Ist es nur einer Rockband gestattet, sich wenigstens zeitweise in melancholischen Unter-gangsvisionen zu ergehen? „Way Down We Go“ spielt die isländische Gruppe Kaleo in einem Vulkan . Das ist der Sound zu dem folgenden Text.


Wie lange kann es noch gut gehen, dass wir Menschen die Biokapazität des Planeten Erde seit den 80er Jahren überschreiten und mehr vernutzen und zerstören, als sich wieder regenierieren kann? Wie lange können die Treibhausgasemissionen noch ansteigen, bevor der Klimawandel nicht mehr nur für Menschen „ganz weit weg von uns“ existenziell gefährlich wird? Von Katastrophenwarnungen will niemand etwas hören, „Alarmismus“ wird abgelehnt. (mehr …)

Ágnes Heller, auf deren Hoffnung auf „radikale Bedürfnisse“ ich hier im Blog schon einmal verwiesen habe, hat in einem recht hohen Alter nun noch ein Essay mit dem Titel „Von der Utopie zur Dystopie“ geschrieben. Als Buch ist es von der Edition Konturen sehr schön gestaltet – aber der Inhalt ist eher traurig. (mehr …)

Geht’s uns nicht gut? Während mehr als die Hälfte der bundesrepublikanischen Bevölkerung in „Zuwanderung und Migration“ ein Problem sieht und etwas weniger als die Hälfte im Thema „Kriminalität, Frieden, Sicherheit“, zählen nur ein Fünftel der Bevölkerung Umwelt- und Klimaschutz zu den wichtigsten Problemen (UBA 2017).

(Joe Webb)
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Noch ist eine Begrenzung der Reduktion des Temperaturanstiegs auf 2 Grad möglich. Dazu wären große Reduktionsraten notwendig (vgl. Rahmstorf 2017). Diese Reduktionsraten sind umso höher, je später die Reduktion beginnt:

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Ich habe noch einige nette Animationen gefunden, die ich zum Thema Geschichte des Klimawandels und „Was wir bereits erleben“ noch ergänzen möchte…


Da wir in der Vergangenheit nicht dabei waren, haben wir kaum ein Gefühl für den historischen Verlauf der Temperatur. Es gibt (in NOAA/ESRL: 2016b ))einen netten kleinen Kurzfilm, der die Temperatur als „Achterbahn“ darstellt:


Gerade in den letzten Jahren überstürzen sich die Meldungen über die „jeweils heißesten“ Jahre. Auch 2016 setzte sich dieser Trend fort (vgl. Coomes 2017 – das ist „nur“ ein Bild):
Mehr Infos dazu gibt’s vom US-amerikanischen Zentrum für Umweltinformationen und der NASA (Schmidt, Arndt 2017 und NOAA/ESRL 2017a).

Das folgende Filmchen zeigt, dass sich die Erwärmung nicht gleichmäßig auf der Erde verteilt, sondern es auch kühle (blaue) Bereiche gibt, dass aber tendenziell die warmen (roten) Regionen überhand nehmen (NOAA 2017b ):

Zwei andere Animationen zeigen den Temperaturverlauf (Condliffe 2015 und Hawkins 2017):

Und obwohl diese jährlichen Meldungen nur vom Wetter reden, und noch nicht Aussagen über das Klima sind, so muss doch darauf verwiesen werden, dass ein sich veränderndes Klima die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Wetterlagen deutlich beeinflusst. Nicht jedes Jahr wird ein heißeres sein als das vorherige, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist deutlich größer geworden.

Ich hatte in einem der letzten Texte zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik geschrieben:

„Die Aufgabe von Wissenschaft ist, Möglichkeiten zu erkunden, also zu prognostizieren, was welche Handlungen und Unterlassungen mit bestimmter Wahrscheinlichkeit für Folgen haben.“

Die Aussagen über die Möglichkeiten sind natürlich wie immer mit Unsicherheiten behaftet. Während der IPCC-Prozesse wurden hier Vereinbarungen entwickelt, die eigentlich vorbildhaft für viele andere wissenschaftliche Aussagen werden könnten. Schon bei einfacher Labortätigkeit gehört zu jedem Messwert auch eine Angabe der Messunsicherheit, aber bei so komplexen Themen wie dem Klima ist die Herausforderung sehr groß. Das Ergebnis klingt dann z.B. so: (mehr …)

Man soll aus Erfahrungen lernen. Bisher ist nicht zu erkennen, dass es gelingen könnte, die Treibhausgasemissionen auf einen Stand zu begrenzen, bei dem gefährliche Folgen abgewendet werden könnten. Das „Fenster der Möglichkeiten“ dafür schließt sich gerade, während sich gleichzeitig die Menschen langsam an die Gefahrenmeldungen gewöhnen und sie umso weniger ernst nehmen. Dabei stellen wir jetzt die Weichen für die Gestaltung der Lebensbedingungen unserer Nachkommen. Die Temperaturen können sich schon in der nächsten Generation um 3,6 Grad erhöhen, in den nächsten 90 Jahren insgesamt um 7,2 Grad.

Die folgende Abbildung (leicht ergänzt aus DWD 2017) zeigt diese Bedingungen für die Lebenszeit von jetzt geborenen Kindern und deren Kindern:

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