Voriges Wochenende konnte ich mit freundlicher Unterstützung (von Manfred und Vera) glücklicherweise den Unbilden des Bahnstreikes trotzen und an der Tagung “Ernst Boch – “ein marxistischer Schelling”?” der Ernst-Bloch-Assoziation in Nürnberg teilnehmen.

EBA_2014

Meine Vortragsvorbereitung war leider nicht ganz abgeschlossen. Das Thema, das ich mir vorgenommen hatte, war einfach zu umfangreich. Mich interessiert, wie die Philosophien von Schelling, Hegel und Bloch die Frage beantworten, woher der Impuls für die Entwicklung kommt. Warum entwickelt sich eigentlich alles in der Welt? Warum ist diese Entwicklung auch mit der Enstehung neuer Zustände verbunden? Was treibt sie an?

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Weiter zu Schellings Zeittheorie in und nach den „Weltaltern“

Aus dem, was Schelling zuerst für Gott ableitet, nämlich dass er durch eine Entscheidung das Geistige zum Wirklichen werden lässt, schließt Schelling auf die Menschen. Für Menschen, die eine Entscheidung getroffen haben, die nicht einfach vom Lauf der Zeiten mit sich gerissen werden, gilt:

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Die Gemeinsamkeiten der Zeitvorstellung von Schelling und Bloch

Schauen wir gleich auf die Zeitdimensionen. Für Schelling (1804) ist die „erste Dimension in der Zeit“ die Zukunft (SW VI: 275). Dies begründet sich daraus, dass die Zeit auf das Identischwerden von Seyn und Begriff hinzielt:
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Die Zeitvorstellung von Schelling

Ich habe mich früher vorwiegend mit den frühen Texten von Schelling beschäftigt (Schlemm 1996) Schelling schien der Philosoph zu sein, dessen Lehre von lebendigen und dynamischen natürlichen Prozessen besonders gut zu den Erkenntnissen der Selbstorganisationstheorie passen und die auch ökologischen Motiven einen geeigneten philosophischen Hintergrund geben können. Schauen wir uns aber die tiefere Grundstruktur seiner Philosophie, die als Begründung für diese wünschenswerten Schlüsse dient an, so steht dann doch die Frage, ob sie heute noch annehmbar erscheinen. Ich verstehe die vielen Veränderungen in Schellings aufeinander folgenden unterschiedlichen Konzeptionen auch als ein Herausbringen der schon früher angelegten Grundstrukturen. Dabei stellt sich nun für die Zeit folgendes heraus:
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Die Zeitvorstellung von Bloch

blochrechts

Ernst Bloch schildert als Grundgedanken seiner Philosophie die Überlegung:

„Was sehr nah ist, was unmittelbar vor meinem Auge aufragt, kann ich nicht sehen. Es muß ein Abstand da sein. […]
Was er webt, weiß kein Weber – Am Fuß des Leuchtturms ist kein Licht –“ (Bloch 1964: 16).

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Tanja versucht gerade, interessante Fotos zum Thema „Momente“ zu erstellen. Als sie mir das erzählte, erinnerte ich mich daran, was ich gerade gelesen habe: Etwas über die Zeittheorie von Schelling und Bloch. Und da gibt es interessante Verbindungen…

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Das Lebenswerk von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling wird von einheitlichen Grundgedanken durchzogen, welches sich aber in verschiedenen Lebensperioden in unterschiedlichen Konzepten ausformte. Auch seine Vorstellung von Dialektik wandelt sich im Kontext dieser Konzepte.

Ich habe längere Texte dazu in mein “Philosophenstübchen” gestellt, hier findet Ihr die Kurzfassung.
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