Dies ist die Literatur für die Beiträge zur Selbstbestimmten Technikentwicklung.

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Dieser Text führt den Text zu meinem Beitrag für ein Treffen zur „Selbstbestimmten Technikentwicklung“ in Bremen fort.


Wenn wir neuartige Beziehungen, d.h. eine neue Weise von Technik, entwickeln wollen, so muss diese widersprüchliche Anforderungen erfüllen: Sie muss einerseits Mühe und Anstrengungen ersparen, also mit wenig menschlichem Einsatz einen hohen Nutzeffekt haben – sie darf andererseits durch zu hohen Energie- bzw. Materialeinsatz die ökologischen und klimatischen Lebensvoraussetzungen nicht aus den Fließgleichgewichten bringen. Um individuelle Entscheidungen zu ermöglichen, muss die Produktion von lokalen und nicht zentralisierten Stellen aus geregelt werden – andererseits sind u.a. wegen den ökologischen globalen Verflechtungen regionale, kontinentale und globale Regulationsmechanismen notwendig.

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Quelle: BUND-Website

Im Zusammenhang mit den Heilsversprechen durch Nanotechnik spielt die Umweltfrage eine große Rolle. Nanotechnik soll die Umwelt retten, ohne unsere Konsummuster und Produktionsweise in Frage zu stellen. Rein technisch gibt es auch viele Möglichkeiten – aber es legen sich auch schwarze Schatten auf die grünen Versprechungen: (mehr …)

Konkrete Utopie der Gesellschaft

Wenn wir auf der Suche nach einer befreiten Gesellschaft sind, werden wir uns auch fragen, wie sich die Gestaltung von Beziehungen dann verändern wird.

Wie sehen nicht ausbeutende, nicht entmündigende, nicht herrschaftsförmige Beziehungen aus und welche Techniken werden dabei angewandt? Welche Techniken können wir jetzt schon entwickeln – auch als Mittel zur Erfindung und Gestaltung dieser neuen Gesellschaftlichkeit?

Schauen wir uns dazu eine konkrete Utopie einer befreiten Gesellschaft an und leiten dann ab, welche Techniken hier zum Tragen kommen werden.

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Meine letzte größere Reise dieses Jahr wird mich nach Bremen bringen, wo ich vor einigen Jahren öfter war. Diesmal nehme ich an dem Treffen „Selbstbestimmte Technikentwicklung und -nutzung“ teil.

Meine Materialsammlung zum Thema „Technik(Kritik)“ gibts in Coforum.
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Ich wurde nach Bremen eingeladen zum Treffen „Selbstbestimmte Technikentwicklung und -nutzung“. Dies ist eine Thematik, die mich und meine Freund_innen von der „Zukunftswerkstatt Jena“ immer wieder interessiert. Wir tragen Ideen und Internetadressen dazu zusammen (z.B. auf der entsprechenden Coforum-Seite). Deshalb musste ich auch nicht lange überlegen, was ich am Samstag in meinem Beitrag ansprechen möchte.

Was ist problematisch an der Technik?

Als wir uns in den 90er Jahren verstärkt um gesellschaftliche Alternativen bemühten, fiel uns auf, dass viele alternative Vorstellungen sich vorwiegend kritisch gegen die vorhandene Technik stellten, welche in der Produktion genutzt wurde.
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Von den ca. 800 Produkten, in denen die besonderen Eigenschaften von Teilchen im Größenbereich von Nanometern genutzt werden, enthalten ca. 300 Nanosilber. Deshalb möchte ich mich hier doch noch etwas ausführlicher mit den Versprechungen und den Risiken der Verwendung von Nanosilber beschäftigen.
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(Danke an Thomas Glaser für die Verwendungserlaubnis)

Technikentwicklung ist von Menschen gemacht und menschliches Handeln ist nicht nur eine Folge kausaler Bestimmungen (Wirkung von Ursachen), sondern es folgt Gründen (es ist Folge von Begründungen). Ethik ist jene Denkdisziplin, welche sich ganz ausdrücklich mit Gründen für menschliches Handeln beschäftigt. (vgl. Wikipedia) Dieses Handeln findet in ganz unterschiedlichen Handlungsfeldern statt, eins davon ist die Technik, für die sich insbesondere die Technikethik interessiert. Und auch diese differenziert sich wieder in verschiedene Felder, so dass immer mehr sog. „Bindestrich-Ethiken“ entstehen – eine der neuesten ist die „Nano-Ethik“ .
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Je länger ich mich mit diesen Thema beschäftige, desto mehr möchte ich glauben, was da versprochen wird. Zumindest an die positiven Visionen von Überfluss, medizinischem Fortschritt, der einfachen Nutzung immer interessanterer Medien usw. usf. Andere Versprechen sind für mich zumindest unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen eher Bedrohungen: kognitive und körperliche Verstärkung der Fähigkeiten in Militär und Berufsleben als normierender Zwang, Verlust der eigenständigen Lebendigkeit natürlicher Gegebenheiten unter technischem Gestaltungsdruck, der vorausgesetzte unhinterfragbare Determinismus der Entwicklung. Hinter der grundsätzlichen Infragestellung der Grundlagen des Menschseins in dieser Welt stehen für mich die unmittelbaren Gefahren erstens durch die real existierenden und sich ausbreitenden Nanoteilchen (zu den konkreten Risiken der Nanoteilchen siehe Wikipedia, auch beim AK Anna, sehr ausführlich zu Risikoethik und Vorsorgeprinzip auf diesem Gebiet siehe z.B. Grunwald 2008b) und zweitens sogar auch die sich selbst reproduzierenden Roboter, die die Welt zu einem „grauen Schleim“ machen könnten bzw. zu einer „mechanischen Pest“ (Crichton 2002: 223) werden könnten, sogar hintenan. Wie bei der Gentechnik, bei der die Unternehmen lange erfolgreich behaupteten, Gentechnik sei nur eine Erweiterung der traditionellen Zucht, so wird derzeit im Bereich der Risikoabschätzung für Chemikalien und Lebensmittel oft angenommen, Nanoteilchen könne man mit Teilchen derselben chemischen Substanz gleichsetzen (Shelley 2007: 96). Die häufigsten Warner in diesem Bereich sind übrigens nicht die Verbraucher mit ihren Institutionen, sondern die Versicherungswirtschaft! (ebd.: 155)
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Bisher entwickelten sich Physik, Chemie, Biologie, Kognitions- und Informationswissenschaften ziemlich unabhängig voneinander. Im ganz Kleinen bestehen ihre Gegenstände aber alle aus Nanobojekten. Auf dieser Grundlage wird nun erwartet, dass besonders Nano-, Bio-, Informations- und Kognitionswissenschaften ineinander übergehen, wenn ihre Objekte auf Nanoebene erforscht und manipuliert werden. Dies wird „NBIC“-Konvergenz genannt oder auch „Emerging Technologies“ .

Mit dieser Konvergenz wichtiger Wissenschaftszweige wird die Erwartung eines neuen Zeitalters begründet, das eine neue „lange Welle“ der wirtschaftlichen und Menschheitsentwicklung einleiten kann.
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