.fi und das funktionierte ganz hervorragend. Einen kleinen Eindruck mit Augenzwinkern gibts hier:

Gestern abend gabs eine Online-Party. Im „Vorprogramm“ wurden im Party-Channel von Mattermost z.B. solche Lieder geteilt:

 

Im Channel eines Workshops über Flugscham wurde folgendes Video empfohlen:

 

Auch dies hier:

[https://www.youtube.com/watch?v=aNXG0wPzLh0]
(Im Moment funktioniert hier das Verlinken nicht, kopiert die URL am besten)

Ich habs schon im Kino gesehen und finde es wirklich prima.

 

Hier gibts noch ein  Bildchen aus meinem realen Philosophenstübchen zur Partyzeit:

 

Ohne Corona hätte jetzt in Berlin eine neue Rebellion-Wave der  Klimabewegung Extinction Rebellion (XR) stattgefunden. Das dies nicht  stattfindet, heißt nicht, dass wir schlafen. Unter Beachtung aller Corona-Restriktionen ist doch einiges möglich. So beteiligen wir uns in Jena ander offiziell ausgerufenen Aktion „Grüne Oasen in Jena“   und hoffen, dass unsere schönen Pflanzenkästen nicht, wie kurz nach Ostern, einfach wieder entsorgt werden.

 

 

Als ich nach Jena reinlief durch den sog. „Seidelpark“, traf ich eine Gruppe wohl-mund-und-nase-geschützter junger Leute in ausreichender Entfernung voneinander tanzen:

Jena war ja die erste Stadt, in der Mund-Nase-Schutz für Läden und Öffis verpflichtend geworden waren.

In den letzten Tagen fanden von XR kleine Aktionen statt, und auch in den nächsten Tagen findet noch einiges statt. Heute unterstützen die XR-Menschen die „Critical Mass“ des ADFC.

Hier gibts noch einige Fotos von den Aktionen:


Wer sich bei XR Jena beteiligen möchte, melde sich bitte bei jena.outreach@extinctionrebellion.de

Ab heute leben wir hier in Deutschland auf Kosten der Substanz, des Kapitals, dessen, was uns die Ressourcen und Reproduktionszyklen auf dem Planeten Erde für das ganze Jahr zur Verfügung stellen können.

Es ist Earth Overshot Day für Deutschland.

Bis zu diesem Tag haben wir alles verbraucht, was uns für dieses Jahr zusteht.* Aber anstatt uns mit dem zu bescheiden, was die freigiebige Natur uns gewährt, verbrauchen und zerstören wir sie immer schneller. Der Earth Overshot Day, den es seit Anfang der 70er Jahre gibt, liegt jedes Jahr zeitlich früher als in den Jahren vorher:

(Quelle des Bildes: https://www.overshootday.org/newsroom/country-overshoot-days/)

Und natürlich gibt es Unterschiede: wenige Reiche verbrauchen extrem viel mehr als viele Arme. Eine solche Differenzierung sieht man auch, wenn man die Länder miteinander vergleicht:

(Quelle des Bildes: https://www.overshootday.org/newsroom/country-overshoot-days/)

Nue eine Folge davon: Seit den 70er Jahren, also als ich ein Kind war, hat sich die durchschnittliche Populationsgröße der Wirbeltierarten um fast 60% verringert.

Global gesehen bräuchte die Menschheit derzeit 1, 75 Planeten wie die Erde und die Deutschen 3,1 Planeten, um ihren Ressourcenhunger zu stillen und den natürlichen Prozessen ausreichend Regenerationsmöglichkeiten zu lassen.

Wie lange kann das so weiter gehen?

(Quelle des Bildes: https://www.bundjugend-bw.de/aktionstipp-earth-overshoot-day-2016/)

In einem Blog gabs eine nette Grafik, die das aktuelle Motto „Flatten the Curve“ aufgreift:

(Quelle des Bildes: http://www.vonstietencron.de/sinan/)

* Es mag sein, dass durch Corona echt eine kurze Zeit lang weniger produziert und konsumiert wird. Durch die entsprechenen Wirtschaftsförderprogramme wird das aber wieder ausreichend kompensiert werden.

** Tatächlich sollen die coronabedingten Einschränkungen den Earth Overshot Day um ganze drei Wochen nach hinten verschoben haben.

Der folgende Textteil gehört noch in das Thema „Klima-Umbruch -Transformation – Lebensführung“.  Denn um sich der Frage nach der Verzweiflung zuzuwenden, muss erst noch einmal klargemacht werden, warum Verzweiflung nicht mehr nur die Folge von Panikmache ist, sondern angesichts der erreichten und weiter zu befürchtenden Schädigungen unserer Lebensgrundlagen kaum noch zu vermeiden sein dürfte. Deshalb schiebe ich diesen Teil noch zwischen die Ausführungen zur „Transformation“ und die zur „Lebensführung“.


Diese Transformation ist keine, bei der vieles von dem bisher Erreichten beibehalten werden und die Verhältnisse grundlegend verbessert werden können. Wir können uns die bisherigen Zukunftshoffnungen z.B. mit einer sog. „Fitness-Landschaft“ vorstellen: (mehr …)

Commons und alternative Projekte im Handgemenge

Dieser Text erschien in der Zeitung Contraste,
Oktober 2019, Nr. 421, S. 12 im Schwerpunkt „Wie geht Utopie“.


Der aktuelle Sonderbericht des IPCC zum Zusammenhang zwischen Klimawandel und Landsystemen macht auf die Verwundbarkeit der Ernährungsgrundlage der Menschheit durch den Klimawandel aufmerksam. Gewusst hat mans ja schon, aber nun muss man es wissenschaftlich nachgewiesen zur Kenntnis nehmen und damit umgehen. Angesichts der sich häufenden Hiobsbotschaften bringt mich die Beschäftigung mit der Zukunft der Menschheit, d.h. mit der Variante davon, die die höchste Wahrscheinlichkeit hat, immer mehr um mein Weltvertrauen. Wir sind ein Vierteljahrhundert zu spät dran, um die Bremse einzulegen und die Richtung zu ändern, bevor es heikel wird. Es wird weiter zu ungeheuren Wetterextremen, Dürren, Überschwemmungen und Hurrikans kommen, deren Wahrscheinlichkeit und Stärke wir uns zuzuschreiben haben. Die jungen Leute haben zuerst gemerkt, dass wir Älteren die Gefahrenzeichen zu lange übersehen und die Augen davor geschlossen haben. Für solche wie mich, die schon länger trauern um die verlorenen glücklichen Zukünfte, oder jene, die bereits Panik vor dem zu Erwartendem haben, gibt es inzwischen schon eine – wohl nicht ganz ernst gemeinte – Diagnose: „Prä-Traumatisches Belastungssyndrom“. Ich bin also nicht allein mit meinen Ängsten. Dies zu wissen, hilft mir schon ungemein.[1] Wenn wir heute noch Utopien haben, müssen sie sich einem gewaltigen Crash-Test[2] unterziehen! Manchmal erfolgt dieser Crash-Test von alleine, etwa wenn Projekte des Mietshäuser Syndikats von rechten Anschlägen bedroht sind.[3]

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Aufgrund von Covid-19 fand das halbjährig stattfindende Wochenend-Treffen des Commons-Instituts (CI) über Videokonferenzen statt, so dass ich teilweise daran teilnehmen konnte. Wer möchte, kann bei solchen Treffen Workshops einbringen und hosten. Mir fiel dabei ein, womit ich mich gerne weiter mit anderen beschäftigen möchte und brachte das dann als Workshop-Vorschlag für die jetzt folgende „Open-Space-Woche“ mit ein. Dafür eröffnete ich auch  Mattermost-Kanäle im MM-Bereich des CI. Die Themen sind:

  • Klima und Commons
  • Wissenschaftstheorie zu den Commons-Konzepten/Theorien
  • Kämpfe um Commons

Zu letzterem hab ich heute in „keimform.de“ einen Beitrag veröffentlicht: