backup
Ich fragte vorgestern nach Science Fiction Romanen, in denen eine Gesellschaft ohne Geld vorgestellt wird. Einer davon ist „Backup“ von Cory Doctorow. Sein Anti-Held Julius „lebte lange genug, um in den Genuss der Unsterblichkeit zu gelangen“, denn durch ein ständig erneuertes Backup des Gedächtnisinhalts kann jede Person nach dem Sterben ihres aktuellen Körpers in einem neuen Klonkörper wieder „auferstehen“. Julius erwischt es auch bald, er wird erschossen und findet sich in den Konkurrenzkampf zweier Fahrgeschäfte in Disneyworld verwickelt, in dem er bald selbst eine unschöne Rolle spielt. (mehr …)

In der letzten Nummer der Zeitschrift „CONTRASTE – Monatszeitung für Selbstorganisation“ wandte sich Uli Frank in der „Writers corner“ an seine Co-Autorin Brigitte Kratzwald, die in einem Beitrag „die natürlichen Selbstorganisationsprozesse für menschliche Bedürfnisse nutzbar machen“ wollte. Uli verwies auf die Gefahr, bestimmte Erkenntnisse und Praxen aus der Natur zu verabsolutieren.

 

Da das Thema unmittelbar auf meine Themen aus den 90er Jahren verweist, möchte ich dazu auch „meinen Senf“ dazugeben (zuerst in einer Mail an Uli). Das nebenstehende Bild zeigt mich, als ich damals begeistert mit dem Computer Fraktale erzeugte als Verbildlichung der Selbstorganisationskonzepte.

 

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Freiheit für Josef

Es gibt nun auch von Josef selbst Informationen darüber, wie es ihm derzeit geht. „Ja, es hat sich gelohnt“, sagt er trotz allem, was hier nachgelesen werden kann.

An den nächsten beiden Prozesstagen, dem 21. und 22. Juli fährt ein ganzer Bus mit Unterstützer*innen von Jena nach Wien und man kann sich hier noch anmelden.

Gespräch Mit der Grundlegung der Kritischen Psychologie entwickelte Klaus Holzkamp einen konzeptionellen Rahmen und Kategorien, die es ermöglichen sollen, die eigenen Beziehungen zur Welt besser verstehen zu können. Dabei wird ein menschliches Individuum nicht als eindeutig bestimmt von den objektiven Bedingungen gesetzt, aber auch nicht als bedingungslos freischwebend vorgestellt, sondern es wird vorgeschlagen, bestimmte Vermittlungsmomente zwischen mir als Individuum und der Welt genauer zu analysieren.

Der Gegenstand der Kritischen Psychologie ist dabei „nicht das Subjekt, sondern dessen Welt, wie sie von ihm empfindend, denkend und handelnd erfahren wird.“ (www.kritische-psychologie.de, vgl. Markard 2009: 55)
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Im Zusammenhang mit der Suche nach Praxisbezügen der Kritischen Psychologie bin ich schon vor Jahren in einem Seminar auf die “Erinnerungsarbeit” nach Frigga Haug gestoßen. Wir haben in diesem Seminar die Methode ausprobiert und danach habe ich mich durch ihre Texte dazu gelesen. Erinnerungsarbeit

Das Wichtigste möchte ich jetzt zusammenfassen, damit es aufgenommen werden kann in die neueren Versuche, Soziale Selbstverständigung zu praktizieren.

Die Erinnerungsarbeit nach Frigga Haug betrifft nicht die geschichtliche Erinnerung, sondern ist eine Methode, die eigene Person und das eigene Handeln im gesellschaftlichen Kontext besser zu verstehen, um Behinderungen und Beschränkungen überwinden zu können. (mehr …)

Crashtest_2

Pünktlich zum Jahreswechsel hat Hermann, der Packpapier-Verlag-Drucker und -Betreiber, das neue Heft mit dem Titel „Schönwetter-Utopien im Crashtest“ fertig gestellt. Dies ist keine ganz neue Arbeit von mir, sie enthält einen Vortrag, den ich schon 2011 in Berlin gehalten habe.

Leider muss die Thematik der Gefährdungen unserer Lebensgrundlagen immer mehr ins Zentrum aller Vorstellungen über die Zukunft rücken.

Ich wünsche Dir, Ihnen und allen ein wunderschönes neues Jahr 2014 !!!

Aber ich kann das nicht ganz ohne ein Bauchgrummeln, eine untergründige Angst. (mehr …)

wir nennen es arbeit

Das Buch ist schon etwas älter, aber das Thema wird immer aktueller: Wie verändert sich die Arbeitswelt, welche neue Möglichkeiten gibt es, ohne den Zwang und die Sicherheit einer Festanstellung „so [zu] arbeiten, wie man leben will, und trotzdem ausreichend Geld damit [zu] zu verdienen“?

Holm Friebe und Sascha Lobo nannten ihr 2006 erschienenes Buch „Wir nennen es Arbeit“. Diese Arbeit, die sie meinen, hat nichts mit Mühe, Beschwernis und Leiden zu tun, welche in der Wortbedeutung (arebeit) stecken.
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Ein Text aus dem Projekt „Online sein oder Nichtsein…“


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Wessen Ausspähaktionen und Datensammlungen sind schlimmer – die der Geheimdienste oder der Datenkrakenunternehmen wie Google und Facebook?

Ganze Fernsehabende bringen erstaunliche Erkenntnisse unters Volk und verdecken damit umso erfolgreicher nicht talkshowtaugliche tiefverwurzelte Verkettungen und Zusammenhänge. Das allgemeine, bisher unterschwellige Unwohlsein findet einen Kristallisationspunkt, an dem die Empörung hochkocht. Noch ist die allgemeine Technikeuphorie, die Begeisterung über das neue iPhone und allerlei Apps davon anscheinend noch nicht berührt. Und überhaupt: Was geht’s mich an, solange ich keine Terroristin und kein Betrüger bin? (mehr …)

Einer der ersten Autoren, von denen ich nach 1990 einiges las und die mir und anderen Möglichkeiten für eine Neuorientierung zeigten, war Robert Jungk.

Der Zustand der Welt hatte sich nicht grad verbessert seit seinen ersten Schriften – aber er gehörte zu jenen, die verhinderten, dass wir uns aus der Politik zurückzogen. Insbesondere das von ihm mitentwickelte Konzept „Zukunftswerkstatt“ leitete unsere eigene weitere Entwicklung und unser Freundeskreis nennt sich folgereichtig „Zukunftswerkstatt Jena“. (mehr …)

„Die Zukunft ist noch nicht geschrieben.
Die Zukunft ist immer das, was ihr daraus macht.
Also gebt euch ein bißchen Mühe!“
(Doc Emmet Brown)

Ein Vortrag der Zukunftswerkstatt Jena:

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