Im Moment ballen sich die Aktivitäten mehrerer Gruppierungen in der ganzen Welt, die sich wegen der wachsenden Gefahr des Klimawandels für politische und wirtschaftliche Konsequenzen einsetzen. Wer die Augen nicht völlig verschließt, dem begegnet neuerdings sogar im geschäftigen Shopping-Alltag das Klimathema. So gibt es eine Ausstellung „Das Klima schützen kann jeder!“ der Verbraucherschützer. Da geht es vor allem um das alltägliche Verhalten und Möglichkeiten des eigenen Beitrags zur Reduzierung der Gefahr.

Andere Bewegungen haben eine andere Ausrichtungen, so die Bewegung „350“ und „Climate Justice Action“… (mehr …)


Die 3. „Free Culture Research Conference“ war mir eine Reise nach Berlin wert. Ich schaffte es auch, die Paper, die mich interessierten, auf der Zugfahrt zu lesen. Erstaunt war ich darüber, dass diese Konferenz tatsächlich Menschen aus allen Teilen der Welt vereinte, wir sprachen z.B. mit einer Chinesin, die derzeit in Singapoore lebt und sich mit freier Musikproduktion und -verteilung beschäftigt.

„Ökonomische Nachhaltigkeit“ als Re-Integration in die kapitalistische Logik?

Ich kann natürlich nur wenige Punkte, die mir auffielen, ansprechen (siehe weiter unten noch zu „Fab Labs als neue Form der Produktion“). Dazu gehörte die Einschätzung von Geert Lovink in seiner Keynote, dass sich die Bewegung für Freie Kultur nicht mehr nur mit politischen und rechtlichen Fragen der Absicherung von Freier Kultur beschäftigen solle, sondern sich darum sorgen müsse, auch ökonomisch „nachhaltig“ zu werden und dafür ökonomische Geschäftsmodelle zu suchen. Damit wird eine Richtung eingeschlagen, die zu Diskrepanzen innerhalb der Aktiven im Bereich Freier Kultur führt. Das wurde in einem kurzen Diskussions-Schlagabtausch zwischen Christian S. und Geert L. deutlich: (mehr …)

Ausbeutung – Ungleichheit – soziale Kämpfe in der Gegenwart

Aus der Einladung:

Class Counts – selbst wer am Klassenbegriff festhält, weil alle Alternativangebote (Schicht, Milieu, Multitude) kapitalismustheoretisch fragwürdig sind, steht vor Unklarheiten…

Die Veranstaltung soll sowohl zeitdiagnostische Fragen diskutieren als auch mögliche theoretische Zugänge prüfen und nicht zuletzt Folgen für Strategie und Praxis emanzipatorischer Politik abwägen. Herausforderung, aber auch Chance liegen in der Integration wissenschaftlicher und bewegungsorientierter Perspektiven.

Das Interesse war nicht so berauschend hoch an diesem schönen Spätfrühlingswochenende. Was brauchen wir Utopien, wenn die Geschäfte in der schön ausgeschmückten Stadt Erfurt gut laufen, das Wetter und die Stimmung zum Flanieren einladen und die wenigen störenden Elemente, wie Trinker und Punks seit vielen Monaten erfolgreich aus dem Stadtbild verdrängt sind?

Und doch, wir nutzten die Freiräume auch an Orten, die schon gegen Ende der DDR zum Nachdenken über Alternativen einluden, um über das Gegebene hinaus zu träumen, zu denken und in Projekten zu praktizieren. Am Wochenende fanden die Hauptveranstaltungen der Konferenz „Utopia Now 2010“ in Erfurt statt.

Ich versuche, Hintergrundinfos zu Themen und Referent_innen zu verlinken, es können gerne Ergänzungen mitgeteilt werden.

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Es geschieht öfter, dass ich mir gut vorstellen kann, mich – zumindest in der Freizeit – eine längere Zeitlang in einen Elfenbeinturm zurück zu ziehen und nur noch zu lesen und zu studieren. Aber reicht mir das tatsächlich? Ich habe in den letzten Jahren viel Freude erfahren durch Kommunikation, Kooperation und vor allem von Erlebnissen im engeren Freundeskreis, der für mich vorwiegend die „Zukunftswerkstatt Jena“ ist.

Zur Rolle von Freundschaftlichkeit auch in politischen Zusammenhängen habe ich einen Text für „Streifzüge“ geschrieben…

Neu:
Ausbremsen der Photovoltaik durch das Energiekonzept


Aufgrund des EEG wurde die BRD in den letzten Jahren zu einem Haupteinsatzort für photovoltaische Stromerzeugung. Die neu installierte Leistung stieg von Jahr zu Jahr:
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Lernkurve

Das EEG soll die Installation und den Betrieb von PV-Anlagen fördern. Wenn dadurch die Menge der PV-Anlagen wächst, kann die Herstellungsindustrie durch Skaleneffekte (Einsparungen bei der Massenproduktion) und Lerneffekte, die sich in der sog. „Lern- oder Erfahrungskurve“ zeigen, die Herstellungskosten pro Solaranlage senken. Hinzu kommt die Möglichkeit, Gewinne in Forschung und Entwicklung für die weitere Kostensenkung zu stecken, was gerade einer der Hauptentwicklungswege der PV-F&E darstellt. Es wird damit gerechnet, dass bei einer Verdopplung der installierten Leistung 15-20% der Herstellungskosten reduziert werden. Dieser Effekt ist bereits aus der Mikroelektronikindustrie bekannt.
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Neu:
Ausbremsen der Photovoltaik durch das Energiekonzept


Dieser Tage läuft ein Streit für oder wider eine stärkere Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom. Da die schwarz-gelbe Regierung zeitgleich mit Plänen zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke zu planen scheint, die Einspeisevergütung für Solarstrom stärker zu kürzen, als es das Erneuerbare-Energien-Gesetz vorsieht, scheinen sich alle politischen Vorbehalte gegen eine Regierung mit dieser Einfärbung zu bewahrheiten.

Aber ist das so einfach? Warum streiten sich sogar innerhalb der Solarbranche diejenigen, die weiterhin möglichst viel Vergütung für den eingespeisten Solarstrom wollen mit denen, die für eine schnellere Senkung der Vergütung eintreten?
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Nichts tröstet angesichts des Leids. In Haiti starben und leiden Hunderttausende, einfach nur wegen dem Zusammentreffen dreier tektonischer Platten unter ihrer Heimat. Diesmal können noch nicht mal der Klimawandel und seine Verursacher dafür verantwortlich gemacht werden.
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Ein Bekannter aus alten „Wende“-Zeiten schickte mir vor einigen Tagen einen Text mit Gedanken zu emanzipatorischer politischer Bildung. Dabei stehen im Zentrum seiner Überlegungen Subjekte als Personen, also die menschlichen Individuen. Und es geht „um die Deblockierungen des individuellen Zugangs zum jeder Person eigenen emanzipatorischen Potential – die jedoch nur in der wirklichen und wahrhaftigen Begegnung des ICHs mit dem DU ermöglicht werden kann.“

Wichtig ist ihm dabei vor allem die „Aufhebung ideologischer Blockaden oder die Überformungen der eigenen Energien, … die nahe legen, alles Elend, alle Not und Ängste seien erst zu überwinden, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse umgestürzt würden“.
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