Meinen Jahresplan 2013 konnte ich nicht erfüllen, obwohl ich eigentlich nicht mehr in die Arbeiten am Haus eingebunden bin. Deshalb stehen noch zwei Themen aus, mit denen ich mich so weit beschäftigen wollte, dass ich Zusammenfassungen dazu geschrieben habe. Andere „Dauerbrenner“-Themen könnten neu bearbeitet werden und ein neuer philosophischer Vortrag über Schelling und Bloch ist auch schon eingeplant.

Mich würde von den Leserinnen und Lesern meines Blogs interessieren, welche Themen sie besonders interessieren und ich bin auch sehr dankbar für Tipps und Hinweise zu diesen Themen.


Zu den liegengebliebenden gehört 1. das Thema (Arbeitstitel): „Digitalisierung der Gesellschaft“. Dazu gibts derzeit auch schon einige Texte (hier).

Dies ist letztlich eine Vorstudie für die mich mehr interessierende Frage nach Veränderungen in der Art und Weise, wie Individuen leben und ihr Leben gestalten. Das ist 2. das sog. „Subjektivitätsthema“ (hat noch keinen besseren Titel). Es geht um nachmoderne Identitäts- und Beziehungsbildungen insbesondere aus sozialpsychologischer Sicht. ich glaube, dazu hab ich noch gar nichts speziell veröffentlicht.

In diesem Zusammenhang wird 3. ein Höhepunkt im kommenden Jahr ein Seminar zum Thema „Lebensführung und Emanzipation“ im Juni in Hiddinghausen sein. Ich hatte ja vor zwei Jahren viele Vortrage mit Inhalten aus der Kritischen Psychologie gemacht und hatte selbst für mich die Thematik des „Begründungsdiskurses“ erschlossen. Dazu hatte ich auch neue Texte geschrieben:

Etwas älter dazu:

Wichtig auch:

Ich trage die Texte hier auch deswegen zusammen, weil ich mir vorstellen kann, dass sie, ggf. mit anderen, als Broschüre gedruckt werden können. Bedarf danach gibt es mit Sicherheit. Wenn ich weiß, dass das auch andere denken, könnten wir uns hinsetzen und das Ganze „rund“ machen. Vielleicht bietet sich das genannte Seminar an, die Sachen könnten dann schon mit zur Vorbereitung in einen Reader und davon ausgehend könnten wir vielleicht zusammen mehr draus machen.

Was steht noch an? Der 4. Punkt ist nun der schon erwähnte Vortrag über Schelling und Bloch. Es geht dabei um die Frage, warum sich im Universum, in der Welt überhaupt komplexe Strukturen entwickeln. Was „treibt“ die Energien und Stoffe in solche Formen; was ist es, was dem Entropiewachstum widerstrebt? Der Arbeitstitel lautet: „Dass nichts bleibt, wie es ist… „Intensives Daß“ und die Negentropie des Universums“. Bei der Arbeit an meinen Beiträgen für das Bloch-Wörterbuch hatte ich einiges über die Konzepte von Schelling und Bloch dazugelernt. Ich nutze die Arbeit an diesem Vortrag, um mir selbst besser darüber klar zu werden, warum ich mit ihren Lösungen nicht so ganz zufrieden bin.

Wenn ich dann durch alles durch bin, oder auch parallel dazu, möchte ich 5. auch an dem Thema „Komplexitätstheorie“ dran bleiben. Dazu gabs auch hier schon mal was.

Aus der Philosophie ist 6. auch noch der Teil „Begriffslogik“ zum Projekt „Menschliche Verhältnisse begreifen“ offen.

Immer mehr in den Hintergrund rückt 7. die Frage der Energienutzung der Menschheit – das hängt auch damit zusammen, dass wir aus Krankheitsgründen seit langem in der Zukunftswerkstatt unser thematisches Wochenende verschoben haben. Aber vielleicht wirds ja noch mal… (Das ist so ein Thema, das ich mit Sicherheit nicht alleine voran treibe, sondern darauf warte, dass auch andere mitmachen).

Der Fokus meines Interesses, und das Ziel aller dieser Gedanken, sind Fragen der Weiterentwicklung der Menschheit in Richtung einer lebenswerten und lebensfähigen Zukunft. Ich stecke dabei grad in einer Phase, in der ich eine neue Qualität der Überlegungen erreichen will. Da probiere ich viel, schreibe testweise einige Seiten, verwerfe sie wieder… Im Mittelpunkt stehen die Konzepte, die im Zusammenhang mit den Commons, der Keimformdebatte und „commons creating peer-economy“ (bei mir unter dem Titel „Selbstentfaltungs-Gesellschaft“) diskutiert werden. Aber es gibt da immer noch einige offene Fragen, bei denen ich denke, dass etwas tiefer greifende Überlegungen weiter helfen könnten. Das gelingt mir aber nicht „auf die Schnelle“ und leider sind die freien Stunden pro Woche dann auch oft zu kurz, um Gedankengänge abschließen zu können, bevor ich sie wieder vergesse.

Falls mich in diesem Jahr jemand zu einem Vortrag einladen möchte, empfehle ich das Thema „Schönwetter-Utopien im Crashtest“, für das es nun auch ein Packpapier-Broschürchen gibt. Ich lerne gern interessante Menschen und Gruppen kennen und es wäre schön, wenn über solche Einladungen dann weiter die Reise- und Unterkunftskosten „herauskommen“ könnten. Mein Zeitbudget ist auf ggf. leicht verlängerte Wochenenden begrenzt.

Ab Mitte des Jahres kann dann auch die „Quasselbude“ in meiner neuen Bibliothek für kleinere Treffen genutzt werden. Dazu lade ich schon mal herzlich ein und bin selber gespannt, ob da was draus entsteht, oder ob die Bibliothek doch eher ein elfenbeinturmartiges Gebilde wird…

Wahrscheinlich rasen die Wochen wieder viel zu schnell dahin. Aber ich will sie mit so viel Inhalt und Sinn wie möglich füllen. Schauen wir mal, wie weit wir kommen in diesem neuen Jahr…

Ich wünsche allen ebenfalls viele schöne Vorhaben und viel Freude bei der Verwirklichung. Mögen Krankheiten vorbei- oder vorübergehen, Streitereien unwichtig werden und die neuen Bilanzen in (zwischen-)menschlicher Erfüllung bewertet werden…

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